Stellen Sie sich vor, Sie sitzen gemütlich in Ihrem Lieblingsrestaurant, als auf einmal ein scheinbar unschuldig wirkendes Gesetz wie Initiative 77 beschlossen wird, das die Gastronomiebranche aus den Angeln hebt. Initiative 77 wurde 2018 in Washington D.C. verabschiedet und zielte darauf ab, das Lohnsystem für gekippte Arbeitnehmer von einem bei 3,89 USD pro Stunde festgelegten Mindestlohn auf den vollen Mindestlohn von 15 USD anzuheben, wobei die Arbeitgeber den Unterschied zahlen sollten, wenn Trinkgelder dies nicht ausgleichen. Diese Initiative sorgte für Aufsehen und erhitzte die Gemüter wie ein zu heißer Kaffee in einem Pappbecher. Hier ist, warum dies ein gigantisches Problem ist.
Atemberaubende Naivität: Die Idee klingt charmant, nicht wahr? Höhere Löhne für hart arbeitende Kellner und Barkeeper. Aber die Realität ist freilich etwas komplexer. Unsere Wirtschaft funktioniert nicht im luftleeren Raum von Idealvorstellungen. Viele Unternehmen könnten die Mehrkosten durch höhere Preise oder Kürzungen bei den Arbeitsstunden kaum ausgleichen.
Kollision mit dem gesunden Menschenverstand: Gäbe es da eine unerschrockene Kraft, die Liberal gesinnte Politiker auf ihren wahnwitzigen Irrweg aufmerksam macht, wäre unser Leben einfacher. Die Prämisse von Initiative 77 wirkt, als stamme sie aus einem utopischen Märchenbuch. Das Konzept der freien Marktwirtschaft scheint diesen Tagträumern völlig fremd zu sein.
Negative Auswirkungen auf die Mitarbeiter: Man reizte die Arbeitnehmer mit dem Versprechen höherer Löhne, ignorierte jedoch die ungewollten Konsequenzen. Es wird Mitarbeitern geschadet, weil viele ihre Einnahmen durch Trinkgelder ausgleichen. Die Wahrscheinlichkeit besteht, dass viele von ihnen letzten Endes sicher nie auf die 15 USD pro Stunde kommen, wenn Arbeitgeber anfangen, die reduzierten Gehälter rigide durchzusetzen.
Zurück zur wirtschaftlichen Stonehenge-Ära: Das Konzept der Trinkgelder existiert aus einem guten Grund. Es bietet eine flexible Einkommensquelle für Servicemitarbeiter. Mit Initiative 77 sind wir Zeugen einer wirtschaftlichen Archäologie-Übung, die versucht, ein längst bewährtes System in einen steinzeitlichen Zustand zurückzuversetzen.
Ein (wieder einmal) fehlgeleiteter Versuch von Oben: Washington D.C., ein Ort, der von Regierungsentschlüssen förmlich überquillt, implementiert eine solche Veränderung von oben herab, fern von den realen Bedürfnissen der betroffenen Menschen. War der Rest der Nation nicht wild genug auf hochtrabende Experimente?
Profitorientiertes Schattenboxen: Gastronomen bekommen kräftig eins aufs Geldbörsel. Die Kosten steigen, während der Anreiz sinkt, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Unternehmer, die bereit sind, Arbeitsplätze zu kreieren, werden stattdessen in die Rolle von Zuschauer gezwungen, als die lahme Pantomime der wirtschaftlichen Vernunft weiter entfaltet wird.
Rationierung des Erfolgs: Königliche Anmaßung, Gesetze zu erlassen, die wirtschaftlich gewinnbringende Erfolge zu Torheiten erodieren. Initiative 77 beraubt zahlreiche Unternehmer der Möglichkeit, ihre Erfolge durch Marktdynamik gestalten zu lassen.
Trugschlüsse und Betriebsblindheit der Macher: Positive Effekte für die gesamte Belegschaft - Wunschdenken! Die Machenschaften von Bürokraten und das in Flammen steckende Streben, alles regulieren zu müssen, vernebeln perspektivische Einsichten.
Schuss ins eigene Knie: Ironischerweise könnte die Auswirkung von Initiative 77 auch dazu führen, dass genau die Leute geschädigt werden, die sie zu schützen versprach: die Arbeitnehmer. Wenn Jobs wegrationalisiert werden, ist das Endresultat für einige Arbeitskräfte weit ausgesetzter, als zuvor.
Zündschnur für weitere Verrücktheiten: Wenn man anfängt, die wirtschaftlichen Zusammenhänge gewaltsam umzumodeln, ohne die Konsequenzen einzuschätzen, kann das schnell zum Flächenbrand für weitere, ähnlich gelagerte Experimente führen. Maß und Ziel sind wohl für immer gestrichen.
Initiative 77 präsentiert eine Welt, in die manchenkreative, linksliberale Köpfe eintauchen möchten, ohne die realistischen Konsequenzen im Hier und Jetzt zu berücksichtigen. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein unerprobtes Konzept mehr schaden als nützen kann. Sie gibt Anlass zur Frage, wie weit wir bereit sind, den freien Willen des Marktes durch künstliche Interventionen zu ersetzen.