Etia: Die Wahrheit, die niemand hören will

Etia: Die Wahrheit, die niemand hören will

Etia zeigt einmal mehr, dass die EU unsere Freiheit an beschriebener Bürokratie verkauft. Doch was steckt wirklich hinter diesem neuen Reiseautoritätssystem?

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Etia ist der neueste Streich der EU-Bürokraten, der unsere Freiheit bedroht. Was man wissen muss, ist, dass Etia (European Travel Information and Authorisation System) ab 2024 für Reisende, die in den Schengen-Raum einreisen möchten, Pflicht sein wird. Das wurde schon 2018 beschlossen – natürlich ohne großes Getöse, um die Öffentlichkeit nicht aufzuschrecken. Hat jemand den Durchschnittsbürger gefragt? Nein. Etia wird als eine 'erweiterte Sicherheit' verkauft. Aber seien wir mal ehrlich, das einzige, was wirklich erweitert wird, ist die Kontrolle über jeden von uns.

Etia ist eine elektronische Reisegenehmigung, die EU-Reisende aus 60 Ländern – wie die USA, Kanada, Australien – vor der Einreise in den Schengen-Raum beantragen müssen. Diese Genehmigung ist nicht nur ein weiteres Bürokratie-Monster, sondern zeigt, wie weit die EU bereit ist, ihre Finger auszustrecken. Warum also sollte man Etia überhaupt einführen? Sie argumentieren mit Terrorprävention und sichereren Grenzen, doch die Zahlen sprechen dagegen: Es gibt keine ernstzunehmenden Beweise dafür, dass solche Programme tatsächlich die Kriminalität oder Terrorakte reduzieren.

Wenn ich 'elektronische Genehmigung' höre, denke ich an vollendete Überwachung. Jeder muss persönliche Informationen preisgeben, und ja, man verspricht diese zu schützen, aber wer glaubt das wirklich? Sobald Regierungen Daten haben, nutzen sie sie, oft ohne Transparenz. Es ist der erste Schritt zur Überwachung á la '1984'.

Libertäre Amerikaner und Europäer haben sich schon lange gegen staatliche Einmischung gewehrt, aber Etia wird als Schutz für die Reisenden narrativisiert. Kritiker dieses Reiseautorisierungssystems müssten als paranoide Aluhutträger abgestempelt werden, um sie zu diskreditieren. Das ist eine Strategie der Neuschule: wer nicht ins Narrativ passt, der wird diskreditiert.

Wer profitiert wirklich von diesem System? Nicht der Reisende. Nein, es sind die Vertragspartner und IT-Firmen, die diese Systeme aufbauen. Milliarden von Euros werden hier bewegt, aber die wahren Nutznießer sind nie die Bürger. Vielmehr sind es die Konzerne, die einen Weg gefunden haben, von den nationalen Sicherheitsängsten zu profitieren. Es ist eine Story des Kapitalismus, die nur zu gut in das Bild der heutigen supranationalen Bestrebungen passt: groß aufziehen, kleinen Mann übergehen.

Eine ironische Randnotiz: Der Prozess für die Beantragung eines Etia ist so 'userfreundlich', dass es fast an Sarkasmus grenzt. Eine Online-Datenbank, die von kaum einer zentralen Stelle im Entscheidungsprozess kontrolliert wird, mit einer minimalen Ablehnungsrate, wird als Schutzschild gegen Bedrohungen dargestellt.

Mancher könnte hoffen, dass die Einführung von Etia den Reiseverkehr bremst, um Menschen abzuschrecken. Doch Etliche sehen noch den Wald vor Bäumen nicht: Etia stellt eine große Machterweiterung dar. Es wird so getan als sei es fortschrittlich, eine 'Vereinfachung' des Reisens, während es in Wirklichkeit ein weiteres Werkzeug zur Bürgerkontrolle ist.

Die Frage stellt sich: Wo hört das auf? Nach Etia wird es womöglich weitere sogenannte 'Sicherheitsvorkehrungen' geben, die noch tiefer ins Reisen und in das Leben jedes Einzelnen eingreifen. Dass die Bürger Europas und der westlichen Welt dies mit offenen Armen aufnehmen, überrascht nicht — es wird ja als Schutzmaßnahme verkauft.

Eine liberale Mentalität könnte friedlich auf so etwas reagieren, aber kritisches Denken ist gefragt, wenn wir über Etia diskutieren. Dieselbe Gruppe, die sich für offene Grenzen starkmacht, könnte sich Enttäuschungen gegenübersehen, wenn solche Systeme ihre Freiheiten beschneiden, auch wenn sie das Gegenteil behaupten.

Zum Schluss stellt sich die Frage: Werden wir irgendwann erkennen, dass jeder Schritt, unsere 'Sicherheit' zu fördern, uns ein Stück unserer Freiheit kostet? Es bleibt zu hoffen, dass wir in Zeiten erhöhen Überwachungsbedarfs, den man uns weismachen will, nicht vergessen, was wirklich wichtig ist. Sicherheit um welchen Preis? An dem Punkt, an dem wir stehen, ist die Antwort klar: Freiheit kostet oft mehr als uns lieb ist.