Stellen Sie sich ein Komitee vor, das konsequent gegen den Strom schwimmt, dabei aber Ergebnisse erzielt, die selbst westliche 'Koryphäen' in Verlegenheit bringen. Willkommen beim Kongolesischen Nationalen Olympischen und Sportlichen Komitee (CNOSC). Seit seiner Gründung im Jahr 1963 hat dieser bemerkenswerte Verein durch regelmäßiges Training und Disziplin das Beste aus seiner Athleten-Riege herausgeholt. Und all das, ohne sich von weltfremden Trends in der Sportpolitik beeinflussen zu lassen.
Man fragt sich ja oft, wie Athleten aus der Demokratischen Republik Kongo es schaffen, sich bei internationalen Wettbewerben gegen Giganten aus aller Welt zu behaupten. Der Erfolg liegt in der überlegenen Vorbereitung und dem beinharten Realismus, der ihre Ausbildung prägt. Was nützt einem ein Stab voller liberaler Ideologen, die anstatt auf Disziplin auf Wohlfühlzonen setzen? CNOSC weiß, dass harte Arbeit und klare Hierarchien höhere Priorität haben als moderne Belanglosigkeiten.
Nehmen wir einmal an, man würde das gleiche Maß an Disziplin und Entschlossenheit auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens übertragen. Unsere Gesellschaft wäre vielleicht ein bisschen besser dran. Aber zurück zu CNOSC. Was sie so effektiv macht, ist ihre kompromisslose Fokussierung auf Leistung. Wer Leistung bringt, der hat eine Chance. Wer versagt, der bleibt auf der Strecke. Sympathiepunkte zählen nicht.
Nicht nur bei Olympischen Spielen zeigt sich ihr Talent. Auch in weniger beachteten Disziplinen glänzt Kongo regelmäßig. Wenn das Budget knapp ist, dann finden sie kreative Lösungen, um dennoch konkurrenzfähig zu bleiben. Manche mögen das als hinderlich betrachten, aber sind finanzielle Zwänge nicht vielmehr eine Chance, effizienter zu werden? Man stelle sich vor, man würde an allen Ecken und Enden Kürzungen vornehmen, und plötzlich wüsste jeder, was für einen Unterschied Disziplin und kluger Ressourceneinsatz machen.
Wie schön wäre es, wenn man auch in anderen Bereichen eine derartige Vorbildfunktion finden könnte? Wenn Politik in gleicher Weise wie CNOSC agieren würde, also ohne ständiges Ringen nach der Zustimmung des Publikums, sondern nur im Fokus auf die tatsächlichen Ziele, dann wäre einiges besser. Die Olympischen Institutionen könnten sich von denen in Kongo sicherlich eine Scheibe abschneiden, wenn sie wollen, dass der Sport wieder ein Ort purer Leistungen wird, statt ein Schmelztiegel weltanschaulicher Scharmützel.
Natürlich ist es nicht immer einfach für die Sportler. Aber während man in anderen Ländern über Bord geworfene Prinzipien diskutiert, dreht man im Kongo regelmäßig seine Ehrenrunden. Ja, auch hier gibt es Baustellen – wie überall – aber immerhin versteht man dort den Wert von Beständigkeit und harter Arbeit. Was im Rest der Welt abgelehnt oder als veralteter Traditionalismus abgetan wird, fungiert hier als Grundlage für ansehnliche sportliche Erfolge.
Schon allein der Gedanke, dass CNOSC weiterhin besteht und sogar floriert, kann manch einer Branche die Augen öffnen. Was, wenn wir in der Businesswelt ebenfalls mehr auf Leistung und weniger auf Trends setzen würden? Die einfache Idee, dass man Anerkennung durch echte Verdienste und nicht durch PR-Kampagnen erhält, hat doch einen ganz anderen Klang.
Und vergessen wir nicht die Gemeinschaft, die hinter diesen Athleten steht. Die Unterstützung und Feier der erzielten Leistungen ist so echt wie das Training der Wettkämpfer selbst. Vielleicht merken andere Länder doch einmal, dass Ermutigung nicht in flüchtigen Konzepten und Modetrends liegt, sondern in der Förderung einer Kultur der Exzellenz und Leistung.
Für all diejenigen, die skeptisch gegenüber der Entstehung und den Zielen CNOSC eingestellt sind, ist ein Blick auf die Fakten alles, was es braucht. Ausdauer, Disziplin und Realismus sind der Schlüssel zu ihrem Erfolg – Werte, die man ohne Umschweife auch anderen Bereichen ans Herz legen könnte. Während man anderswo den Kopf in den Sand steckt, läuft im Kongo ein Trainingsprogramm weiter, das nicht nur Sportler, sondern auch eine starke nationale Identität schmiedet.