Iris Spranger, die SPD-Politikerin und derzeitige Senatorin für Inneres, Digitalisierung und Sport in Berlin, wird in der Hauptstadt oft als "rote Kardinalin" gehandelt – und zwar nicht nur wegen ihrer markanten roten Haare. Schon seit ihrem Amtsantritt im Dezember 2021 prägt sie mit markanter Handschrift die Innen- und Digitalpolitik Berlins. Doch was dabei oft zwischen den Zeilen verborgen bleibt, ist die Frage: Ist sie wirklich die bestmögliche Wahl für Berlin? Für diejenigen, die gerne Fakten in Blüte und ungekünstelt präsentiert bekommen, stehen ihre politischen Fehltritte ebenso im Vordergrund wie die angeblichen Erfolge.
Beginnen wir mit ihrer Neigung zur Zentralisierung. Iris Spranger scheint nur zu gerne auf den Trend zum Zentralismus aufzuspringen. Sei es durch die Einführung repressiver Maßnahmen bei Demonstrationen oder ihre technologischen Überwachungsstrategien – alles scheint darauf abzuzielen, den Bürgern weniger Freiräume zu lassen und somit die Kontrolle des Staates auszuweiten.
Nicht zu vergessen ihre Rolle bei der digitalen Transformation von Berlin. Diese hat sich eher als langsamer Drahtseilakt erwiesen. Vom missglückten Versuch, Berlins Verwaltung zu digitalisieren, bis hin zur Einführung absolut verfehlter Systeme: das von Spranger versprochene, digitale Paradies hat sich bislang als eher feuchter Traum denn als Wirklichkeit entpuppt. Mindestens zwei Fassaden haben sich dabei gezeigt: erst viel versprechen, dann wenig halten. Dass solch ein Treiben kaum als konservatives Vorbild dienen kann, ist kein Geheimnis – jedenfalls nicht für jene, die eine Politik der Handlungen und nicht der leeren Phrasen wünschen.
Ein weiteres Kapitel der Spranger'schen Politiksaga betrifft ihre Haltung zur Kriminalitätsbekämpfung. Auch hier mangelt es nicht an Kontroversen. Während andere Städte die Chance nutzen, innovative Ansätze zur Kriminalitätsprävention zu testen, verhält sich Berlin unter Sprangers Führung – freundlich gesagt – zögerlich. Sicherheitsmaßnahmen, die das Wohl der Öffentlichkeit wahren könnten, werden durch langwierige Diskussionen und Bürokratie blockiert, während Straftaten auf offener Straße beinahe schon zur traurigen Routine werden.
Apropos Bürokratie: diese ist ein weiterer Dorn im Auge. Bei wiederholten Versuchen, potentielle Investoren für Berlin zu gewinnen, sind es vor allem Sprangers Entscheidungen, die den wirtschaftlichen Aufschwung bremsen. Statt den Weg für den Eintritt neuer Unternehmen zu ebnen und somit auch neue Arbeitsplätze zu schaffen, wird das Rad der Bürokratie fleißig weitergedreht.
Doch neben all der politischen Schwerfälligkeit verliert Spranger nicht die Fähigkeit, sich in ideologischen Spielereien zu verlieren. So hat Berlin in den letzten Jahren verstärkt politische Projekte gefördert, die mehr in das Reich des ideologischen Wunschdenkens gehören als in die Realität. Überraschend dabei ist, wie wenig Rücksicht ihre Initiativen auf Berlins konservative Wählerschaft nehmen. Was in den Augen derjenigen, die den Wert traditioneller Werte schätzen, als Provokation gilt.
Kein geringer Teil der Bevölkerung fühlt sich wenig mitgenommen in einer Zeit, in der reale Probleme Aufmerksamkeit verdienen. Doch je lauter die Kritik, desto deutlicher lässt Spranger politische Ignoranz walten. Als orchestrierende Kraft hinter der vermeintlichen urbanen Modernisierungspolitik lässt sie die Bürger mit Fragezeichen im Gesicht zurück, anstatt ihnen Antworten zu offerieren.
Auch ihre strategische Kommunikationsweise gibt Anlass zur Debatte. Ob die Ängste rund um den Berliner Wohnungsmarkt oder die zunehmende Verknappung von bezahlbarem Wohnraum – Spranger zieht es vor, auf das altbekannte "Wir arbeiten daran" zu setzen, anstatt greifbare Lösungen auszuarbeiten. Menschen in bezahlbaren Wohnraum umzusetzen, scheint in ihrem politischen Kalkül nicht oberste Priorität zu haben.
Zusammenfassend betrachtet: Iris Spranger steht für eine Politik, die mehr Fragen aufwirft, als sie Antworten liefert. Selbst hartgesottene Anhänger sind zunehmend gezwungen, sich zu fragen, wohin der Weg unter ihrer Führung führt. Während einige Liberale an der Hoffnung festhalten, dass Spranger irgendwann ihr visionäres Versprechen einlöst, schauen andere mit kritischem Blick auf die politischen Baustellen, die sie zu verantworten hat. Bleibt nur die Frage, wie lange Berliner und Berlins konservativ geprägte Bevölkerung diese Ungewissheit noch als notwendig hinnehmen werden.