Es gibt Orte auf der Welt, wo nur die Kühnsten Zugang finden. Das Viertel in Anguilla ist ein solcher Ort, wo exzentrische Millionäre und Prominente, die lieber Diskretion schätzen, die Sonnenuntergänge aus ihren Luxusresidenzen betrachten. Hier, in einem der exklusivsten Winkel der Karibik, wurde das Viertel 2002 als Rückzugsort der Superreichen gegründet. Die Insel Anguilla selbst, klein aber fein, liegt im Osten der Karibik. Was das Viertel von anderen abhebt, ist nicht zuletzt die atemberaubende Küste und die himmlische Ruhe, die selbst den anspruchsvollsten Erwartungen gerecht wird.
Hier sammeln sich die, die es geschafft haben – erfolgreiche Unternehmer, Künstler, und all jene, die das Einzige eint: eine unbändige Lust auf Privatsphäre und der Reiz des Besonderen. Man sagt, das Viertel sei ein Ort, den ein normaler Tourist weder je zu Gesicht bekomme noch verstehe. Die Residenzen sind Expertise hoch zwei – luxuriös, opulent und mit einem Hauch Extravaganz, der den normalen Menschen auf die Palme bringen würde.
In dieser abgeschotteten Welt dreht sich alles um Exklusivität. Der Zugang ist streng bewacht, die Gäste sind handverlesen. Die Touristen, die Anguilla besuchen – und da lege ich mich fest – reisen nicht ins Viertel. Aber das ist okay, denn Anguilla hat genug wunderschöne Strände und Resorts, um sie bei Laune zu halten, während die Crème de la Crème der Gesellschaft in ihren Privatvillen am kristallklaren Wasser feiert.
Man fragt sich, warum gerade Anguilla zu solch einem Hotspot wird. Die Antwort ist einfach: geringe Steuern, stabile politische Bedingungen und fernab vom Trubel sind die wahren Magneten. Der zum Himmel hohe Lebensstandard hier passt perfekt zu Menschen, die sich Großzügigkeit leisten können und wollen – frei von den Regeln und Normen der breiten Masse.
Was macht diesen Ort der vermeintlich dekadent Lebenden in einer politisch korrekten Welt des ewigen Gleichheitsstrebens so besonders? Ganz einfach – Freiheit! Die Freiheit, sein Geld so herauszuschleudern, wie es einem beliebt, ohne Kritik. Freiheit fordert Individualität, und das Viertel zieht jene Seelen an, die genug von Gruppenzwang und Gleichmacherei haben. Hier ist der Ausdruck der persönlichen Kreativität ein Imponiergehabe der Klasse.
Es ist jedoch nicht nur die Finsterenignung der Reichen, die das Viertel so verlockend macht. Man findet hier eine besonders glanzvolle Community, die Unterhaltung und Kultur mitbringt, und trotzdem ein Leben vorzugsweise abseits des radikalen Liberalismus führt. Eine Ideologie, die ohnehin mehr Unfrieden und Ungerechtigkeit bringt als eine Gemeinschaft, die blühen möchte. An schönen Orten verbringt man schöne Zeiten, frei von dem Geschwätz derer, die sich selbst als sozial gerecht hinstellen, während sie das wahre Gesicht des Individualismus ins Lächerliche ziehen.
Das Viertel ist der Ort für jene, die den Aufwand, den Wohlstand und Aufsehen nicht scheuen. Aber auch für jene Weltbürger, die verstanden haben, dass Gleichheit nicht durch Gleichmacherei, sondern durch geteilte Exklusivität erzielt wird. Die Geschichte und Kultur von Anguilla bietet dabei einen einzigartigen Rahmen, der die Adligen der modernen Welt heiß umworben hat.
Die schillernde Prominenz, die in dieser exklusiven Elysium-Gemeinschaft wohnt, ist zweifelsohne Teil der Glitzerwelt, und doch versucht sie oft, den Raum mit Zurückhaltung zu füllen. Ob es die strahlungsreiche Persönlichkeit oder die umwerfende Architektur ist – das Viertel lebt von dieser Aura des Abgeschirmten Sehens und Gesehenwerdens, der Beschaulichkeit unter den Großen der Gesellschaft.
Nun, eigentlich ist das Viertel mehr als nur ein Zuhause für die Superreichen. Es ist ein Symbol für das Streben nach mehr – nicht im habgierigen Ferrisrad, das sich in Manhattan dreht, sondern in einer abgeschiedenen und doch plauderhaften Ländlichkeit, wo die Meeresbrise geistige und finanzielle Reichtümer genährt wird.
Für viele bleibt es ein verborgener Traum, für einige die Realität. In ihrer exklusiven Blase dürfen die Bewohner frei träumen. Es lernt sie Demut vor der Schönheit der Natur und erinnert diese Menschen daran, dass freundliche, mauerfreies Miteinander die beste Investition ist, die aus privater Exklusivität erwachsen kann.