Wer hat gesagt, dass Flugreisen langweilig sind? Wenn Sie sich Hewa Bora Airways ansehen, dann steht Ihnen eine abenteuerliche Geschichte bevor. Diese kongolesische Fluggesellschaft, die 1994 gegründet wurde, ist ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn man die Zügel zu locker hält. Die Fluggesellschaft hatte ihre Basis in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Was sie ausmachte? Eine Kombination aus Mangel an Regulierung, abenteuerlicher Buchführung und etwas, was man in konzervativen Kreisen als 'verantwortungsloses Management' bezeichnen könnte. Wenn man die rauen Bedingungen in der DRC und die schnelle Expansion der bescheidenen Flotte von Hewa Bora Airways betrachtet, war es fast so, als habe die Fluggesellschaft einen Wettlauf mit dem Schicksal veranstaltet.
Wenn wir die liberale Neigung zum Vorschriftenmurks betrachten, wird schnell klar, wo das Problem lag. Während Hewa Bora versuchte, Flugzeuge zu kaufen, zu leasen oder aus zweifelhafteren Quellen zu beschaffen, war die Überwachung eher lax bis chaotisch. Diese Laxheit führte zur wiederholten Nichteinhaltung internationaler Flugsicherheitsstandards. Sogar die EU musste eingreifen und setzte die Fluggesellschaft 2006 auf eine Liste von Airlines, die in Europa keine Landerechte mehr hatten. Wenn das nicht ein Hinweis auf ein ernsthaftes Sicherheitsproblem ist, was dann?
2009 wollte Hewa Bora seinen bösen Ruf aufpolieren und überlegte sich eine Partnerschaft mit Brussels Airlines. Was wie eine Rettungsaktion erschien, verwandelte sich in einen zweijährigen Eiertanz, der 2011 aufgrund von Sicherheitsbedenken abrupt beendet wurde. All dies passierte, während die Flotte der Airline von knapp 16 Flugzeugen auf weniger als die Hälfte schrumpfte. Verluste und Missmanagement führten dazu, dass Hunderte von Mitarbeitern ohne Arbeit dastanden. Das sprichwörtliche sinkende Schiff war nicht mehr zu retten. Liberale mögen diese Scheinpartnerschaften und leere Versprechen als Fortschritt verkaufen, aber das war ein Paradebeispiel für reinen Überlebenskampf.
Ein grauenhafter Höhepunkt war der tragische Absturz von Flug 952 am 15. April 2008. Eine alte DC-9 raste bei schlechtem Wetter in ein Vorort von Goma. Mit 44 Toten war dies nicht einfach ein unglückliches Missgeschick, sondern das Ergebnis einer Politik, die Sicherheit und Verantwortung auf unterster Reihe sitzen ließ.
2010 bewies Hewa Bora, dass es noch Skandale in der Tasche hatte, als ein weiteres Flugzeug, eine McDonnell Douglas MD-82, während des Starts in N'djili International Airport in Kinshasa Feuer fing. Während alle Passagiere evakuiert wurden, setzte dies der Annahme ein Ende, dass Hewa Bora aus seinen Fehlern gelernt hatte. Es wurde deutlicher denn je, dass die Umstände in Hewa Bora nicht einfach durch leichte Kurskorrekturen gelöst werden konnten.
Die Ironie der ganzen Angelegenheit? Während Hewa Bora Airways für liberale Experten ein Paradebeispiel ungezügelten Kapitalismus ist, zeigt es in Wirklichkeit, was passiert, wenn Verantwortung nicht rigoros eingefordert wird. Mit dem endgültigen Konkurs im Jahr 2013 endete die Fluggesellschaft mit einem letzten, tiefen Sturz. Es war das letzte Kapitel in einer Geschichte voller Missmanagement, Versäumnisse und PSA-gerechter Verantworttheit. Die Freizügigkeit, die diesem Unternehmen erlaubt war, war eine klare Lektion, dass die Verantwortung in der Flugsicherheit nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte.
In der modernen Luftfahrtgeschichte bleibt Hewa Bora Airways ein abschreckendes Beispiel dafür, was passiert, wenn Regeln und Kontrollen untergraben werden. Zeit für echte Rechenschaft und für ein bisschen konservatives Aufräumen.