Wenn es um Wirtschaft geht, richten sich die Augen schnell auf das durchschnittliche nationale Gehalt. Was ist das genau? Das nationale Durchschnittsgehalt ist der Betrag, den eine durchschnittliche Person angeblich verdient. Aber ist das wirklich ein Maßstab, der die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse widerspiegelt? Spoiler: Nein.
In Deutschland wird das Durchschnittsgehalt regelmäßig von statistischen Ämtern ermittelt und in Reportagen breitgetreten. Auf den ersten Blick mag es wie eine neutrale Ziffer erscheinen, aber jeder, der ein bisschen tiefer in die Materie eintaucht, erkennt schnell die Tücken, die dieses vermeintlich objektive Maß mit sich bringt.
Erstens, wir haben das Phänomen der Oberverdiener. Wenige Spitzenverdiener, die ihren exorbitanten Lohn mit der breiten Masse teilen sollen, heben den Durchschnitt drastisch an. Das grobe Spiel der Reichen, zu dem oft noch eine Handvoll Prominente und CEOs gehören, lässt die Statistik erstrahlen – ganz zum Leidwesen des durchschnittlichen Arbeiters.
Zweitens wird immer betont, wie das Durchschnittsgehalt Jahr für Jahr wächst. Doch der wahre Feind der Geldbörse bleibt die Inflation. Sie nagt stille an jedem Euro, den wir in unseren Taschen haben. Was bringt ein leicht gestiegenes Gehalt, wenn die Lebenshaltungskosten jedes Jahr unaufhaltsam nach oben klettern? Wohnkosten, Energiepreise, und natürlich die unverzichtbare Steuer, die nie schläft.
Drittens, und das ist eine goldene Regel, die immer Bestand hat: Statistiken sind oft so biegbar wie ein Weidenzweig. Es hängt allein davon ab, wer sie zückt und wie er sie präsentiert. Da kommen Mieter hier und da, eine geschickt gemachte Grafik und schwuppdiwupps, plötzlich fühlt sich der Durchschnitt erstaunlicherweise gesegnet. Wow, so viele werden doch gar nicht um ihren gerechte Lohn betrogen, oder?
Viertens wäre da die Kluft zwischen der Stadt und dem Land. In Metropolen erheben sich die Einkommen oft auf himmlische Höhen, während sich auf dem Land Gehälter eher wie Überbleibsel aus dem 20. Jahrhundert anfühlen. Und so wirft der stolze Städter dem Durchschnitt unterm Strich noch ein paar letzte Brotkrumen zu, bevor er sich aus dem Bild senkt.
Fünftens, warum nur den vordergründig vorgekauten Zahlen Glauben schenken, wenn direkte Fragen an Kollegen, Freunde und Familie schnell zeigen, dass die Realität häufig weit davon entfernt liegt? Die Statistiken mögen alles Mögliche behaupten, aber sollte man blind alles glauben, was einem vorgesetzt wird? Wohl kaum.
Sechstens, vor all den Berichterstattungen zum Durchschnittsgehalt fällt oft genug unter den Tisch, wer überhaupt als „Verdiener“ zählt. Studentische Aushilfen, teilzeitarbeitende Rentner oder auch die Arbeitslosen, die oft gar nicht ins Kaffeesudlesekränzchen eingeladen werden. Ein Durchschnitt, der ohne diese Überlegung kundgetan wird, bringt meist nur Verwirrung.
Siebtens, was bleibt fürs Endfazit? Ein einfaches, schnörkelloses: Glaubt nicht alles, was ihr hört, zumindest nicht, ohne zweimal nachzudenken. Konsequente Selbstüberprüfung der erhaltenen Informationshappen sollte zum täglich Brot gehören, denn der Patron Staat und seine Statistiken schauen lieber darauf, wie sie ihre eigene Haut retten.
Achtens, ein zukunftsorientierter Blick: Der Umgang mit Einkommen sollte nicht aus Gleichgültigkeit oder blindem Vertrauen bestehen. Stattdessen sollte man ein kritisches Auge bewahren, um nicht plötzlich aus allen Wolken zu fallen, wenn die Realität zuschlägt.
Schlussendlich, in Zeiten von steigenden Steuern und Gebühren ist die Entschlossenheit angebracht, das Beste aus den eigenen Ressourcen zu machen, ohne auf vage Statistiken zu setzen. Man muss oder sollte bereit sein, die Ärmel hochzukrempeln und die Macht der eigenen Mittel zu nutzen.
Neuntens, all dies sollte man nicht als Frontalangriff auf die Statistik selbst ansehen, sondern als freundliche Erinnerung, nicht alles für bare Münze zu nehmen. Wer möchte schon in einer Welt leben, die nur von Durchschnitt und Mittelmaßnahmen getrieben ist? Es ist viel besser, kritisch und informiert zu bleiben.
Zehntens, man sollte aber auch nicht vergessen: In der Wirtschaft gibt es immer Tücken, die nur auf den Unaufmerksamen und Gutgläubigen warten. In dem Sinne – Augen auf und wachsam bleiben!