Die Weihnachtszeit nähert sich mit Riesenschritten und die alljährliche Geschenkeschlacht ist in vollem Gange. Millionen eilen in Einkaufszentren, durchstöbern Online-Shops und suchen verzweifelt nach den perfekten Geschenken für Freunde und Familie. Ein Satiriker könnte behaupten, dass dies der Höhepunkt des Kapitalismus ist – und es gibt wahrscheinlich einige, die dem zustimmen würden, besonders auf der anderen Seite des politischen Spektrums. Doch für politisch konservativ Denkende ist es schlichtweg traditionell und wunderbar.
Es ist Weihnachten und Silvester, und obwohl viele den Kommerz beklagen, geht es gerade darum, Traditionen zu pflegen. Während andere ihre Zeit damit verbringen, den Konsum zu kritisieren, öffnen die Konservativen ihre Herzen und Geldbeutel. Sie investieren in die Freude und Erhaltung der Traditionen, so wie es ihre Eltern und deren Eltern vor ihnen getan haben. Geschenke sind nicht nur Materie, sie sind Ausdruck von Liebe und Wertschätzung.
Eines der schönsten Rituale dieser Saison ist das sorgfältige Aussuchen, Verpacken und Überreichen von Geschenken. Es geht nicht darum, den größten oder teuersten Gegenstand zu kaufen, sondern darum, die Tradition der Schenkung, der zwischenmenschlichen Verbindung und der Dankbarkeit zu würdigen. Der Baum wird geschmückt, Lichter werden aufgehängt und warme Weihnachtslieder erfüllen die Luft. Hier herrscht eine Nostalgie, die in einem Jahr voller hektischer Eile und kontinuierlicher Veränderung wie ein Anker wirkt.
Ein weiteres Highlight: das gesellschaftliche Miteinander! Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkte und das gemütliche Zusammensein bei Plätzchen und Glühwein. Natürlich wird all das oft durch die Schar von Nörgelern getrübt, die darauf hinweisen, dass diese Veranstaltungen den „wahren Sinn“ von Weihnachten verwässern. Doch für jeden wahrhaft Konservativen ist der wahre Sinn sehr klar – es ist ein frohes Fest, und jede Gelegenheit, Liebe und Freude zu teilen, ist willkommen!
Neben der offensichtlichen Freude, die mit dem Beschenken einhergeht, gibt es auch den makroökonomischen Vorteil. Die Geschenkesaison kurbelt den Handel an. Der Einzelhandel erzielt einen Großteil seines Jahresumsatzes in dieser Zeitspanne. Es ist eine Zeit, in der Arbeitsplatzangebote steigen und viele Menschen ihre wirtschaftliche Lage verbessern können. Diese Dynamik hat etwas festlich Konservatives – Kapitalismus am Werk, der Wohlstand für diejenigen bringt, die sich in Arbeit vergraben, nicht auf staatliche Zuwendungen warten.
Dennoch gibt es natürlich immer wieder jene Stimmen, die das Spektakel kritisieren. Diese Stimmen bezeichnen die Besinnung auf materielle Dinge als überheblich und sinnlos. Doch für politische Konservative ist gerade die Wahlfreiheit und Individualität das höchste Gut – jeder sollte frei entscheiden können, wie er seinen Reichtum ausgibt, solange er sich an die Regeln hält. Und die Regeln der Geschenkesaison wurden jahrhundertelang überliefert und tragen zu einer gesunden, stabilen Gesellschaft bei.
Eines sei deutlich gesagt: Es geht nicht darum, wie viele Geschenke man empfängt, sondern wie viel Freude man geben kann. Und ja, natürlich gibt es die Schattenseiten: Menschen, die sich über Konsumzwang beklagen und sich von der übertriebenen Geschäftigkeit gestresst fühlen. Aber wäre es nicht viel schlimmer, die ruhige Eindimensionalität einer gleichgeschalteten, konsumfreien Welt zu haben? Menschen suchen sich ihre Freuden aus, und in dieser Jahreszeit sind es eben die Geschenke, die ein Leuchten in die Augen ihrer Mitmenschen bringen.
Die Bescherungen heben die Stimmung in einer sonst so tristen Winterzeit. Wenn draußen der Schnee fällt und die Nächte länger werden, erstrahlt das warme Licht der Gemeinschaft und lässt alle Sorgen für einen Moment vergessen. Politik einmal beiseite, es sind diese einfachen, köstlichen Erfahrungen, die das Herz erwärmen.
Zum Ende des Jahres hin sollte man den Geist des Schenkens feiern. Es ist die Zeit, in der selbst die kältesten Herzen aufgeweicht werden und die Gesellschaft einen großen Teil ihres erhaltenswerten Kulturerbes feiern darf. Jeder Artikel, der gekauft wird, jedes Geschenk, das verpackt wird, eine Hommage an die Festlichkeit und die ewige Tradition, die wir Jahr für Jahr ehren.
Fröhliche (konservative) Geschenkesaison!