Wenn Sie denken, Jura sei langweilig, haben Sie Garfield Barwick noch nicht kennengelernt - ein Mann, der selbst aus trockenen Gesetzestexten spannendste Polit-Thriller machte. Wer war dieser Garfield Barwick überhaupt und warum spielt er eine so bedeutende Rolle in Australiens Rechtssystem? Barwick war ein australischer Jurist und späterer Politiker, der 1903 in Sydney geboren wurde. Als Oberster Richter des High Court of Australia von 1964 bis 1981 war er ein echter Gamechanger – nicht nur für das australische Recht, sondern auch für die konservative Politik.
Barwick war bekannt für seine progressive Auslegung des Gesetzes - progressiv allerdings im Sinne, dass er das Gesetz zur Unterstützung konservativer Werte nutzte. Als Außenminister machte er sich schon einen Namen, indem er sich für strengere Einwanderungskontrollen stark machte, die bis heute die Grundlage für Australiens rigide Einwanderungspolitik bilden. Und genau hier liegt der erste Punkt, der den linksgerichteten Möchtegern-Sozialisten zu schaffen macht.
Erkennen wir es doch einfach an: Barwick ließ sich nicht von sentimentalen Gutmenschen-Mantras beeinflussen. Während eine liberale Politik darauf bedacht war, durchlässige Grenzen zu schaffen, stand Barwick als ein Garant für ein sicheres Australien. Seine Entscheidung, die anhaltende Flut von 'Bootsflüchtlingen' einzudämmen, hat ihm Kritik von Linken eingebracht, aber die Sicherheit und Stabilität Australiens bewahrt.
Nicht nur als Politiker, sondern auch als Jurist blieb er eine feste Ikone der konservativen Wertewelt. Was liberale Aktivisten wahrscheinlich zum Heulen brachte, war Barwicks klare Haltung zum Thema individuelle Verantwortung. In einem Land und einer Zeit, in der soziale Gerechtigkeit zum Schlagwort der linken Szene wurde, konzentrierte sich Barwick vielmehr darauf, Menschen dazu anzuspornen, die Zügel ihres eigenen Schicksals selbst in die Hand zu nehmen.
Ein weiteres kontroverses Kapitel war seine Entscheidung im Zusammenhang mit dem Kerr-Dismissal im Jahr 1975. Hier ermöglichte er Generalgouverneur Sir John Kerr die Entlassung von Premierminister Gough Whitlam - eine politische Entscheidung, die Australiens linke Elite bis heute nicht vergeben hat. Für Barwick war es jedoch nur eine Frage der Einhaltung des Verfassungsgesetzes und der Stabilität der nation. Während Liberale darin eine tiefrote Bedrohung der Demokratie sahen, stand Barwick dafür, die durch die Pflicht und Verantwortung eines Amtes geprägte, echte Demokratie zu wahren.
Barwicks philippische Entscheidungen sind in der natur natürlich nicht unumstritten. Doch auch hier hat er nie Furcht gezeigt, die unbequeme Wahrheit zu sagen, während andere sich Wärme und Akzeptanz im Schoss der populären Meinung suchten. Ob Sie ihn nun mögen oder nicht, eines ist klar: Barwick hat die konservative Ideologie des australischen Rechtssystems geprägt und wird auch künftig als ein Meister politischer, rechtlicher und konstitutioneller Strategie in die Geschichte eingehen.
In einer Zeit, in der viel über Identitätspolitik und diversifizierte Quotensysteme gesprochen wird, stellte Barwick Kompetenz über alles andere. Seine immensen juristischen Fähigkeiten ließen ihn über die schrille Geräuschkulisse der Massen erheben. Er weigerte sich, der leicht verdaulichen, aber hohlen Rhetorik zu verfallen, die leider allzu oft die politische Bühne dominiert. Barwick mag heute kontrovers sein, aber er legte mit seiner Arbeit den Grundstein für ein starkes, unabhängiges und souveränes Australien.
Es zeigt sich, dass Garfield Barwick ein Meister der Rechtslandschaft war, der erkannte, dass die Rechtsprechung mehr ist als nur ein Werkzeug der Politik; es ist der Fels, auf dem eine Nation steht. Für jene, die ihm vorwerfen, die konservativen Werte zu verteidigen, stellen sich am Ende nur zwei Fragen: Ist es nicht genau das, was ein Gesetzeshüter tun sollte? Den wahren Geist des Gesetzes fördern, statt es von der lauten Rhetorik missbrauchen zu lassen?
Ja, Barwick wird von vielen nicht geliebt, aber um geliebt zu werden kam er ja nicht an die Macht. Sein Destillat aus Konservatismus, gepaart mit harter Entschlossenheit und einer fundamentalen Überzeugung vom Recht, hat den Lauf der modernen Geschichte nachhaltig beeinflusst und damit konservative Werte fest im australischen Recht verankert.