In einem epischen Versuch, die Welt nach ihren Vorstellungen zu formen, thronen die David und Lucile Packard Stiftung seit 1964 im bescheidenen Hauptquartier in Los Altos, Kalifornien. Errichtet durch die legendären Gründer von Hewlett-Packard, David und Lucile Packard, liegt der Fokus der Stiftung auf Umweltschutz, Kindern und der sozialen Gerechtigkeit. Wie passend für eine Stiftung, die sich hauptsächlich mit dem in Mode gekommenen linken Aktivismus befasst. Die große Frage dabei ist natürlich immer: Wer steckt wirklich dahinter?
Wer könnte besser die Menschheit „retten“, als einige wohlhabende Silicon Valley Akteure, die sich als Retter der Menschheit sehen? Von ihrem Hauptquartier aus administriert die Stiftung ein milliardenschweres Budget mit einer klaren Agenda: den Planeten vor uns selbst zu schützen. Zweifelsfrei nobel, oder vielleicht einfach bevormundend? Sicherlich, man kann die Frage aufwerfen, ob es möglich ist, Menschen zu helfen, ohne ihnen vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Leben zu führen haben.
Gegründet wurde die Stiftung 1964, lang bevor der Klimawandel das Herzstück der Mainstream-Berichterstattung wurde. Aber keine Sorge, die Stiftung hat sich schnell darauf eingestellt. Wenn man heutzutage an die Packard Stiftung denkt, denkt man automatisch an umweltbewusste Innovationen und die Förderung von „Gleichheit“ und „Nachhaltigkeit“. All das wird jedoch hinter der Fassade eines riesigen Verwaltungsgebäudes gemanagt, das sorgfältig darauf achtet, seinen eigenen CO2-Fußabdruck zu minimalisieren. Ironischerweise vielleicht nicht so gering, wie man es von einem Umweltverfechter erwarten würde.
Es wäre naiv, zu behaupten, dass dieses Hauptquartier lediglich dazu dient, Papierreihen von einer Ecke in die andere zu schieben. Nein, hier feilt man an den großen Idealen unserer Zeit: Man glaubt an eine Welt, in der Technologien und Richtlinien den Klimawandel aufhalten können, wenn politischer Wille auf Zivilcourage trifft. Gleichzeitig sieht man sich als Wächter über die Einhaltung der Menschenrechte. Aber gibt es wirklich eine einheitliche Vorstellung davon, was all diese Konzepte bedeuten sollen?
Berichten zufolge setzt die Stiftung jedes Jahr Milliarden an Fördergeldern ein, um ihre Missionen weltweit voranzutreiben. Diese umfassen Themen, die alles andere als unumstritten sind. Denn klar: Wer entscheidet wirklich über das Wohl der Allgemeinheit? Und sind es nur die „Wohlhabenden“, die wissen, was am besten ist?
Gegner dieser Ansätze könnten behaupten, dass die zentralisierte Macht und das immense Kapital einer solchen Stiftung eher dazu neigt, fragwürdige politische Agenden zu ermöglichen, als tatsächlich flächendeckende Lösungen zu schaffen. Sind die Programme, die aus dem Hauptquartier heraus auf den Weg gebracht werden, wirklich im besten Interesse aller beteiligt, oder befriedigen sie nur eine Seite des politischen Spektrums?
Natürlich, wenn man die Rangliste all der hochkarätig begünstigten Projekte anschaut, sieht man umweltfördernde Initiativen in der Küstenfischerei, globale Gesundheit und sexuelle Reproduktion – eine breite Palette an wohlgemeinten aber meist links gerichteten Projekten. Des weiteren stellt sich die Frage, ob diese Vorhaben ohne die eigene Agenda funktionieren.
Und so bekommen wir das Bild eines Hauptquartiers, das nicht nur ein Bürogebäude, sondern ein Monument der modernen Ideologie ist, in dem die Vorstellungen von Fortschritt auf unerwartet konservative Rückschläge prallen. Spieler in dieser gut finanzierten Arena wissen: Machtvolle Organisationen wie die Packard Stiftung sind weiterhin Ankerpunkte der politischen und sozialen Debatte.
Doch all dies läuft auf die gleiche Idee hinaus: Wer hat das Recht, der Welt Vorschriften zu machen? Ist es der im warmen Büro sitzende Vorstandsvorsitzende in Los Altos, oder das hart arbeitende Individuum, dessen Heimat von diesen „wohlwollenden“ Richtlinien betroffen ist?
Schlussendlich lässt sich sagen: Während das prächtige Hauptquartier der David und Lucile Packard Stiftung über die kalifornische Landschaft wacht, versperrt oder erhellt sein Einfluss den Weg in eine Zukunft, die viele lieber selber bestimmen würden. Diese Festung der wohlgemeinten Intervention erinnert uns daran, dass Geld und Einfluss nach wie vor die stärksten Werkzeuge sind, um Veränderungen herbeizuführen – und nicht immer zum Besten.