Wenn man dachte, dass Videospiele nur für Konsolen-Kellerkinder sind, die auf bunte Knöpfe drücken, um während der nächsten Gaming-Konferenz den Highscore zu knacken, dann irrt man sich gewaltig. GRID2, das 2013 von Codemasters veröffentlicht wurde, ist nicht einfach nur ein weiteres Rennspiel, sondern ein Meisterwerk, das den Gamern Adrenalin pur direkt in die Adern pumpt. Hier geht’s darum, wer der wahre Herr der Piste ist, und das mit einer strategischen Tiefe, die selbst erfahrene Rennfahrer herausfordert.
GRID2 bringt die Gaming-Community mit seiner atemberaubenden Grafik und seinem realistischen Gameplay in Wallung. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines furchtlosen Rennfahrers, der seine Karriere durch zwölf Länder führt und dabei mehr als 80 Rennstrecken herausfordert. Und während all das geschieht, werden dabei auch die schönen Landschaften und lebendigen Städte dieser Welt nachgebildet, als wäre man wirklich auf der Straße unterwegs. Wer Nostalgie sucht, sollte wissen, dass es nicht ganz GRID, den 2008 veröffentlichten Klassiker, ersetzen kann - aber es bringt den Computer zum Glühen.
Warum begeistert GRID2 ein Publikum, das nicht einmal über das Gaming-Genre hinausgeht? In Zeiten, in denen politischer Korrektheit mehr Bedeutung als Originalität zugemessen wird, liefert GRID2 einen frischen Wind der Entschlossenheit und der Liebe zum Detail. Das Spiel, das bewusst auf den Einsatz von schier unrealistischen Gadgets verzichtet, fokussiert sich auf das Echte: das Renngefühl, das schon bei der ersten Kurve Herzrasen verursacht. Hier zählt nur das Können, die Präzision beim Fahren und das taktische Meistern der Stimme.
Ein weiteres Highlight des Spiels ist der Multiplayermodus. GRID2 zwingt den Spieler nicht in einen starren, langweiligen Spielmodus. Man kann sich mit Freunden verbinden und messen, wer der schnellste von allen ist. Was hier zählt, sind Einsicht und Geschicklichkeit. Und man muss es zugeben, wenn die reale Welt zu komplex wird, ist es doch beruhigend, ein simples, unterhaltsames Rennspiel zu haben, das keine Platz hier für die übertriebene Sensibilität in der echten Welt hat.
Wer interessiert sich heutzutage schon für all die politischen, langweiligen Diskussionen und Kontroversen? Nur wenige wissen das zu schätzen, während ein gutes altes Rennen die wirklich wichtige Entscheidung ist. Eine Setzparty, bei der sich niemand mit Knebelverträgen rumschlagen muss. Keine Kontrollen, keine politischen Debatten, nur das Leben auf der Überholspur.
GRID2 belohnt die Spieler mit Charme, der an alte klassische Spiele erinnert, aber dennoch nichts von seiner Aktualität einbüßt. Für diejenigen, die das wahre Rennen suchen, gibt es keine unnötigen, kontroversen Themen - einfach pure Geschwindigkeit. Da wird bewusst auf die allseits beliebte „Wir schaukeln zusammen“-Mentalität verzichtet: Denn hier gewinnt am Ende das echte Talent und nicht die Person, die den allerschönsten Karrierehintergrund hat.
Das Publikum soll gefesselt und zugleich inspiriert sein, selbst einen Gang höher zu schalten. GRID2 nimmt einen mit auf eine Reise, die vergessen lässt, dass es noch mehr gibt als die Straße vor einem. Kein politisch korrektes Geplänkel nötig, um Erfolge zu enthebeln. Denn wenn man hinter dem Steuer sitzt, zählt nur die Fähigkeit und das Delikatessen an Benzingeruch.
Also komm und bleib beim Rennen, denn die einzige Politik, die hier für jeden Spieler in Frage kommt, ist die des Asphaltkratzens. Die einzige Grenze ist hier das eigene Können. Und für all jene die dachten, dass Videospiele überbewertet sind, wird GRID2 eine absolute Erleuchtung bieten.