Stehen Sie gerade vor einem nostalgischen Schaufenster der deutschen Wirtschaftshistorie? Dann lehnen Sie sich zurück, denn das "Gesetz über Preise und Einkommen 1966" ist ein besonderes Kapitel, das wie ein Schnellzug durch die Bundesrepublik ratterte und dabei für angespannte Nerven sorgte. Dieses Gesetz war das Werk der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD im Jahr 1966 in Westdeutschland, während eine wirtschaftliche Rezession wie ein dunkler Schatten über dem Land hing. Der Zweck war simpel: Eingriffe in die Lohn- und Preisbildung sollten die Wirtschaft stabilisieren und die Inflation eindämmen. Aber was passierte wirklich? Ein konservativer Blick darauf könnte Wilhelm Röpke aus dem Grabe locken, um darüber zu philosophieren, wie exzessive Steuerung die natürliche Ordnung der Wirtschaft verzerrt hat.
Warum wollten Regierungen überhaupt die Preise und Einkommen kontrollieren? Es gibt eine schlichte Wahrheit: Die Märkte lieben Freiheit, während Bürokraten, die ihre Finger im Spiel haben, sich nur selten mit Actionfiguren begnügen. Sie wollen die großen Geschütze. 1966 wurde die Bundesrepublik Deutschland mit einem fast komischen wirtschaftlichen Problem konfrontiert: Arbeitslosigkeit stieg auf unvorstellbare 1,3 %! Zur gleichen Zeit sorgte die Kostenexplosion in wichtigen Wirtschaftsbereichen für Unruhe—Irgendwie fand man es damals sinnvoll, die Preise und Löhne gesetzlich festzulegen. Eine Welt, die den freien Markt ignoriert, ist wie ein Fisch, der das Wasser meidet.
Dieses Gesetz diente dem guten, alten Zweck der wirtschaftlichen Regulierung, aber zu welchem Preis? Preiskontrollen sind, simpel gesagt, nichts anderes als ein staatlich beauftragtes Verkehrschaos, bei dem die Preise der Ampeln und Schilder beliebig geändert werden. Es ist kein Wunder, dass Investitionen zur Lachnummer wurden. Denkt man an die Unternehmer, die versuchten eine Preiserhöhung durchzusetzen—sie wirkten, als wollten sie eine Einladung zu einer Party ohne Buffet losschicken. In echter deutscher Manier kam durch dieser Regulierungsüberfluss nur ein erschreckendes Echo an wirtschaftlicher Stagnation bei den Innovatoren an.
Die Folgen der Politik von 1966 erinnern daran, dass der Wunsch zu kontrollieren öfter den Erfolg blockiert, als dass er fördert. Man stelle sich vor, man versucht, das Wetter zu kontrollieren. Nur, dass es hier keine harmlose Wolke ist, die vorhergesagt wird, sondern die Fundamentaldaten der wirtschaftlichen Existenz - ein gefährliches Spielfeld für ideologische Erfinder.
Die deutschen Unternehmen befanden sich in einem Korsett aus Vorschriften, die ihren Atem bedrohten. Versetzen wir uns in die Lage eines kleinen Familienbetriebs, dessen Gewinn unter diesen Umständen schrumpfte. Mitarbeitergenervte Bosse mussten regelrecht jonglieren, um Personal nicht abzubauen und parallel die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Ja, da wurde die Eigenverantwortlichkeit plötzlich zum sündhaften Gedanken.
Erinnern wir uns an damalige Führer deutscher Ökonomen, die als moderne Philosophengötter angesehen wurden: Ordoliberale wie Ludwig Erhard hätten sich im Grabe umgedreht! Der Markt sollte doch frei sein, von preußischem Interventionismus befreit! Natürliche Angebots- und Nachfragekräfte schienen vergessen, während ausufernde staatliche Einflussnahme keine wirtschaftliche Gesundung brachte, sondern Vertrauen zerstörte. Es ist, als hätte man einen Geigenbogen in die Hände eines Boxers gelegt—Chaos ist unvermeidlich.
Glücklicherweise hielt dieser politische Albtraum nicht lange an. Bereits 1967 kam das Signal zur Überarbeitung der Regelungen. Als die Wirtschaftspolitik auf mehr Realismus umstellte, kehrte auch ein gesunder Lebensstil in die Wirtschaft zurück. Kapitalflüsse konnten wieder ungehindert ihren Lauf nehmen, und Investoren spürten förmlich, wie die Luft wieder leichter wurde. Genau hier zeigt sich, wie Eigenverantwortung und eine gesunde Skepsis gegenüber interventionistischen Eingriffen die Produktivkräfte eigentlich freisetzen.
Heute sehen wir immer noch, wie aus historischen Fehlentscheidungen die goldenen Lehren entstehen, die dem Glaubensbekenntnis der Staatsregulierung entgegenwirken. Der gesetzliche Drahtseilakt von 1966 hat uns nicht zuletzt gelehrt, die Fähigkeit deutscher Politiker, sich selbst und das Marktwirtschaftswunder in einem Wimpernschlag zu gefährden, nicht zu unterschätzen.
Der Realitätstrick ist, dass Märkte sind wie ein Urstrom, der seinen Weg selbst durchmassiert. Man kann sie fordern, aber besser ist es, sie ihren Weg gehen zu lassen. Deutschland hat aus diesen Erfahrungen gelernt und den Glauben an eine interventionistische Preis- und Lohnpolitik abgelegt. Fehler sind da, um aufzurütteln, und dieses Kapitel erinnert uns eindringlich daran, wie wichtig es ist, dem Markt die Zeit und die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten—nicht gebunden durch die sturen Fesseln überhitzter Regulierungsmacht. Manche mögen Neonlicht rechtfertigen, während sie im Dunkeln tappen; echte Führung erkennt man jedoch daran, wenn sie dem Markt vertrauen.