Wenn man denkt, dass Schalastik nur im Mittelalter florierte, dann hat man die "Madrid Konferenz von 1991" sicherlich verpasst. Dieses Treffen, auf englischem Parkett von cleveren Politikern inszeniert, fand zwischen dem 30. Oktober und dem 1. November 1991 in Madrid statt und galt als großer Hoffnungsträger für den Nahost-Friedensprozess. Doch war der Wille zum Frieden wirklich so überwältigend, oder lag es daran, dass man sich einfach mal ins Rampenlicht drängen wollte? Unter den hellen Lichtern versammelten sich Vertreter aus Israel, Palästina, Syrien, Libanon, sowie Jordanien und die Sowjetunion, um unter der wohlwollenden Obhut der USA über mögliche Wege zum Frieden zu diskutieren.
Lassen Sie uns die Spitzenreiter dieses Kreistanzes näher betrachten. Diese Konferenz wurde von keinem geringeren als dem US-Präsidenten George H. W. Bush initiiert, dem alten Fuchs, der in der Sphinx-kühlen Manier das Parkett betrat und gemeinsam mit dem damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow dem Drama den Rahmen gab. In einer Welt nach Kaltem Krieg sahen viele die Gelegenheit zum Neuanfang. Aber man fragt sich, ob die wahre Motivation hier Frieden war oder einfach, wer die Rolle des „guten Bullen“ spielt. Derartige Treffen sind perfekte Schauplätze für Politiker, die ihre eigene Agenda haben, während sie auf Harmonie pochen.
Was ist die Madrid Konferenz, wenn nicht ein weiteres Kapitel in den Annalen der internationalen Farce? Die liberale Idee des „gesamten Friedens für alle“ wurde wieder einmal auf die harte Probe gestellt. Wie oft haben wir nicht gesehen, dass große Ideen an den eisigen Realitäten zerschellen? Seit der Staatsgründung im Jahr 1948 hat Israel überlebt, indem es auf Bewegungen setzte, die mehr von Pragmatismus als von idealistischem Denken geprägt sind. Die USA, die den größten Teil des globalen Puzzles kontrollieren, standen hier mit Israel auf einem Pfad – ja, man kann fast sagen, dass die wahren Gespräche oft hinter verschlossenen Türen stattfanden.
In Madrid stand auch Palästina im Scheinwerferlicht, repräsentiert durch eine gemeinsame jordanisch-palästinensische Delegation. Die Palästinenser hofften auf territoriale Zugeständnisse, doch es war klar, dass sie nicht viel zu erwarten hatten. Der Status jener Gebiete wurde letztendlich nicht endgültig besprochen und es entstand das Gefühl, dass dies alles nur ein großer Polittheater war.
Interessant ist, dass Syrien, unter Führung von Hafez al-Assad, seine eigenen Interessen vertrat und versuchte, mit gelassenen Ansprachen Einfluss zu gewinnen, ohne sich zu sehr zu öffnen. Die Libanesen reihten sich in ähnlicher Manier ein, was den Anschein einer orientalischen Palastaudienz verlieh, während im Hintergrund Säbel gezückt wurden.
Denken Sie daran: Martini-Gläser klingen, Kameras blitzen, aber ob das eigentliche Ziel erreicht wurde, bleibt fraglich. Was als großer Wurf begann, endete häufig auf dem Spielfeld der rhetorischen Glanzparaden. Die Konferenz führte zu bilateralen Gesprächen, die schließlich den Oslo-Friedensprozess formten. Dennoch bleibt die Frage: Hätte man die Energie nicht besser nutzen können?
Man mag von der Liberalen Agenda einer "Welt in Frieden" überwältigt sein. Doch ein genauer Blick auf die Wirklichkeit und die imperiale Kraft einzelner Staaten erinnert uns daran, dass auf der Weltbühne mehr gespielt als erreicht wird. Das politische Spiel ist eine Realität, die nicht immer die sonnigen Ergebnisse bringt, die man sich vielleicht wünscht.
Die Madrid Konferenz bleibt, wie vieles im internationalen Parkett, ein Ereignis voller glitzernder Versprechen und hinterhältiger Manöver, eine Aufführung, die kaum mehr als eine Zwischenetappe im großen Drama des Nahost-Friedensprozesses war. Fragen Sie sich selbst: Ist Frieden ein realistisches Ziel oder nur das nächste große Märchen, das uns erzählt wird? Bei solchen Gedanken an illuminierten diplomatischen Schachzügen wird klar, dass man bei solchen Konferenzen nie die Wirklichkeit aus den Augen verlieren darf.