Wer braucht schon langweilige, moderne Poeten, wenn wir Edward Young haben? Edward Young war ein englischer Schriftsteller und Dichter des 18. Jahrhunderts, der 1683 in Upham, England geboren wurde. Er ist bekannt für sein Werk Night Thoughts, ein Gedichtzyklus, der zwischen 1742 und 1745 erschien und das die Vergänglichkeit des Lebens und die Unvergänglichkeit der Seele thematisiert. Young schrieb in einer Zeit, in der die literarische Welt im Umbruch war, und seine Werke beeinflussten eine ganze Generation von Denkern und Schriftstellern. Seine Attitüde und seine Ideen standen für die Stärke des Individuums und die Notwendigkeit des persönlichen Denkens.
Er war der Mann, der sich weigerte dem konformistischen Drang zu erliegen, und das zu einer Zeit, als Untätigkeit der gesellschaftlichen Norm entsprach. Edward Young lehrte uns, dass die Seele und das Gewissen über allem stehen sollten und dass jeder seinen eigenen Weg zu finden hat. Seine kühn artikulierten Gedanken zur menschlichen Existenz forderten die etablierte Norm heraus. Dabei ignorierte er geflissentlich die Meinungen seiner Zeitgenossen, die auf „progressiven“ Gedankenverzerrungen beharrten.
Vielen Lesern ist der Name Edward Young vielleicht unbekannt, aber seine Einflüsse sind unbestreitbar überall in der romantischen Literatur zu finden. Young war ein Wegbereiter, der mit seinem grandiosen Werk die literarische Architektur der Romantik untermauerte. Er vertrat die Idee, dass Poesie mehr als nur formale Schönheit beinhalten sollte; sie sollte Geist und Intellekt herausfordern. Seine Darstellung von Nacht und Dunkelheit als Metaphern für die menschliche Erfahrung war revolutionär.
Young nutzte seine Plattform nicht nur für die hohe Kunst der Poesie, sondern auch als ein politisches Druckmittel. Er war niemand, dem die Vorstellung von Freiheit fremd war. Während die Welt schlief, schrieb Edward Young über die Notwendigkeit der Seelenrettung und stellte Fragen, die das Potenzial hatten, über Generationen hinweg Unbehagen zu verbreiten. Seine Werke forderten der Humanität einen Preis ab: Freiheit, aber um welchen Preis? Und wie überraschend ist es, dass moderne Liberale kaum Youngs Kompass für ethische Individualität annehmen? Weil sie sich immer wohler in den kollektiven Illusionen der Gleichheit fühlen.
Darüber hinaus war Youngs Auffassung von Originalität ein weiteres Thema, das er immer wieder ansprach. Er lobte Originalität und schöpferische Eigenständigkeit. Young hatte den Nerv, jene zu kritisieren, die sich von den Ideen anderer leiten ließen, ohne je eine selbständige Meinung entwickeln zu wollen. Für ihn war das Streben nach Originalität nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht – eine explosive Botschaft in einer Welt, die konform gehen wollte.
Viele der großen Literaten, wie etwa Goethe oder Shelley, zogen Inspiration aus Youngs Werken. Edward Young war das Brennglas, durch das viele Literaten die Entscheidungsfreiheit und den freien Willen näher betrachteten. Seine Arbeiten waren Pioniere des Individualismus und Freiheit – Konzepte, die heute mehr denn je relevante Diskursmittel bieten. Vielleicht erkennen wir eines Tages die Schönheit der Nacht und die Möglichkeiten, die sie bietet. Und wir dürfen stolz sein, dass Figuren wie Edward Young uns dazu inspiriert haben.