Hiawatha LRT Pfad: Der Weg, den keiner ging

Hiawatha LRT Pfad: Der Weg, den keiner ging

Kann man wirklich von einem großartigen Infrastrukturprojekt sprechen, wenn die Realität so aussieht, dass nur eine handvoll Menschen es nutzen? Genau das scheint mit dem Hiawatha LRT Pfad in Minnesota passiert zu sein.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Kann man wirklich von einem großartigen Infrastrukturprojekt sprechen, wenn die Realität so aussieht, dass nur eine handvoll Menschen es nutzen? Genau das scheint mit dem Hiawatha LRT Pfad in Minnesota passiert zu sein. Die ganze Idee kam auf, als progressive Stadtplaner glaubten, dass ein neuer Pfad, benannt nach der LRT-Strecke, die Stadt Minneapolis revolutionieren könnte. Das ist nicht gerade Rockefeller-mäßig, oder? Wurde es 2021 eröffnet, um Haushalten und Pendlern eine umweltfreundliche Alternative für den täglichen Arbeitsweg zu geben. Doch wie man so schön sagt: Gute Absichten allein pflastern keinen Weg.

Zunächst einmal wirft der städtische Haushalt dieser Projekte oft Fragen auf, die weit über die bloßen Kosten hinausgehen. Sind sie gerechtfertigt, wenn so wenige davon profitieren? Etwa zwanzig Millionen Dollar sollen für diesen Pfad ausgegeben worden sein. Man fragt sich, ob die Stadtregierung wirklich so viel Geld für Projekte verschwenden sollte, die keiner nutzt. Einige Bürger fragen sich, ob diese Ressourcen nicht besser in die Instandhaltung vorhandener Straßen und die Unterstützung des lokalen Gewerbes hätten investiert werden können.

Nun ja, für die Bewohner und Radfahrer, die den Pfad tatsächlich benutzen, mag es sich wie ein romantisches Abenteuer anfühlen. Eine Möglichkeit, den Tag zu beginnen, indem man auf einem Weg mit dem Fahrrad fährt, der selten von Autos befahren wird. Bildet euch eine Milde gegenüber fremden Menschen, während ihr auf eurem sonnenbeschienenen Weg seid. Aber seien wir ehrlich, wie viele von uns verbringen wirklich ihre Tage im Sattel von Fahrrädern mit Fröhlichkeit und Blüten im Haar?

Die Ironie verschwenderischer Fahrbahnprojekte, die im Namen der Nachhaltigkeit gerechtfertigt werden, könnte bei denjenigen bitter aufstoßen, die sich mehr für Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum interessieren. Geradezu lächerlich sind dann die Vorschläge, dass jede Stadt eine solche 'grüne Oase' haben sollte.

Da ist nichts gegen die Liebe zu Fahrrädern oder das Streben nach einem umweltfreundlicheren Lebensstil einzuwenden. Aber wenn wir von irdischen Zahlen sprechen, sollte das Augenmerk mehr auf pragmatische Lösungen gelegt werden. Die amerikanische Wirtschaft basiert nun mal primär auf dem Auto, dem Motor des Fortschritts. Wir sind nicht die Niederlande; wir sind eher eine Nation, die den Duft verbrannten Gummis liebt.

Es wird behauptet, dass Städte durch solche Projekte attraktiver für eine jüngere und 'woke' Bevölkerungsgruppe werden. Aber vielleicht sollte man sich eher fragen, ob diese wirklich die Rolle einnehmen wollen, für die sie vorgesehen sind. Sind wir bereit, auf unsere bewährte Infrastruktur zu verzichten, um Trends zu folgen?

Kritiker, die gegen dieses Projekt plädieren, vermuten, dass dies eine der vielen Veranstaltungen ist, bei der gut gemeint einfach nicht gut genug ist. Es ist eine süße Idee, die von Idealisten angestoßen wird, die sich weniger um die praktische Verwirklichung kümmern. Ein weiteres glänzendes Beispiel für die disconnect zwischen Wunschdenken und Realität.

Was wird also aus dem Hiawatha LRT Pfad? Gut möglich, dass es irgendwann einfach zum Luxusgüterverzeichnis unnützer städtischer Konstruktivlisten gehört - eine weitere Kerbe im Gürtel der misslungenen Sozialerfindungen. Und während die Stadt es weiter als Zeichen großer Fortschritte sieht, bleibt für viele nur ein gerunzeltes Stirnrunzeln und die Nostalgie zu besseren Zeiten, als „modernisieren“ noch nicht bedeutete, auf Träumen zu radeln.

Man kann übrigens davon ausgehen, dass die in die Jahre gekommenen Gleise irgendwann ihren Glanzstationen weichen müssen. Hoffentlich bleibt uns dabei das Gelächter jener erspart, die dies für eine Errungenschaft halten.