Es gibt diesen kleinen Fleck auf dem Globus, namens Darfur, von dem niemand zu reden scheint, obwohl über 400.000 Menschen gestorben sind. Zuhören, das ist die Realität. Die Geschichte beginnt, als die Region Darfur, im Westen des Sudan gelegen, im Jahr 2003 zum Schauplatz eines grausamen Konflikts wurde. Die sudanesische Regierung und regierungsnahe Milizen, bekannt als Janjaweed, haben dort das, was man als Genozid bezeichnen kann, umgesetzt. Über 2 Millionen Menschen wurden vertrieben, und dennoch verblieb der Aufschrei oft in der Schwebe. Der Westen schaute weg, oder noch schlimmer, ignorierte die Tragödie, während die Augen auf andere globalere Schlagzeilen gerichtet wurden.
Die Medienlandschaft, so gerne sie sich auch als Wahrheitsverkünder aufspielt, verbirgt Darfur, als wäre es ein gut gehütetes Geheimnis. Nicht weil die Geschichte uninteressant ist, sondern weil die politische Landschaft es nicht für wert hielt. Internationale Organisationen wie die UNO haben ihre Resolutionen geworfen wie Konfetti, aber konkrete Maßnahmen? Fehlanzeige! Die Opfer von Darfur versinken in einem Meer aus Worten und Resolutionen, ohne auch nur einen Tropfen Hoffnung zu spüren.
Weniger als ironisch ist die Politik der Großmächte, die auf der großen Bühne stets Verantwortung beschwören, aber vor Ort nur Schulterzucken zeigen. Der Grund? Rohstoffvorkommen, geopolitische Interessen, und das allgemeine Chaos zu fördern, scheint viel angenehmer, solange es nicht auf heimischen Böden klopft.
Die westlichen Staaten sind nicht unschuldig. Viele klopfen sich auf die Schulter, weil sie die humanitären Bewegungen unterstützen; man schickt Spenden und veranstaltet Galas, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Doch reden wir hier mal Tacheles! Wie soll das nackte Überleben durch Champagner und Applaus gerettet werden? Es sind Aktionen auf dem Papier, die keine Konsequenzen haben. Währenddessen setzen sich Menschen vor Ort für ein Stück Ruhe und Sicherheit ein und werden dabei von der eigenen Regierung gewaltsam verfolgt.
Es fällt auf, dass kaum jemand hinsieht, wenn es nicht gerade darum geht, die Moralkeule zu schwingen, um erneut die westlichen Werte zu proklamieren. Aber was ist mit den wahren Konsequenzen? Die regionale Instabilität, die durch diesen Konflikt verursacht wurde, spricht Bände. Es geht nicht nur um Machtkämpfe und militärische Intrigen. Es geht um Menschenleben, die im Machtkarussell geopfert werden.
Die Hilfsorganisationen – die tatsächlichen Vorort-Kämpfer – strampeln um jeden Zentimeter Fortschritt und oft mit leeren Händen. Ihre Präsenz ist jedoch meistens eine Schande für die, die das Sagen haben und des Failed States-Management ignorieren. Wen interessiert es schon, was in Darfur geschieht, solange die Börse rot sieht und die Schuldzuweisungen im Sicherheitsrat beim häuslichen Wohlstandsfrühstück untergehen?
Es wird Zeit, die rosarote Brille abzunehmen und der Realität ins Auge zu blicken. Die Katastrophe von Darfur ist ein Armutszeugnis. Während einige große Politik betreiben, leben andere in Trümmern. Und ja, das sind die eigentlichen Akte zu bekennen, während die Opfer von Darfur mit ihren Wortlosen Schreien den vermeintlichen Westen in Zaum halten.
Die Realität dieser Tragödie erstreckt sich über vieles, was oft verschwiegen wird. Die wirtschaftliche Ausbeutung, ethnische Säuberungen, die man eben nicht so gerne in der Nachmittagsvorstellung im Fernsehen betrachtet. Die Mörder kommen dabei ungeschoren davon, weil schlichte Antworten nicht immer die richtige Lösung für komplexe geopolitische Puzzles darstellen.
Es ist nun Zeit, aufzuwachen und zu begreifen, dass der Konflikt in Darfur mehr als nur ein schwarzer Fleck in der Geschichte ist. Er ist ein Mahnmal dafür, was passiert, wenn anständige Maßnahmen versäumen zu wirken und Geschehen zu Völkerschauen werden, die nie enden.