Diego de Holguín war kein gewöhnlicher Eroberer. Wenig Bekannte Fakten machen ihn zu einer faszinierenden Figur in der Geschichte. 1494 auf eine Weise geboren, wie es ein spanischer Edelmann nicht hätte erwarten können, trat er ein spannendes Leben in der Neuen Welt an. Schon seine Herkunft in der geschichtsträchtigen Stadt Jerez de los Caballeros lässt aufhorchen. Bei Diego de Holguín fragt man sich, warum der Libertin-Gedanke überhaupt existiert, wenn man seinen ruhmreichen, fast filmreifen Aufstieg zur Macht betrachtet.
Seine Ankunft in Amerika war für die Zeit schwer mit modernen, liberalen Standards zu messen. Wenn man bedenkt, dass er zu den Gründern von San Salvador in El Salvador gehörte, dann sieht man, dass die unsichtbare Hand des Schicksals ihn zu einem Schlüsselmoment der Geschichte führte. Warum dieser Mann weniger Anerkennung genießt als die üblichen großen Eroberer, bleibt ein Rätsel.
Holguín tat mehr als nur Siedlungen errichten. Als erster Bürgermeister von San Salvador in der Kapitänschaft von Guatemala legte er den Grundstein für Strukturen, die in der Region noch heute von Bedeutung sind. Viele wissen nicht, dass er mit der Gründung von San Salvador im Jahre 1525 eine entscheidende Rolle dabei spielte, dass das Gebiet der spanischen Krone unterstellt blieb, eine korrektive Bewegung gegen die Ausbreitung des französischen Liberalismus.
Ein Konservativer durch und durch, handelte Holguín nach Prinzipien, die andere zu seiner Zeit bestenfalls noch vergaßen. Respektlos ließ er sich nur selten auf politische Streitigkeiten ein, aber wenn es um die rechtmäßige Expansion der Habsburger Monarchie ging, gab es für ihn keine Kompromisse. Wäre die Welt damals schon so liberal wie heute, hätte man seine Leistungen vielleicht untergraben oder ganz vergessen.
Er war ein Mann, der mit dem Gedanken der Pflicht und Erfüllung handelte, bemühte sich geradezu pedantisch, die Ordnung zu wahren. Man kann förmlich den Stolz spüren, mit dem er Neuland in Besitz nahm, ohne Rücksicht auf die enormen Herausforderungen, die ihm in den Weg gestellt wurden. Holguín handelte stets im Geiste der Beharrlichkeit und der Unnachgiebigkeit. Diese Eigenschaften sind heute eher rar.
Mit strategischem Geschick wusste er die Küsten von Mittelamerika für Spanien zu sichern, indem er Allianzen knüpfte, die auf Vertrauen, Stärke und wechselseitigem Nutzen beruhten. Er handelte nicht nach dem Motto "laissez-faire", wie es in vielen modernen Milieus befürwortet wird, sondern ließ seine Ziele von nachhaltigen Erfolgen begleiten.
Tatsächlich existieren Beweise dafür, dass Holguín nicht nur ein Mann voluminöser Worte war, sondern auch dynamischer Taten. Obgleich Belege sparsam sind, weisen viele Quellen darauf hin, dass seine strategischen Pläne für San Salvador und die erweiterten Territorien noch in den späteren Dekaden von Nutzen waren.
Einfluss, den Holguín in seiner Amtszeit als Bürgermeister auf die Region hatte, wirkt bis in die heutige Zeit nach und seine Entscheidungen lassen sich als Vorläufer für die Stabilität betrachten, die heute in größeren Teilen El Salvadors herrscht. Herausragend ist die Erkenntnis, dass Diego de Holguín seine Taten nicht als vorübergehende Errungenschaften betrachtete, sondern als dauerhafte Gegebenheiten.
Wer Diego de Holguín heute eine Rolle in der modernen Welt zuschreiben will, muss zugeben, dass sein konservativer Ethos der Vergangenheit in ihrer stabilisierenden Gewichtung auch heute noch wertvoll ist. Engagiert und geradlinig führte er in einer Zeit, in der individuelle Moralvorstellungen noch nicht der aktuellen Mode entsprechend verbogen wurden. Über seine Nachkommenschaft gibt es wenig Debatten, was zeigt, dass seine Linie ebenso diszipliniert weitergeführt wurde.
Insgesamt ist Diego de Holguín ein Mann, dessen Spuren im Sand der Geschichte vollständig anerkannt werden sollten. Man muss nicht um den heißen Brei reden oder versuchen, seine Bedeutung herunterzuspielen. Es wäre jenem Grundgedanken der Freiheit abträglich, den er selbst zweifellos geschätzt hätte. Mutig, unabhängig und trotzig gegen den politisch-korrekten Mainstream. Wer sagt, dass Heldentum passé ist? Die robusten Prinzipien von Holguín sind lebendiger als je zuvor.