Was passiert, wenn eine über 140 Jahre alte Zeitung immer noch als Sprachrohr des politischen Wahnsinns wahrgenommen wird? Willkommen bei Foster's Daily Democrat, einer Zeitung, die bereits 1873 in Dover, New Hampshire, gegründet wurde und scheinbar immer noch nicht weiß, wie man das Rad der Zeit anhalten kann. Doch was passiert, wenn man mit unerschütterlicher Dogmatik eine kleine Stadt in Atem hält? Nun, lassen Sie uns das etwas genauer betrachten.
Foster's Daily Democrat ist ein Dinosaurier der amerikanischen Medienlandschaft, doch ähnlich wie einige andere Relikte aus vergangenen Zeiten, weigert es sich beharrlich, sich anzupassen. Während viele Leser wohl erwarten, dass solch eine altehrwürdige Publikation sich mit der Zeit zeigt, zieht sie es vor, ihre eigene Agenda zu verbreiten. Da fragt man sich, ob sie jemals einen Korrekturlesen in ihre Redaktionsräume gelassen haben.
In ihrem politischen Kommentar vertritt die Zeitung oft streng progressive Prinzipien, stets bemüht, den Anschein zu erwecken, selbst mitten im Herzen des liberalen Neuenglands fundamental aufrichtig zu sein. Dabei könnte man sich fragen, ob sie sich selbst gegenüber so integer verhalten wie gegenüber ihren Zielen. Warum eine Zeitung vergangener Jahrhunderte, die trotz ihrer Wurzeln im amerikanischen Bürgerkrieg ins 21. Jahrhundert drängt, solche unverfrorenen Meinungen vertritt, ist ein Rätsel, das nur die Macher selbst beantworten könnten.
Seit Foster's Daily Democrat ihre Redaktionstüren geöffnet hat, hat sich die Welt dramatisch weiterentwickelt. Statt mit Nischenjournalismus neue Standards zu setzen, beeilen sie sich, alte ideologische Schlachten erneut zu schlagen. Wer braucht schon gewagte neue Perspektiven, wenn man jahrzehntealte Modelle recyceln kann?
Ein typisches Merkmal von Foster's ist ihr permanentes Schwanken zwischen aufrührerischem Lokaljournalismus und nationalen Geschichten, die eher an die neuesten Twitter-Trends erinnern. Und dies geschieht mit einer Schlagseite, die selbst dann nicht wankt, wenn es kaum Argumente gibt, die ihre Seite rechtfertigen. So ist das Problem moderner Medien: statt Leuchtfeuer der Freiheit zu sein, werden sie selbst zum lauten Lautsprecher nur einer Fraktion.
Betrachtet man die thematische Ausrichtung von Foster's Daily Democrat, wird schnell klar, dass hier eher eine Schlagzeilenorgie als differenzierte Meinungsbildung angestrebt wird. Wo andere Zeitungen noch zumindest bemüht sind, Gegenseiten auszuloten, regiert hier Hauptsache rot, Hauptsache Dunkelblau, Hauptsache Schwarzweiß ohne Grau. Es ist ein kurioser Mix, der manchmal mehr mit Boulevard zu tun hat als mit investigativem Journalismus.
Selbst wenn man der Meinung ist, dass regionale Zeitungen eine gewisse lokale Farbe beibehalten sollten, müsste man doch annehmen, dass dies zusammen mit dem Streben nach Faktizität geschehen sollte. Doch Faktizität kann so anstrengend sein, wenn Trends und Hypes vielmehr die Klicks generieren, die letztlich im Mittelpunkt der medialen Aktivitäten stehen.
Wer sucht da noch nach Wahrheit, wenn man in Artikeln der Foster's Daily Democrat lautstarke Schlagzeilen über die Missetaten hypothetischer Gegner kippen kann? Die Realität hat ja sowieso den Weg der Dodo eingeschlagen, was zählt, ist Wellen zu schlagen.
Ungeachtet ihrer eigentlichen politischen Agenda ist die Foster's Daily Democrat zweifellos eine Zeitung, die sich im Scheinlicht der nostalgischen Erinnerungen ihrer eigenen Redakteure badet. Die Frage bleibt bestehen, ob sie ein Monument sein möchte oder doch lieber eine treibende Kraft für positive, zeitgemäße Veränderung.
Vielleicht, und das ist bloß eine Vermutung, findet sich das Grundproblem in einer Mischung aus Hemdsärmeligkeit und einer Dosis von 'das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht'. Doch es könnte auch durchaus sein, dass Foster's Daily Democrat den Kurs der Verbreitung von politischem Gedöns niemals ändern will. Alter Wein in neuen Schläuchen ist immer noch alter Wein, das dürfte klar sein.
Fest steht, dass die Foster's Daily Democrat sich nicht durch ihre Anpassungsfähigkeit auszeichnet, sondern vielmehr davon lebt, dass sich all jene Leser angesprochen fühlen, die alten Gedankenmodellen frönen möchten. Und vielleicht sind genau diese Leser es, die tatsächlich für das Überleben solch eines urtümlichen Medienhauses sorgen. Denn wenn Nostalgie ein Verkaufsargument ist, dann hat Foster's Daily Democrat noch einen langen Erfolg vor sich.