Warum Das Anthropozän-Aussterben Kein Weltuntergang Ist

Warum Das Anthropozän-Aussterben Kein Weltuntergang Ist

Das Anthropozän-Aussterben wird oft als drohende Apokalypse dargestellt, aber ist das wirklich der Fall? Hier sind zehn Gründe, warum die Panik übertrieben sein könnte.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Die Welt befindet sich laut einigen Kennern im Anthropozän, einer Periode, in der menschliche Aktivitäten die treibende Kraft hinter planetarischen Veränderungen sind. Doch ist dieses sogenannte Anthropozän-Aussterben wirklich ein Grund zur Panik, oder nur ein weiteres von linksgerichteten Ideologen geschaffenes Schreckgespenst? Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass das Massensterben – also das langsame Aussterben einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten – der Menschheit zuzuschreiben ist. Doch was ist neu dabei? Aussterben geschieht seit Jahrmillionen auf natürlichem Wege. Schuldzuweisungen betreiben ist einfacher, als praktische Lösungen zu finden.

Nummer eins: Naturkatastrophen gabs schon immer, und sie werden auch weiterhin passieren. Erinnert sich jemand noch an den Untergang der Dinosaurier? Der Mensch hat das nicht verursacht. Evolution und Aussterben sind Teile eines größeren Lebenszyklus. Nummer zwei: Der Mensch ist ein Teil der Natur, genauso wie der Wolf, der nach Nahrung jagt und andere Tiere ausrottet. Heutzutage sind es nicht die großen Tierreiche, über deren Ausrottung ich mir Sorgen mache, sondern die kleinen Unkenrufe. Vor allem Liberale, die mit erhobenem Zeigefinger Vorsicht fordern.

Nummer drei: Soll man glauben, dass alles, was wir tun, zwanghaft ein Desaster hervorruft? Natürlich nicht! Wir Menschen haben unglaubliche Erfindungskraft. Wir haben Industrie geschaffen, haben Rechtssysteme entwickelt und können Weltraumreisen planen. Und das alles geschah nicht, indem man den Händen gefesselt zusah, sondern indem man anfasste und veränderte. Nummer vier: Der menschliche Fortschritt hat definitiv Spuren hinterlassen, aber die Veränderung der Erde verläuft seit Milliarden Jahren. Unsere Verantwortung, wirklich, liegt in der Nutzung von Technologie für Umweltlösungen, nicht in der Panikmache.

Nummer fünf: Der Markt regelt sich bekanntermaßen selbst, und das gilt auch für Umweltfragen. Ein kapitalistisches System, das zum Handeln zwingt und Wettbewerb fördert, ist ein garantierter Weg, um innovative, umweltfreundliche Lösungen hervorzubringen. Warum nicht auf die Kräfte vertrauen, die uns zur gegenwärtigen bedeutenden Stellung verholfen haben? Statt blind Vorschriften zu folgen, die Wachstum behindern. Nummer sechs: Politisches Geschrei rund um das Aussterben ist oft nichts weiter als ein Mittel zum Zweck, um den eigenen Ideologien Gehör zu verschaffen. Da wird gespart und gehortet, aber wir sollten doch verwirklichen, dass wirtschaftlicher Wohlstand der einzige nachhaltige Umweg für mehr Umweltschutz ist.

Nummer sieben: Die ewige Debatte über erneuerbare Energien und nachhaltigen Lebensstil ist wichtiger geworden, als der eigentliche Kern unseres Problems. Wir sprechen von einer Welt, in der Biomasse, Photovoltaik und Elektrofahrzeuge fast wie Drogen angepriesen werden und dennoch Energieknappheit vorherrscht. Ist es nicht ironisch? Nummer acht: Gemeinhin wird suggeriert, wir lebten auf Messers Schneide und noch ein einziger unbedachter Augenblick könnte die Welt ins Chaos stürzen. Wo bleibt der pragmatische Umgang mit unserer Verantwortung?

Nummer neun: Es ist Zeit, dass die große Mehrheit ihre Stimme findet, ohne sich schuldig zu fühlen. Scheinheiligkeit ist weit verbreitet, aber der wahre Drang, unseren Planeten zu schützen, kommt nicht von leeren Protektionismen. Ideologische Schwerpunkte sollten das letzte sein auf unserer Liste. Nummer zehn: Wenn wir das Anthropozän-Aussterben nicht nutzen als Chance, der Menschheit zu zeigen, dass die Verbindung von Verantwortung und Innovation große Auswirkungen hat, dann wird das nur eine weitere Nacherzählung von falschem Alarm sein, der ins Nichts verdampft. Wir sollten also besser richtigstellen, was wirklich zählt. Vertrauen wir den bewährten Methoden.

Am Ende bleibt festzustellen: Das Anthropozän bringt Herausforderungen mit sich, doch sind es wir, die entscheiden, ob wir im Angesicht dieser Herausforderungen handeln oder zurückschrecken. Das hatten wir bereits bei den schrecklichen Vorhersagen über das arme Ozon: Ein Thema, das seinen Höhepunkt längst erreicht hat und mittlerweile als weitestgehend gelöst betrachtet wird. Können wir das nicht als Blaupause für Umweltthemen nutzen, die angeblich die Apokalypse herbeiführen sollen?