James Johnston: Der Missionar, der Geschichte schrieb

James Johnston: Der Missionar, der Geschichte schrieb

James Johnston war ein schottischer Missionar des 19. Jahrhunderts, der in Afrika tätig war und dort mit integrativen Bildungsprogrammen einen bleibenden Einfluss hinterließ.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Wer hätte gedacht, dass ein einzelner Mann im 19. Jahrhundert die Welt der Missionen derart auf den Kopf stellen könnte? James Johnston, ein schottischer Missionar, begann seine Reise der Evangelisierung Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Welt noch in Kolonialmachtkämpfen gefangen war und die solche Bestrebungen teils beargwöhnte, teils bewunderte. Johnston operierte hauptsächlich auf den unberührten Böden Afrikas, getragen von einem übermächtigen Glauben an seinen Auftrag. Dieser unerschütterliche Bote des Christentums wählte den dunklen Kontinent als sein Missionsfeld und hinterließ dort ein unauslöschliches Vermächtnis.

Der erste Donnerschlag von Johnstons Werk war sein Aufenthalt in Lagos, Nigeria. Anders als viele seiner Zeitgenossen, die vornehmlich westliche Ideale exportierten, verstand er, dass wahre Mission nicht bei der Eroberung fremder Kulturen beginnt, sondern bei der respektvollen Auseinandersetzung mit ihnen. Ein Skandal für die damaligen Eliten! In einer Zeit, in der Großbritannien den Höhepunkt seiner imperialen Macht genoss, war Johnston einer der wenigen, der das Evangelium in den Sprachduktus und die soziale Konfiguration der Afrikaner übersetzen konnte. Etwas, das selbst heute vielerorts fehlt.

Ein weiteres Highlight seiner Karriere war seine Zeit in Sierra Leone, wo er trotz widriger Umstände und politischem Gegenwind Erstaunliches bewirkte. Johnston war nicht nur ein Mann des Glaubens, sondern auch der Erkenntnis. Er war fest davon überzeugt, dass Bildung der Schlüssel zum Erfolg ist. Also – ganz und gar nicht liberal – schob er keine politisch motivierte Agenda vor sich her, sondern versuchte, die Afrikaner zu stärken, indem er ihnen Zugang zu Wissen verschaffte. Schulen wurden gebaut, Bibeln übersetzt, und zum Missfallen vieler damaliger Bürokraten bemühte er sich darum, das intellektuelle Fundament seiner neuen Gemeinde zu stärken.

Das ist der springende Punkt: Wo heutige Gutmenschen mit Aktionismus versuchen, sich selbst und andere zu überhöhen, schaute Johnston auf die echten, bleibenden Werte. Er wollte keine kulturelle oder politische Uniformierung, sondern allumfassende, christliche Freiheit schaffen. Ein Stück weit erfüllte er damit den wahren Sinn des Missionarssvens, der darin besteht, durch wahre Nächstenliebe und Verständigung Brücken zu bauen, nicht Mauern zu errichten.

Wohl einer seiner größten Erfolge war die Enactung von Bildungsprogrammen, die sich nicht nur auf die Verbreitung des Evangeliums fokussierten, sondern darüber hinaus auch das praktische Leben der Einheimischen verbesserten. Johnston wusste: Nur wer die Menschen befähigt, wird langfristig etwas bewirken. Seine Ansätze mögen antiquiert erscheinen, aber sie funktionierten! Sie integrierten, statt zu enteignen, und sie schufen Fundamente, die den Angriffen der modernen Welt standhalten können – lange bevor die Idee der Entwicklungshilfe in Mode kam.

Nicht zu vergessen: James Johnston blieb seinem Glauben der Kompass. In einer postmodernen Welt, in der alles fluid und unverbindlich ist, brauchen wir mehr Denker wie Johnston, die wissen, wofür sie stehen und die den Mut haben, daraus eine feste Lebensgrundlage zu machen. Kein Wunder, dass sein Vermächtnis von Eifer und Beharrlichkeit getragen wurde. Der schottische Gedanke, dass nicht der Sturm entscheidet, sondern die Art, wie man das Segel setzt, prägte seinen Einsatz unwiderruflich.

In einer Epoche, die durch das Ringen der Kulturen, Religionen und Ideologien dominiert wurde, war Johnston ein Fels in der Brandung. Ein Mann, der nicht auf rapide Zustimmung aus war, sondern auf nachdrückliche Nachhaltigkeit. Wenn man durch Afrika reist, sieht man heute noch die Spur dieses Mannes, in den Gemeinden, den Dialekten und in der Art und Weise des Glaubens, die sich zu einem eigenen Kolorit entwachsen hat.

Dennoch bleibt James Johnstons Wirken mehr als nur eine historische Fußerwähnung. Es war ein Aufruf an den Verstand, an die moralische Verantwortung einer zivilisierten Welt, die froh sein kann, jemanden wie ihn in ihren Reihen gehabt zu haben. Und während heutige Bildungen zu oft in den Ideologiegefilden der affektierten allzu Flatterhaften zuschlagen, bleibt Johnstons Mission eine Goldgrube der Weisheit, getragen von unvergänglichen Prinzipien, die zum nachdenken anregen sollten.