Wer hätte gedacht, dass eine kleine Ecke von Connecticut so viele Lektionen über das traditionelle amerikanische Leben bieten könnte? Im romantischen und historischen Viertel Georgetown, etabliert Mitte des 19. Jahrhunderts, trifft die Essenz der Vorväter auf das beschauliche Leben von heute. Georgetown, ein verlassener Geheimtipp, bietet nicht nur Landschaften und Charme, sondern auch eine gesunde Prise Geschichte. Es stellt sich die Frage, warum mehr Menschen nicht hierher sehen, um zu erleben, wie man wirklich in Freiheit und Wohlstand lebt.
Noch bevor man eine der Kopfsteinpflasterstraßen entlangschlendert, merkt man die subtile Zurückweisung all dessen, was die linke Seite des politischen Spektrums so gerne als „Fortschritt“ bezeichnet. Hier findet kein selbstbezogenes Gejammer über energieraubende Großstädte statt, sondern eine Feier der lokal gewachsenen Gemeinschaft. Georgetown ist das pure Beispiel dafür, wie kleine Gemeinden sich selbst versorgen und stetig wachsen können, ohne von höherer Stelle reguliert zu werden.
Die Architektur in Georgetown spricht Bände von einer Zeit, in der Amerikaner stolz darauf waren, Qualität zu schaffen. Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wurden sorgfältig bewahrt und vermitteln den Eindruck, dass man in der Zeit zurückgereist ist. Diese sorgsame Erhaltung zeigt, dass man Respekt vor der eigenen Vergangenheit haben kann, ohne dabei von den Wellen der globalen Homogenisierung in den Abgrund gezogen zu werden.
Die Einführung der Lowell-Kanone, der Dampfmaschinen und später der Kanalisierung half, eine blühende Siedlung zu entwickeln. Ja, die industrielle Revolution war eine gute Sache, und sie begann hier! Für die Landflucht all jenen, die sich von urbanem Getöse befreien wollten, bot Georgetown ein Refugium. Die Schönheit ist, wie die Menschen die Balance zwischen Fortschritt und dem Bewahren ihrer natürlichen Umgebung fanden.
Ein Spaziergang durch den Weir Farm National Historic Site veranschaulicht dies perfekt. Dieser historische Bauernhof steht für das künstlerische Erbe der Region und für den Stolz auf eine Vergangenheit, die müsse dazu inspiriert, immer besser zu werden. Dies ist wahrer Kunstsinn, nicht die „moderne Kunst“, die uns versucht zu erklären, dass ein geschreddertes Stück Papier einen Wert hat.
Und dann sind da natürlich die Menschen von Georgetown. Weit entfernt von den schrillen Geräuschen der Massenproteste und Vorstadtrevolten ist Georgetown ein Ort, an dem man sein Brot durch ehrliche Arbeit verdienen kann. Selbstständigkeit wird hier gelebt und geschätzt; man upcycelt durch lokale Produktion anstatt durch träge Importnetzwerke. Die Familienunternehmer tragen zu einem robusten Binnenmarkt bei, der stabiler nicht sein könnte.
In den zauberhaften Antiquitätenläden und Bäckereien versteckt sich der wahre Charakter dieser beeindruckenden Gemeinde. Anders als bei den globalen Marken von der Stange, befinden sich in den Regalen waschechte, handgemachte Produkte. Menschen kaufen hier nicht, weil ihnen irgendwie die Freiheit des Konsums diktiert wird, sondern weil sie es wollen. Der Markt regelt hier wirklich noch selbst, ein Konzept, das viele vergessen haben.
Georgetown zeigt, wie man in Gemeinschaft leben kann, ohne die individuelle Freiheit zu opfern. Die Kinder spielen auf den Straßen ohne die Regeln eines überbordenden Nanny-Staates und lernen Werte, die man anderswo verlernt hat. Kein Wunder, dass Familien hierherziehen, weil sie wollen, dass ihre Kinder in einem Umfeld aufwachsen, das Stolz und Eigenverantwortung lehrt.
Natürlich wird unter den Gebildeten oft ignoriert, dass auch der einfache Landarbeiter im Land der Möglichkeiten genau weiß, was er tut. Man fragt sich, ob der liberale Zeitgeist dies jemals verstehen würde. Denn in Georgetown lebt Kultur, nicht als Museum, sondern als lebendige tägliche Erfahrung.
Am Ende eines Tages in Georgetown fährt man nach Hause mit dem beruhigenden Gefühl, dass irgendwo auf dieser weiten Welt das Gute siegt. Es gibt immer noch Orte, die eine Auszeit bieten von der „Ich-Zuerst“-Mentalität unserer Zeit. Georgetown zeigt, dass Erfolg ohne erzwungene Gleichheit möglich ist. Wer dachte, Amerika sei vergangen, hat Georgetown wohl nie erlebt.