Graftgold ist ein Kunstwort, das aus dem englischen "graft" für Korruption oder Vetternwirtschaft und "gold" für Reichtum gebildet wurde, und es beschreibt etwas, das man in Deutschland leider viel zu oft erlebt. Wer jemals den täglichen Gang der politischen Welt beobachtet hat, wird wissen, dass Graftgold allgegenwärtig ist. Es ist ein Phänomen, das sowohl die hohen Hallen der Macht als auch die hintersten Ecken der lokalen Verwaltungen durchzieht. Besonders in einer Zeit, in der sich politische Debatten erhitzen und Reformen fast vollständig blockiert mehr Glückssache als Realität sind, verfolgt der schleichende Einfluss des Graftgold jedes Argument und jeden vermeintlich demokratische Entscheidungsprozess.
Die Unaufrichtigkeit wurde zum Business-Standard erhoben. Politiker, die uns leeren Versprechungen verkaufen, während sie ihre Taschen mit Graftgold füllen, gehören nicht zur Ausnahme, sondern zur Regel. Es zeigt sich immer wieder, dass die Interessen der Allgemeinheit hintenanstehen, wenn persönliche Bereicherung auf dem Spiel steht.
Erinnern wir uns daran, was hinter geschlossenen Türen oft schamlos im Rahmen von "Lobbying" verkauft wird? Anscheinend zählt guter Einfluss mehr als Kompetenz oder Integrität. Da gibt es Projekte, die trotz augenscheinlich eklatanter Mängel einfach durchgewunken werden. Graftgold in seiner entfesselten Form.
Manche sehen Demokratie als die Lösung für alle Probleme. Doch wenn Entscheidungen mit Graftgold geschmiert werden, verwandelt sich unser geliebtes System in eine Karikatur seiner selbst. Regeln erscheinen wie lästige Hindernisse und nicht wie der rote Faden, der die faire Gesellschaft zusammenhält.
Öffentliche Aufträge? Vergessen Sie es! Unzählige Unternehmen setzen alles daran, ihre eigenen Budgets aufzupolstern, während sie die Infrastruktur des Landes kümmerlich verrotten lassen. Und all dies mit der stillschweigenden Zustimmung derjenigen, die darüber wachen sollten.
Ein transparenter Staat ist eine schöne Träumerei. Die Realität sieht nach wie vor meist nach geschlossenen Befehlskreisen und ausgewählten "Informanten" aus. Korruption, Devise, die die Tagesgeschäft führt.
Warum sollte man denn noch in die Politik gehen? Manche würden sagen, um Veränderungen zu schaffen, doch die Realität zeigt oft genug, dass Glück und politische Macht mit persönlichen Zielen verbandelt werden. Vetternwirtschaft sorgt dafür, dass wahres Talent den Kürzeren zieht.
Während die hart arbeitende Bevölkerung schwerfällig versucht, Reformen und Fortschritt voranzutreiben, sehen wir, wie Graftgold wiederum den Status quo manifestiert. Fortschritt wird oft sabotiert, sobald Gefahr besteht, dass persönliche Pfründe angetastet werden könnten.
In den Führungsetagen der Politik fühlt man sich so unantastbar, dass man keinen Moment darüber nachdenkt, Verantwortung zu übernehmen, wenn etwas schiefgeht. Man schiebt die Schuld weg oder wartet einfach darauf, dass der Sturm sich legt. Der pragmatische Umgang mit Graftgold bleibt unerreichbar.
Die Medien haben sich entweder angepasst oder wurden mundtot gemacht. Kritische Berichterstattung bleibt aus, man schlägt sich auf die Seite der "Vertrauenswürdigen" und der sprichwörtliche Teppich wurde groß genug gewebt, um jedes Skandalchen bequem darunter zu verstecken.
Und schließlich sind da noch diejenigen von uns, die tatsächlich erwarten, dass eine Art Gerechtigkeit erarbeitet wird. Doch mit einem System, in dem Graftgold an jeder Ecke lauert, sind diese Erwartungen meist Wunschdenken.
Die unausweichliche Realität ist, dass das heutige politische System von Graftgold beeinflusst ist, und solange wir nicht aufhören, die Existenz und Wirkung dieses Phänomens zu ignorieren, stellt sich die Frage, ob sich überhaupt etwas zum Besseren ändern kann.