Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Politiker von allen Seiten ein System loben, das wie eine schlechte Diät ist: kurzfristig befriedigend, aber langfristig katastrophal. Willkommen in der Ära des Eingebetteten Liberalismus. Dies war die Spielwiese der Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1940er Jahren, als westliche Volkswirtschaften beschlossen, den Kapitalismus ein wenig abzuschwächen. Sie strebten nach einem „dritten Weg“, einer vermeintlich klugen Kombination von Marktwirtschaft und staatlichem Eingreifen. Was dabei herauskam, war ein schwerfälliges System, das für seine wirtschaftlichen Stagnationen und ineffizienten Bürokratien bekannt wurde.
Wir müssen die Erfinder von damals nicht zu hart kritisieren — sie bemühten sich, die weggeknickten Gesellschaften zu stabilisieren. Aber seien wir ehrlich: Eingebetteter Liberalismus ist nichts Großes. Hinter der Einkleidung des Wohlwollens und des sozialen Friedens steckte oft eine ungesunde Mischung aus Marktverzerrung und ständigen staatlichen Eingriffen. Dies schaffte ein ideales Umfeld für jene Politiker, die immer auf Kosten anderer großzügige Wohltaten verteilen wollen.
Die 1. Wahrheit über Eingebetteten Liberalismus: Er ist eine Einladung zur Überregulierung. Jedes noch so kleine Problem wurde mit neuen Vorschriften behandelt, und bald entstanden überdimensionierte Bürokratien, die kaum einen Nutzen hatten. Wer erinnert sich nicht an die endlosen Schlangen bei diversen Ämtern, die uns daran erinnerten, dass die Mühlen des Staates immer langsam arbeiten?
Wahrheit: Marktwirtschaftliche Prinzipien wurden so verwässert, dass Innovation und Unternehmergeist erstickt wurden. Der Staat entmutigte Risiko, unterdrückte kreativen Unternehmergeist und bevorzugte große, bereits existierende Unternehmen, die sich die Einhaltung aller Vorschriften leisten konnten.
Wahrheit: Rentenzahlungen und Wohlstand für alle? Schön und gut, aber ein großzügiger Sozialstaat bedeutet unweigerlich hohe Steuern und eine enge Umklammerung der Freiheiten seiner Bürger. Warum sollte jemand hart arbeiten, wenn der Wohlfahrtsstaat jegliche Versuchung belohnt, die Komfortzone kaum zu verlassen?
Wahrheit: Staatliche Eingriffe bergen immer das Risiko von Korruption und Ineffizienz. Die Verteilung von Ressourcen wird unsichtbar politisiert, von den Günstlingen im System ausgenutzt und entwertet dadurch den eigentlichen Wettbewerb.
Wahrheit: Diese zögerliche Annäherung an den Kapitalismus hat nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial Schaden angerichtet. Wenn der Staat alles sichert und regelt, verharren die Menschen in einer trügerischen Sicherheit und verlierenn die Fähigkeit, eigenständig und selbstverantwortlich zu handeln.
Wahrheit: Anreizstrukturen wurden verzerrt. Ingversive Eingriffskomplexität führte zu ineffizienten Marktnormen und situierte den Staat als alles übergeordnete Instanz, die Marktkräfte nahezu zügellos verletzte.
Wahrheit: Wenn sogar die Umweltpolitik einer unsichtbaren Hand im Nacken des Staates zugrunde liegt, wird nachhaltiges Wirtschaften zum guten Wunsch, der unter der realistischen Bürde ebendieser Bürokratie zerbrochen wird. Reformstau und Komplexität lassen keine klar definierten Bedingungen für nachhaltiges Verhalten zu.
Wahrheit: Staatliche Rettungsmaßnahmen ermutigten zu unverantwortlichem wirtschaftlichen Handeln. Warum sollte man sicher wirtschaften, wenn man weiß, dass der Staat einen im Zweifelsfall rettet?
Wahrheit: Während der eingewöhnte Liberalismus den Wohlstand in den westlichen Ländern tendenziell förderte, benachteiligte er Staaten mit schwacher oder naszierender Wirtschaft. Dies verhinderte deren Entwicklung und förderte stattdessen eine ungesunde Abhängigkeit von externen Geldströmen.
Wahrheit: Und zuletzt, vor einem wirtschaftlichen und moralischen Stillstand kann kein Staat geschützt sein. Stattdessen erschafft man aus sich heraus Chefsessel-Regierungen, in denen zu viele Meinungen auf einen bequemen, unkreativen Konsens reduziert werden können.
In der heutigen Zeit sind die Nachwehen des Eingebetteten Liberalismus bereits spürbar: Ineffiziente Märkte, starre Arbeitsschutzgesetze und eine Mittelklasse, die zwischen wirtschaftlichem Wachstum und staatlichen Ansprüchen zerrieben wird. Zeitgeistgeblendet argumentieren Befürworter, dass dieser Weg der einzige ist, um unsere gesellschaftlichen Probleme zu lösen. Doch statt auf kurzfristige Effekte zu setzen, sollten wir einen mutigeren, dynamischeren Ansatz in Betracht ziehen — einen, der Innovation belohnt, Eigenverantwortung fördert und die Freiheit des Marktes verteidigt.