Elektromagnetischer Bombast trifft auf feministische Agenda: 'Electra Woman und Dyna Girl', die Webserie, die 2016 aus den kreativen Köpfen von Sid und Marty Krofft reimaginiert wurde, zeigt uns, dass zwei Superheldinnen aus den 70ern mehr als nur einen Powerpuff-Girls-Nostalgie-Boom verursachen können. Mit Grace Helbig und Hannah Hart in den Hauptrollen versuchen die Produzenten, Altes mit Neuem zu verbinden – oder vielmehr, Modernes mit Narrativen, die über Geister von vergangenen Fernsehreihen hinausreichen.
Diese Serie, die versucht, uns in eine bunte Welt voller Komik und Action zu entführen, spielt in einer fiktiven Stadt, die die Bühne für den Kampf gegen das Böse liefert – ein Terrain, das jedem Superhelden-Fan wohlbekannt sein dürfte. Doch warum, fragt sich der konservative Zuschauer, muss Hollywood eine politisch korrekte Zweitauflage alter Stoffe produzieren, statt frische und kreative Wege zu gehen?
Die Antwort könnte für einige Fans ernüchternd sein, während andere in diesem Neuerfinden eine notwendige kulturelle Evolution erkennen. Was machen Grace Helbig und Hannah Hart in den Rollen aus? Sie bringen eine gewisse erfrischende Chemie auf den Bildschirm, die sicherlich viele Zuschauer begeistern kann, aber ebenso viele mit unausgesprochenen Kontroversen zurücklässt. In den Episoden wird Humor modern verpackt, und die Serie scheint wie eine Verheißung an eine neue Generation, die nostalgische Rundum-Neuinterpretationen liebt.
Doch in der Welt der super-powergeladenen Helden öffnet sich die Debatte, ob Rolle und Botschaft gerechtfertigt sind, oder ob sie aus einem Anzeichen für eine andere agenda-basierte Erzählung bestehen. Sind wir konfrontiert mit einer durchtränkten Fassade, die mehr Schein als Sein bietet und weniger der spannenden Unterhaltung als einer Lehraufgabe gleicht? Während die Narrative von Teamarbeit und weiblicher Stärke nicht für jeden anstößig klingen mögen, gibt es jene, die anmerken, das Ganze sei ein weiteres Beispiel für frische Erzählungen, die dem rotierenden Zeitgeist folgen.
Das Web ist voll von Kommentaren, Rezensionen und dergleichen. Da frage ich mich: Ist diese Inszenierung von 'Electra Woman und Dyna Girl' etwa der größte Geschlechterkampf aller Zeitalter oder einfach nur eine weitere recht schamlose Manipulation von Nostalgie für die digitale Ära? Sicherlich, das bewährte Superhelden-Formel wurde erneut provozierend aufgelockert, doch der unverholene Schwerpunkt auf Diversität und Relevanz in jeder Szene könnte die Frage aufwerfen, ob wir weit mehr sehen als nur Kriminallösungs-Techtelmechtel.
Hier scheint eine Serie die Tour durch die politisierten Stadien der Medienberichterstattung zu spannen: Einige mögen argumentieren, dass diese Verfilmung der Serie aus den 70ern nichts mehr zur Innovation beiträgt als ein gut vorgenommener Neustart; und wieder andere, dass für einen Neubeginn alles auf die Tagesordnung gesetzt werden muss, selbst wenn es dem altertümlichen Geschmack widerstrebt.
Dieser moderne Wachhund-Ansatz führt uns zu der Frage, ob wirklich mehr verfolgt wird, als lediglich die klischeehaften Tropen zu brechen. Es wird schnell klar, dass sie sowohl alte als auch neue Fans locken, oder gar abschrecken, werden. Aber während einige die Herausforderung lieben werden, mit nostalgischem Material umzugehen, sind andere sicherlich skeptisch darüber, dass unser Vertrauen in die Helden unserer Kindheit liste kluger Bürokraten sein könnte.
Die Serie mag ein 'just-for-fun'-Gegenstück zu heutigen gesellschaftlichen Bewegungen sein. Sie mag für deine Lieblingsdiskussion unter Freunden sorgen oder könnte als ein interessantes Beispiel dafür dienen, wohin die kulturelle Richtung der modernen Unterhaltung sich bewegt.
Wie dem auch sei, 'Electra Woman und Dyna Girl' bleibt ein Zeugnis der Vorschau auf die Absurdität und Ironie, die aus einem Schwanz geträumten Phantasieprodukt resultiert – eine Phantasie, die wohl mehr erzählt als nur die Geschichte zweier Superheldinnen.