Hiroki Katoh, ein Name, der Automobilfans die Haare sträuben lässt und im selben Atemzug echte Begeisterung auslöst. Warum? Weil dieser japanische Rennfahrer das erledigt, was viele heute verpassen: Er bringt die Kunst des Fahrens zurück auf die Straße. Katoh, geboren am 26. Dezember 1968 in Kizugawa, Japan, hat seit den späten 1980er Jahren die Rennstrecken der Welt unsicher gemacht. In einer Zeit, in der Fahrer mehr als nur geschickt sein mussten, sondern auch einen ausgeprägten menschlichen Tastsinn fürs Auto benötigten, fuhr Katoh mit dem Mut zum Risiko.
Wenn jemand ein Meister fürs Überholen ist, dann ist es Hiroki Katoh. Zahlreiche Rennen in der Formel Nippon und der Super GT Serie zieren seine Karriere. Und ja, er ging sogar beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans an den Start. Wer jetzt denkt, das sei nur eine kleine Randnotiz wert, der täuscht sich gewaltig. Denn in einer von Technologie dominierten Rennsportwelt, in der reine Emotion oft durch Kalibrierungen erstickt wird, zeigt Katoh, wie man mit klassischem Können triumphiert.
Es ist eine selten gewordene Tugend in unserer modernen Gesellschaft, die mehr auf Technologieabhängigkeit als auf pure menschliche Leistung setzt. Als Katoh in den 90ern in die Automobil-Rennszene eintauchte, sah die Welt anders aus. Man hatte noch Respekt vor den handwerklichen Fähigkeiten eines Fahrers. Katoh ist jemand, der in seiner langen Karriere die Brutalität und die Aufregung des Motorsports zelebriert und sich dabei nie vom Kurs abbringen ließ.
Als Beispiel wäre da sein bemerkenswertes Manöver 2007 auf dem Suzuka Circuit. Gegen einen jüngeren und technologisch überlegenen Gegner verteidigte sich Katoh, indem er sein Fahrzeug wie ein Künstler auf die Leinwand „malte“. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, nahm er eine scharfe Kurve mit einer Präzision, die dem Zuschauer den Atem stocken ließ.
Hiroki Katoh zeigt, dass man die moderne Herangehensweise hinterfragen sollte. Anstatt auf technologische Fortschritte allein zu setzen, spricht er für das Denken im großen Maßstab und für die Beherrschung über die eigene Maschine. Da kann man nur staunen, warum mehr Menschen seinen Weg nicht folgen.
Gegensätze prägen seine Karriere ebenso wie seine Siege. Wo andere Fahrer ihren Kurs änderten, um sich den launischen Vorschriften zu beugen, blieb Katoh seiner Linie treu. Das zeigt nur, dass Standhaftigkeit eine Tugend ist, die heute oft übersehen wird. In einer Kultur, in der „Just-In-Time“-Produktionszeiten Priorität haben, bleibt Katoh der Retter altbewährter Methoden.
Ein weiteres Highlight ist zweifellos sein Rennen bei der 24-Stunden von Le Mans. Auch wenn er und sein Team keinen ersten Platz erlangten, zeigte er eine Ausdauer und einen ungebrochenen Willen, der seinesgleichen sucht. Und wer behauptet, dass das höhere Risiko in der alten Rennkultur nicht dazugehört, der hat das Wesentliche verpasst. Hiroki Katoh konnte, so scheint es, die Freiheit des Motorsports voll ausschöpfen.
Man kann nicht darüber sprechen, dass es die konservativen Grundtugenden der alten Schule sind, denen Katoh folgt, ohne auch auf die auffällige Abneigung gegen Anpassung hinzuweisen, die wohl für Liberale ein Nadelstich im Motorsportrückgrat ist. Wo bleibt da der Raum für die individuellen Leistungen?
Es ist eine von ihm vorgelebte Meisterklasse in Sachen Fangemeinde: Katoh versteht sich darauf, sein Talent und seine Leidenschaft für den Motorsport nicht von unpersönlichen Datensätzen überdecken zu lassen. Er ist jemand, den man als Relikt bezeichnen könnte, wenn Relikte keine Ikonen wären. Denn am Ende zählt das Können auf der Strecke. Katoh bleibt ein Lehrer und nicht nur ein Fahrer – ja, vielleicht sogar der, den diese von Algorithmen vereinnahmte Generation bräuchte.
So bleibt am Ende ein Sachverhalt völlig unstrittig: Hiroki Katoh hat das Herz am rechten Fleck und, wie man so schön sagt, Benzin im Blut. Mit seinem Drang und seinen puren Fähigkeiten ist er ein leuchtendes Beispiel dafür, dass wahres Können niemals altmodisch wird.