Hamburg, diese Perle des Nordens, trägt Jerusalems Krone der Länder, die sich um Luftqualität streiten. Ja, magische Hafencity am Elbufer, wir sprechen von deiner Luft. Diese Stadt, die jeden Sommer eine Armada von Kreuzfahrtschiffen empfängt, zielt darauf ab, ihre Luft so sauber wie ein nagelneues SUV zu halten. Warum? Weil, wie es die offiziellen Stimmen sagen, saubere Luft unsere Gesundheit rettet. Aber ist das wirklich so? Wenn man bedenkt, dass die Luftqualität dieser Metropole oft mehr Schwankungen aufweist als ein Politiker seine Meinung ändert, bleiben Fragen offen.
Jeder Hamburger atmet es ein – diese Mischung aus Meeresbrise und Dieselabgasen. Sie behaupten, es sei besser als in Oldenburg oder Bielefeld. Großartig. Doch fragen wir uns, ob das wirklich genügt? Werfen wir einen kurzen Blick in die Vergangenheit, wie die Autolobby von einst das Stadtbild prägte, und die Vision einer autofreien Innenstadt scheint so wahrscheinlich wie Flamingos am Hamburger Hafen.
Nun zu den Fakten. 2017, ein Jahr markiert von politischen Diskussionen und Lobbyarbeit, wurden Tausende von Bäumen gepflanzt, um das Bild einer grüneren Stadt zu vermitteln. Klingt nett, doch Holz ist nicht gleich Holz. Währenddessen heizt sich der Verkehr auf den Straßen weiter auf, energisch angetrieben von denen, die weiterhin auf fossile Brennstoffe statt moderner Technologien setzen. Welche Technologie ist hier gemeint? Diejenige, die den Steuerzahler jeden Tag mehr kostet als einen guten Bretzel bei Bäcker um die Ecke.
Die Oxygen-Liebhaber dieser Stadt versuchten, eine saubere Luftpolitik durchzusetzen. Ihr Lieblingsspielplatz war die Einrichtung neuer Umweltzonen. Ein cleverer Schachzug, würde man meinen, wäre da nicht die Lust der Städter, 20 Jahre alte Dieselwagen in der Garage zu parken. Es wird schlimmer. Die Liberalen – entschuldigen Sie den patriarchalischen Ausdruck – bejubeln jede Gelegenheit zur Deindustrialisierung in der Stadt, als wäre es das neue Urban Gardening. Verrückt. Sie plädieren für den Umstieg auf Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel und vergessen dabei, dass Hamburg keine flache Topografie aufweist wie Amsterdam. Doch diese Kalorie verbrennenden Alternativen sind nicht für jedermann lebenswert.
Es ist nichts Neues, dass die Hamburger Behörden kostspielige Pläne aus dem Ärmel schütteln. Einige von euch werden sich an die Idee einer autofreien Innenstadt erinnern. Ein Traum, der etwa so realistisch klingt wie Weihnachten am Karibikstrand. Die Wahrheit ist: Das Auto wird nicht verschwinden. Es bleibt das Rückgrat unserer Bewegungsfreiheit und verweigert stur den mantrahaften Verlockungen, die uns ahnungslos machen sollen.
Aber wie entwickelt sich die Luftqualität wirklich? Überraschenderweise auch ohne den massenhaften Individualverkehr nicht so besonders. Denkt man an all die Busse, die mit ihren infernalischen Dieselmotoren durch die Stadt wüten oder die Schiffe im Hafen, die mehr Emissionen ausstoßen als eine ganze Kolonne Autos bei der Rush-Hour. Hat irgendjemand daran gedacht? Sicherlich nicht die glühenden Befürworter einer grünen Transformation.
Die lokale Politik ermutigt Alternativen. Doch die Elektromobilität, die einstige Wundermittel, leidet unter wie sie ihre eigene Achillesferse entblößt: Reichweite. Die neuen Autobatterien mögen keine kalten norddeutschen Wintermorgen mehr als Eisverkäufer einen Mangel an Sonnenstrahlen. Realismus schlägt Idealismus, während wir in die Zukunft der Stadt blicken.
Am Ende bleibt der Duft von Freiheit, vermischt mit einem Hauch von Diesel. Das ist das wahre Aroma von Luft Hamburg. Wir sprechen von der Unfähigkeit, die Natur ihrer Brandung zu verwehren. Eine Stadt, die zwar in eine grünere Zukunft marschiert, aber nicht ohne abzuwägen, was das wirklich kostet. Zwischen utopischen Versprechungen und praktischen Realitäten ist Hamburg ein lebendiger Beweis, dass der Traum vom frischen Atem für alle schwerer erreichbar ist als einst angenommen.