Mary Gaunt: Die Unerschütterliche Entdeckerin, Die Liberale Zum Zweifeln Bringen Würde

Mary Gaunt: Die Unerschütterliche Entdeckerin, Die Liberale Zum Zweifeln Bringen Würde

Mary Gaunt war eine unerschrockene Entdeckerin und Schriftstellerin, die gesellschaftlichen Normen trotzte und ihre Abenteuerlust in fremde Länder wie Afrika und Asien führte.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Mary Gaunt war eine wahre Abenteurerin, die sich in einer Welt voller Konventionen und Erwartungen nicht beirren ließ. Geboren 1861 in Chiltern, Victoria, Australien, stemmte sie sich gegen die gesellschaftlichen Zwänge der viktorianischen Ära, um ihren eigenen Weg zu finden. Sowas können sich die Heerscharen von heutigen Couch-Aktivisten gar nicht vorstellen. In einer Zeit, als Frauen oft nicht mehr Möglichkeiten hatten, als den Haushalt zu führen oder auf einen wohlerzogenen Gatten zu hoffen, beschloss Mary, Autorin und Weltreisende zu werden – und nicht etwa, weil sie im Zuge einer auf Quoten basierenden Kampagne dahin gedrängt wurde.

Mit einer Findigkeit, die moderne „Self-Made-Blazermädchen“ ereiferte, veröffentlichte Gaunt bereits in jungen Jahren ihren ersten Roman „Dave’s Sweetheart“. Das alleine zeigt schon, dass sie kein Interesse an der ideologischen Sackgasse namens "Gender Studies" hatte, sondern einen praktischen und eigenständigen Geist. Sie widersetzte sich eingefahrenem Denken und reiste nach Afrika, dem Karibischen Meer und Asien – zu einer Zeit, als es gewiss keine Reiseführer in jedem Buchladen zu kaufen gab.

Gaunts Reisen führten sie in die dampfenden Dschungel Westafrikas, auf die Straßen Chinas und in die tiefen Täler der Karibik. Sie war unerschrocken, nicht durch äußerliche Kleidung oder ungeschriebene Regeln der Etikette gebunden, sondern durch Abenteuerlust und Wissensdurst – wie es wahre Pioniere sind. Hier ist ein Ding, das man sich nicht mal bei der kühnsten linksgerichteten Ausschweifung ausdenken kann: Gaunt reiste allein, oft unter widrigsten Umständen. Sie passte nicht ins Bild der leisen, wohlanständigen Frau, sondern schrieb heimkehrend packende Reiseberichte, die sie dann unter anderem Titeln wie „Alone in West Africa“ veröffentlichte. Ein vielsagender Titel, der es verdient, in der Rezension abgebildet zu werden.

Während ihrer Reisen sammelte sie nicht Souvenirs für ein überladenes Plüschausgestaltungsprojekt oder Bilder für ein „Folgt mir auf meinem Weg zu mir selbst“-Profil, sondern Erfahrungen, Geschichten und Eindrücke. Gaunt war eine wahre Netzwerkerin lange bevor das Wort durch die Computer nerds ins Vokabular Einzug hielt. In ihren Schriften überlegte sie nicht, welche Gönnerschrift durch Fördermittel das eigene Werk finanziert, sondern erzählt von ihren eigenen Eindrücken, Rechte und Ideen. Not bad für jemanden, der sich selbst durch Stubenübungen und gesellschaftlichen Festen der Oberschicht hätte verwirklichen können.

Heutzutage würde manch einer sie vielleicht als progressiv bezeichnen – nicht weil sie auf der politischen Agenda rollt oder in der letzten politischen Debatte Punkte sammelt, sondern weil Mary Gaunt das Bild einer Frau zeichnete, die wusste, was sie wollte, und dafür arbeitete, es zu erzielen. Sie war eine womöglich sehr notwendige Erinnerung, dass man nicht mit dem Strom schwimmen muss, um an sein persönliches Ufer zu gelangen.

Ihre Beiträge waren faszinierend und zeitlos, nicht durch Filtersysteme oder künstliche Intelligenzen geschönt, sondern durch ihre tatsächlichen Beobachtungen vor Ort. Gaunt schrieb keine verschachtelten Erzählungen oder Aufrufe zum Widerstand gegen nicht existierende Ungerechtigkeiten, sondern bot eine klare, ungeschönte Perspektive auf die Welt aus einer Zeit, als Reisen noch echtes Risiko und wahres Abenteuer bedeutete.

Mary Gaunt starb 1942 in Cannes, Frankreich, hinterließ jedoch ein erhebendes Erbe, das zu gleichen Teilen inspiriert und provoziert. Dies in einer Zeit zu tun, als die Weltordnung noch komplexer war als die heutige, ist wahrhaft bemerkenswert und macht Mary Gaunt zu einer der herausragendsten frühen Rebellinnen der Erzählkunst aus einer Zeit, als Tinte bedeutender war als Tastaturen. Also, hupfen wir doch aus unseren Lehnstühlen und tun heute etwas, das morgen bewundert werden könnte, genau wie Mary Gaunt es damals tat.