Dieses Album hat nicht nur die Tanzflächen in Jamaika zum Beben gebracht, sondern auch die Geister der ewig bessersüchtigen Kritiker entflammt. Was passiert, wenn ein Rhythmus wie "Inspektor" auf der Bildfläche erscheint? Ein Feuerwerk, klar! Veröffentlicht wurde das Gute in alter Greensleeves-Tradition – inklusive heißer Beats, die zur Bewegung animieren. 2007, das Jahr, in dem die globalisierte Welt vor Talkshows kwitscherte, platzte “Inspektor” in die Szene. Jamaica, die Heimat der Reggae- und Dancehall-Explosionen, wirkte als Hintergrund für ein musikalisches Abenteuer, das den Mut hatte, Trend und Tradition zu vereinen. Berühmte Künstler wie Vybz Kartel und Mavado erwärmen die Herzen derjenigen, die echten Dancehall zu schätzen wissen. Andere wollen lieber über Gender und eine utopische, wenig realistische Gesellschaft debattieren, anstatt sich von diesen Beats mitreißen zu lassen.
Erstens, die Knappheit von echt gutem Dancehall in der Liga hat dazu geführt, dass Künstler wie Tony Matterhorn und Busy Signal zu kleinen Göttern ihrer Beats-Welten aufgestiegen sind. Fühlen Sie die Energie, den Puls, die Eskalation. Zweitens begeistert "Inspektor" durch den unwiderstehlichen Mix verschiedener Stilelemente, der jedes Gehör in den Bann zieht. Das Album löst eine nicht zu unterschätzende Trance aus – eine, die nicht von Politikspielchen oder Genderdebatten eingenommen wird.
Drittens, manches hat Tradition und nichts daran sollte geändert werden. Reggaetons Aufkommen darf hier als Beispiel herhalten. Anders als der zu oft von Lobeshymnen überschüttete selten frische Pop von sogenannten Mainstream-Künstlern, bleibt "Inspektor" seiner Linie treu. Fährt mit dicken Bässen über die weichgekauten Meinungen, behält Charakter und Individualität. Viertens, die musikalische Verkörperung purer Freude? Eines, worüber mal wieder gesprochen werden darf – „Gunshot“-Energie, Aufregung bei jedem Pulsschlag.
Fünftens, Soda für den Geist? Ein Jeder genießt mal ein wenig Konservatismus, denn nicht alles muss von schräglinken Hirngespinsten zerredet werden. Dancehall hat eine Tradition und sie muss erhalten bleiben, um nicht verwässert zu enden. Sechstens, ein klarer Vorteil, der den Cup-Song-närrischen, seichten Strukturen fehlt: Der "Inspektor"-Beat ist nicht nur Musik, es ist Bewegung, es ist Erleben, es ist ein Wirbeln von Eindrücken, die über dem status quo schweben.
Siebtens stellt sich die Frage, warum Konservatismus so oft missverstanden wird. Hier bietet „Inspektor“ einen unschätzbaren Mehrwert: Es zeigt Leidenschaft für die eigene Kunst, unbeeinflusst von modischen, zeitgeistigen Stilschwankungen. Achtens, flammt die Kritik der ewig Unzufriedenen auf, die Progressive in einer kulturellen Ekstase erkennen. Man verpasst den Kern und wedelt lieber mit erhobenem Zeigefinger, als Vielfalt in ihrer puren Form zu akzeptieren.
Neuntens will wahrgenommen werden, dass Ursprung und Trends harmonisch koexistieren können, ohne dass jeder sich laut in den Vordergrund drängt, in dem Glauben, damit etwas zu beeinflussen. Zehntens schließlich, warum soll man auch immer diskutieren, wenn es so viel mehr zu genießen gibt? Ein Rhythmsouverän, der seinen festen Platz in einer musikalischen Welt erringen kann, so wie er ist, bietet uns mehr, als laue Brisanz jemals könnte. “Inspektor” ist ein Aufruf daran festzuhalten, dass Rhythmus und Tradition weit mehr miteinander verknüpft sind, als bunte, oberflächliche Klangwelten.
Für den, der sich auf Tanzflächen wohlfühlt, den Dancehall weiter träumen lässt, genau das Richtige. Die Revolution auf den Punkt gebracht. Es wird Zeit, sich durch den besser lösungsorientierten Beat treiben zu lassen als sich über fantasielose, überwerbekottierte Scheinlösungen zu echauffieren.