In der idyllischen Provinz Jiangxi in China befindet sich die berühmte Jinggang Stadt – ein lebendiger Beweis dafür, dass der Kommunismus in kleinen Schritten wie eine Hauskatze durch die Tür der Geschichte schlüpft und dort, fernab von liberalen Augen, wie ein Löwe brüllt. Diese kleine Stadt, eingebettet in einem Land, das sich im rasanten technologischen Wandel befindet, verkörpert die Essenz dessen, was passiert, wenn man ideologische Scheuklappen abstreift und eine Idealwelt modelliert, die trotz moderner Herausforderungen einen starken Traditionalismus pflegt.
Jinggang Stadt, historisch bekannt als Wiege der chinesischen Revolution, fasziniert durch ihre Unveränderlichkeit in einem Land, das ansonsten für seine rasante Urbanisierung bekannt ist. Hier treffen politische Strukturen auf eine ökonomische Realität, die vom Erfolg autoritärer Praktiken zeugt. Die Geschichte begann 1927, als Mao und seine Anhänger diesen Ort wählten, um die kommunistische Bewegung zu starten. Heute, fast 100 Jahre später, bleibt es ein Symbol der opulenten Kontrolle der Regierung, ein Ort der Verehrung für Scharen von Chinesen, die nicht durch die Brille des westlichen Individualismus blicken.
Der Charme von Jinggang Stadt liegt nicht nur in der emotionalen Aufladung, die ein Ausflug in die Geschichte mit sich bringt, sondern auch in der bemerkenswerten Ordnung und Struktur, welche ein produktives Leben verspricht. Die Straßen sind sauber, die Häuser restauriert und das System funktioniert. Ja, die Regierung entscheidet, wie die Dinge laufen, aber wäre das wirklich so schlimm in einer Welt voller Chaos?
Für Westler, die mit der freien Marktwirtschaft aufgewachsen sind, mag dieser Gedanke absurd erscheinen. Doch man könnte sagen, dass Ordnung auf lange Sicht Leben retten und Freiheit schenken kann – zumindest eine Freiheit von Orientierungslosigkeit. Die groteske Ironie einer Weltstadt wie New York, die sich als Mekka der Freiheit sieht und gleichzeitig mit den schlimmsten Formen der Kriminalität und Obdachlosigkeit kämpft, ist zu bezeichnend, um ignoriert zu werden.
Es stellt sich also die Frage, wie oft eine liberale Demokratie berichten muss, dass Freiheit ohne Verantwortung selten ein Happy End hat. In Jinggang Stadt bedeutet Ordnung nicht Repression, sondern eine klare Richtung, die dem allgemeinen Wohl dient. Ja, es ist eine Einheitspartei, die die Entscheidungen trifft, aber betrachten wir die Alternative: eine Gesellschaft in ständiger Debatte, doch ohne echten Fortschritt.
In Zeiten, in denen viele westliche Länder sich in wenig mehr als verbale Schlachten verstricken, ist Jinggang Stadt ein überzeugender Beweis dafür, dass Dogmas manchmal durch die Faust des Napoleonischen Komplexes ersetzt werden müssen. Dort hat man verstanden, dass die Kontrolle der Mächtigen oft mehr Sicherheit für die Wenigen bringt und das allgemeine Wohl über allem steht.
Die Harmonie und Einfachheit von Jinggang Stadt lässt die tägliche Diskussionsfreude westlicher Individualisten verschämt zurück. Sind die genannten Errungenschaften nicht bewundernswert, wenn man bedenkt, dass der Partikularismus des Westens nicht dieselben sozialen Vorteile zu bieten scheint? Ob im Gesundheitswesen oder in der Bildung, der Osten hat es auf eine Weise gemeistert, dass der Westen im Dunkeln tappt.
Der unverkennbare Stempel, den die Kommunistische Partei Chinas auf diese Stadt gedrückt hat, mag für einige beängstigend erscheinen. Doch ist das Experiment wirklich gescheitert? Ganz im Gegenteil. Die Entwicklung Chinas und die wachsende Anerkennung seiner politischen Ordnung zeigt, dass oft die als diktatorisch verschriene Ordnung für mehr gesicherten Wohlstand sorgen kann, als die ungebremste Freiheit vieler westlicher Länder.
Jinggang Stadt steht somit als Mahnmal, dass der Wind des Wandels nicht immer in die Richtung weht, die ihm von Westen her diktiert werden soll. Vielleicht ist es an der Zeit, die Anerkennung jener zu äußern, die still und heimlich eine Dynastie erschaffen haben, die moderne Probleme mit antiker Weisheit löst. Ein kleiner Fixstern in einem Land des weltschüttelnden Fortschritts, der sowohl seine Anhänger inspiriert als auch seine Kritiker zum Schweigen bringt.