Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Fortschritt als Rückschritt getarnt wird. Willkommen in der elektrischen Zukunft, wo Autos von Solarzellen betrieben werden sollen, die selbst in ihrer Existenz ironisch sind. Die Elektromobilität hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen, besonders in Deutschland, der Hochburg des Automobilbaus. Der Ansturm begann richtig, als Politiker und CEO's uns versprachen, unsere Städte von Emissionen zu reinigen und uns in eine grünere Zukunft zu führen. Aber jetzt, wo das Chaos einmal losgetreten ist, scheint der Traum eher ein Alptraum zu sein – vielleicht ein wohlmeinender Irrtum? Oder einfach ein anderes Werkzeug in der großen Kiste politischer Spielchen?
Erneuerbare Energien werden oft als Heilsbringer dargestellt. Windmühlen, die sich in der Brise drehen, Solarzellen, die das Sonnenlicht einschätzen. Was jedoch kaum jemand anspricht, ist, dass die Produktion dieser Technologien alles andere als umweltfreundlich ist. Die Ressourcen, die für die Herstellung von Batterien benötigt werden, stammen aus Ländern, in denen Umweltschutz so gut wie unbekannt ist. Während der Umweltaktivist von Elektrowagen schwärmt, gefährden die Abbaupraktiken für seltene Erden die Lebensgrundlagen von Bevölkerungsgruppen in fernen Ländern. Aber nein, wir wollen ja den Ablasshandel digitaler Zeitalter feiern.
Und könnte man die Infrastruktur für ein flächendeckendes Netz von Ladestationen über Nacht aufbauen? Wohl kaum. Sollte überhaupt genug Strom aus „grünen“ Quellen erzeugt werden? Hier kommt das Zauberwort: Kohle! Jawohl, Kohle ist der heimliche Retter im Hintergrund – in einem Land, das Kohle als antiquiert abtat! Die Moralapostel in den urbanen Ballungszentren vergessen gern, dass der Strom für ihre umweltfreundlichen Gadgets oft aus nicht ganz so umweltfreundlichen Quellen kommt.
Die elektrische Revolution an sich mag faszinierende Technologien hervorbringen, aber ist das Endprodukt wirklich die Verheißung, als die es verkauft wird? On-Demand-Mobilität, drohnenbasierte Lieferdienste – das scheint das große Ziel der elektrischen Zukunft zu sein. Doch was tun wir, wenn das Stromnetz überlastet ist? Blackouts, meine Damen und Herren, sind real, und sie sind bei weitem nicht die pessimistische Übertreibung mancher Besorgter. Deutschlands politische Führer haben den Kurs auf ein elektrisches Nirvana gesetzt, während sie gleichzeitig die Infrastruktur nicht ernsthaft stärken.
Ein weiteres Loch in der Glitzerfassade der Elektromobilität ist der vermeintlich ethische Aspekt dieser Fortbewegungsform. Überraschung: Selbst E-Fahrzeuge belasten die Umwelt mit ihren Schadstoffen, nur verlageren sie diese unauffällig in andere Bereiche. Akkus mit einer gewissen Lebensdauer, die recycliert werden müssen, Reifenabrieb, et cetera, et cetera.
Dann gibt es noch das Preisproblem. Wer verfügt schon über die notwendigen Finanzen, um sich den neuesten Tesla direkt ab Band zu leisten? Regelmäßig nutzen nur Besserverdiener diese klimaneutralen Statussymbole – kaum überraschend. Der Normalbürger bleibt oft auf Diesel oder Benzin sitzen, weil er sich den Umstieg schlicht nicht leisten kann. Wenn Elektromobilität in erster Linie für die Eliten des Großstadtdschungels erdacht wurde, läuft etwas gewaltig schief.
Klima-Aktivisten mögen argumentieren, dass die Wende zum Elektromobil langfristig den Planeten retten wird, aber dies ist nichts weiter als Verkorksung der Realität. Ein Schachzug, um moralisches Oberwasser zu gewinnen, während man ignoriert, dass der ökologisch beste Fußabdruck jener ist, der niemals gemacht wird.
Ja, die Zukunft ist elektrisch. Aber wie elektrisch effizient sie wirklich ist, darüber wird noch hitzig gestritten. Was passiert, wenn das unvermeidliche Nachfrage- und Angebotsungleichgewicht Realität wird? Wenn die Welt einsehen muss, dass ölbasierte Industrien immer noch unentbehrlich sind? Vielleicht werden wir bis dahin gelernt haben, wie wir mit einem wirren Flickenteppich aus hochmodernen, aber umweltschädlichen Neuerungen umgehen können. Oder wir erkennen schließlich, dass die Verwirklichung einer schönen neuen E-Welt zwar wünschenswert ist, aber nur ein leeres Versprechen darstellt.