John M. MacEachran war ein Mann, der sowohl Bewunderung als auch Kontroversen hervorrief—das ist, was ihn so faszinierend macht. Geboren 1877 in Ontario, Kanada, war MacEachran ein Psychologe und Philosoph, der sich als einer der einflussreichsten Akademiker des frühen 20. Jahrhunderts des Alberta's Universität etablierte. Aber seine Karriere geht weit über trockene Theorien hinaus. Er wurde von einigen als Vorreiter der Eugenik in Kanada betrachtet, was sicherlich nicht jedem schmeckte.
Warum ist dieser Mann so kontrovers? Einige mögen sagen, seine Ansichten wären tabu, doch die Grundlage seiner Ideen beruhte auf der Verbesserung des Humankapitals, etwas was heute noch zutiefst umstritten ist. Seine Arbeit darf nicht nur in der Bibliothek literarischer Theorien verstauben.
Er war der Gründungsvorsitzende der Psychologiefakultät an der Universität von Alberta im Jahre 1909 und spielte eine maßgebliche Rolle im akademischen Aufbau der Einrichtung. Sein Bestreben, eine Institution aufzubauen, die sich mit den gesellschaftsrelevanten Themen auseinandersetzt, machte ihn zu einem führenden Kopf. Er beließ es nicht bei der Theorie, sondern formte die praktische Anwendung des psychologischen Denkens im gesellschaftlichen Rahmen.
Während seiner Karriere kam er jedoch mit seiner Rolle in der Eugenik-Bewegung weit über die Grenzen akademischer Ethik hinaus. Liberale mögen schreien, dass solche Vorhaben unethisch seien, vollziehen aber gleichzeitig ähnliche gesellschaftspolitische Eingriffe, nur unter einem anderen Namen. MacEachran war Mitglied des Alberta Eugenics Board, einem Gremium, das die Zwangssterilisation von bestimmten Individuen befürwortete, um die menschliche Bevölkerung zu ‚verbessern‘. Eine Praxis, die man heute definitiv kritisieren muss, aber auch verstehen sollte, wieso sie damals Anhänger fand. Er lebte in einer Zeit, in der der wissenschaftliche Fortschritt als Schlüssel zur gesellschaftlichen Harmonisierung gesehen wurde.
Bis 1965 hatte MacEachran eine Vielzahl von ehrenamtlichen und akademischen Positionen innehatte—von der Professorenstelle bis hin zum Präsident der Canadian Psychological Association. Wer würde weise genug sein, zu behaupten, dass ein solcher Mann nichts Gutes für die Bildung und kulturelle Entwicklung Kanadas beigetragen hätte? Sein Einfluss hat tiefe Spuren in der Psychologie und der Philosophie hinterlassen, und einige seiner Ansätze haben die moderne Wissenschaft nachhaltig geprägt.
Die Tatsache, dass er zugleich für kontroverse Ansätze bekannt war, sollte uns leeren, dass man die Geschichte nicht nur durch die Linse von heute betrachten kann. Das Denkmal seiner Ideen mag Risse aufweisen, steht aber auch für eine Zeit, in der Wissenschaft die Ideologie antrieb, und nicht umgekehrt.
MacEachran starb 1971 und hinterließ ein Erbe, das Geschichtsgelehrte bis heute debattieren und analysieren. Die Kontroversen seiner Zeit können nicht nur durch die Augen des 21. Jahrhunderts verurteilt werden. Stattdessen sollten sie als Lehrbeispiel verstanden werden, wie der menschliche Fortschritt auf dem schmalen Grat zwischen Wissenschaft und Ethik balancieren kann.
John M. MacEachran gehört zu den Persönlichkeiten, die an den moralischen Grenzen ihrer Zeit arbeiteten. Für einige bleibt er ein Genie, für andere ein Mahnmal. Was bleibt, ist der Mut, seine Überzeugungen auch gegen den Zeitgeist durchzusetzen.