Wer hätte gedacht, dass ein Film wie "Kilukkam Kilukilukkam" es schaffen würde, die selbsternannte kulturelle Elite, die uns überall erzählt, was wir zu mögen haben, aus der Fassung zu bringen? Im Jahr 2006 landete diese malayalamsprachige Komödie mit einer Mischung aus Humor, Romantik und Abenteuer in den Kinos und traf den Nerv des sogenannten 'einfachen Volkes'. Die Fortsetzung des beliegten Klassikers "Kilukkam" von 1991 bringt einen erfrischenden und witzigen Blick in die Welt des Entertainments, die wir alle brauchen.
Der Film spielt im malerischen Kerala – ein staatlicher Juwel, der selbst in der dialektischen Welt der politischen Spektren seine Schönheit behält. Unter der Regie von Sandhya Mohan und Produktion von V. A. Durai bringt "Kilukkam Kilukilukkam" eine illustre Mischung bekannter Schauspieler zusammen, darunter Mohanlal, Jagathy Sreekumar und Revathi, um nur einige zu nennen. Sie schaffen es, die Handlung mit einer Frische zu erfüllen, die so vielen modernen Produktionen fehlt.
Auf dem Gipfel der Freude und des Chaos findet sich die Geschichte von drei Freunden, die auf eine mysteriöse junge Frau stoßen, von der sie glauben, dass sie von ihrem Vater entfremdet ist, einem wohlhabenden Geschäftsmann. Ein klassisches Motiv, das in diesem Film jedoch in einem modernen Gewand präsentiert wird, entfaltet sich mit einer Geschicklichkeit, die einfach nicht ignoriert werden kann, sofern man sich nicht in einem ideologischen Elfenbeinturm verfangen hat.
Lasst uns die Diskussion genau dort ansetzen, wo sie viele am meisten fordert – an der Politik des Humors. "Kilukkam Kilukilukkam" lässt die 'politische Korrektheit' weit hinter sich und entschuldigt sich nicht für Gags, die jenseits der oberflächigen Akzeptanzgrenze des Medienmainstreams leben. Dieser Film versteht es, das Publikum zu unterhalten, ohne sich zu sehr um die pedantischen Kritiker zu scheren, die meinen, jedes Stück Unterhaltung müsse ein Manifest für gesellschaftlichen Wandel sein.
Die Schauspieler, allesamt Veteranen des Kinos, liefern eine Vorstellung ab, die den Zuschauern eine willkommene Pause vom monotonen Takt der gesellschaftlichen Behaglichkeit bietet. Mohanlal, ein Gigant des indischen Films, sorgt mit seiner Performance für wahre Magie, was in einem Jahrzehnt, das viel zu oft von anspruchsloser und banaler Unterhaltung überschwemmt ist, viel heißt.
Es gibt eine unbestreitbare Energie und Chemie zwischen dem Cast, die den Film dem Publikum näherbringt. Es ist genau dieser Charme, der ein Tribut an die Zeiten ist, als Unterhaltung allein als Zweck ausreichend war – ohne die heutigen moralischen Überlagerungen jeder Szene und Dialogzeile. Für viele ist das Beruhigung, für andere eine etwas willkommene Absage an die aufoktroyierte Ernsthaftigkeit der zeitgenössischen liberalen Kultur.
Wo "Kilukkam Kilukilukkam" den Nerv des modernen Publikums perfekt trifft, ist seine Hartnäckigkeit im Spaßhaben. Trotz Kritiken, die gewissenhaft darauf abzielen, Filme als Werkzeug der Sozialreform zu positionieren, bleibt dieser Film einfach seinem Genre treu. Lachen, Liebe und gelegentlicher Wahnsinn dominieren die Leinwand, und was ist so falsch daran? Schließlich war es das, was uns zu alten Kinolegenden hingezogen hat, ehe alles zu einer Plattform für endlose Debatten über die gesellschaftspolitische Bedeutung von Popcorn wurde.
Die Szenerie, die Musik und sogar die liebevolle Hommage an den Vorgängerfilm strahlen ein Gefühl von Nostalgie aus, das heute rar geworden ist. Für Fans des Originals bringt "Kilukkam Kilukilukkam" ein Stück ihrer Vergangenheit zurück, ohne den Druck, der bürgerlichen Welt wieder gerecht werden zu müssen. Die digitalen Effekte und die Produktion kommen hier zwar nicht an Hollywood heran, doch es ist genau diese Bodenständigkeit, die sehenswert ist.
Die Kinowelt scheint sich in zwei Lager gespalten zu haben – auf der einen Seite die Kritiker, die jede Komödie anhand ihrer Fähigkeit, gesellschaftliche Klischees zu zertrümmern, messen und auf der anderen Seite die einfachen Kinobesucher, die ein ehrliches Lachen genießen wollen, ohne sich später für ihren "schlechten Geschmack" rechtfertigen zu müssen. "Kilukkam Kilukilukkam" ist ein Film, der in all seiner Anstößigkeit vermutlich genau im richtigen Moment ankommt, um den ständigen Kreuzzug für soziale Gerechtigkeit im Reich der Unterhaltung in Frage zu stellen.
Zusammenfassend gesagt: "Kilukkam Kilukilukkam" ist ein Beleg dafür, dass das Publikum noch nach simpliciteren Freuden Ausschau hält. Trotz gesellschaftlicher und kritischer Barrieren zeigt dieser Film, dass er weiß, wie man die Menschen dazu bringt, für ein paar Stunden ihre Probleme zu vergessen, anstatt sie auf einen Podest der Selbstzensur zu stellen. Der Film ist eine ungenierte Feier des einfachen Humors - ein Kleinod in einer Welt, die zunehmend versucht, Unterhaltung zu einem Akt des politischen Widerstandes zu machen.