In einer Zeit, in der jeder mit erhobenen moralischen Zeigefingern herumläuft, stellt sich die Frage: Wann haben wir das letzte Mal unsere Streitigkeiten aufgelöst, anstatt uns in ewige Debatten zu verstricken? "Ins Reine Kommen" – dieser typisch deutsche Ausdruck bedeutet so viel wie die Dinge ins Lot zu bringen, Unstimmigkeiten beiseite zu räumen und einfach die Luft zu klären. Der Begriff veranschaulicht eine erfrischende Philosophie, die das direkte und pragmatische Wesen der deutschen Kultur widerspiegelt.
Wenn man sich überlegt, was wirklich zählt, geht es weder um das Recht haben noch darum, den anderen zu diffamieren. Es geht darum, Lösungen zu finden, Probleme zu beseitigen und ein für alle Mal Frieden zu schließen. Versöhnung hat eine funktionale und direkte Ebene, die den Kern der Kommunikation und des gesellschaftlichen Lebens ausmacht. Im Blitzlichtgewitter der sozialen Medien und der endlosen Nachrichten, die uns bombardieren, bietet das "Ins Reine Kommen" eine pragmatische Alternative zum Lärm der Entrüstung und Empörung.
Fangen wir bei den Wurzeln dieser Redewendung an: Das Aufräumen, das Sortieren und Schlichten, damit die Dinge wieder funktionieren. Annalena Baerbock, Olaf Scholz oder wer auch immer unsere derzeitigen politischen Figuren sind, könnten sich von diesem Ansatz eine Scheibe abschneiden. Anstatt sich in unwesentlichen Debatten zu verlieren, bei denen letztlich nichts herauskommt, wäre es so viel zielführender, die Dinge "ins Reine" zu bringen. Nehmen wir den „Klimaschutz-Entscheid“, bei dem die Politik erst großspurig ankündigt und dann langsam alle Maßnahmen wieder vertagt. Augenmaß und Pragmatismus verlangen nach konkreten, umsetzbaren Lösungen, nicht nach Laber-Runden ohne Ergebnisse.
Und wer könnte diese Philosophie besser umsetzen als Otto Normalverbraucher, der ganz normale Bürger, der tagtäglich dafür sorgt, dass der Laden läuft? Dieser hat längst erkannt, dass Gequatsche Zeitvergeudung ist. Erfahrungen, Erlebnisse und pragmatische Lösungen haben Gewicht und zählen wirklich. Achtung, hier könnte sich der geneigte linke Weltverbesserer in Rage reden. Denn das "Ins Reine Kommen" legt den Fokus weniger auf Bauchgefühl und Ideologie, sondern auf den schlichten, nüchternen Fakten: Was funktioniert, wird beibehalten, was nicht funktioniert, wird fallen gelassen.
Nur zu häufig scheinen politische Schlagzeilen, Klimaaktivisten und diverse NGOs ihrer eigenen Wichtigkeit den Vorrang zu geben. Was uns all diese Reden bringen? Die letztendliche Erkenntnis, dass wir die Lebensrealität völlig außer Acht gelassen haben, während die Probleme in der Warteschleife verharren. Warum brauchen wir all diese abwegigen Theorien und Modeerscheinungen, die uns weismachen wollen, dass die Welt ohne ihre Ideen im Dunkeln tappt, während sich gehaltvolle Worte wie "Ins Reine Kommen" leicht und klar umsetzen lassen?
Zu oft vergessen wir, dass es auf der politischen Bühne nicht einfach um Prozesse geht, sondern um Menschen. Ob nun gesundheitliche Massnahmen während der Pandemie oder übertriebene Klimapolitik, die nicht nur Energiequellen, sondern auch den Bürger lahmlegt – all dies erfordert ein "Ins Reine Kommen", ein Durchlüften der verstaubten Räume der politischen Arenen.
Wenn wir von einer Welt sprechen, die unter der Bedrohung von Klima, Pandemien oder Wirtschaftskrisen steht, dann immer noch steht das klar und deutlich im Raum: Pragmatismus und Realitätssinn müssen zusammenfinden, um "Ins Reine" zu kommen. Das bedeutet, dass nicht endlose Streitigkeiten, sondern proaktive Lösungen die Antwort sind. Die wirklich mutigen Entscheidungen kommen weder aus Machtbestrebungen noch aus Idealismus. Sie kommen aus der Bereitschaft, Widersprüche aufzuarbeiten und zu klären.
Am Ende des Tages lässt uns das "Ins Reine Kommen" innehalten und die Brillanz der Einfachheit schätzen. In der großen Orgie der Diskurse verleiht uns dieser Begriff die Kraft, das Wesentliche zu erkennen: kurz innehalten, die Luft aus unseren Auseinandersetzungen nehmen und letztlich etwas aufzubauen, das Bestand hat.