Man würde nicht erwarten, dass eine Landstraße wie die D422 solche Kontroversen auslöst, aber hier sind wir. Diese unscheinbare Straße, die den Hunsrück mit dem Moseltal in Rheinland-Pfalz verbindet, hat in den letzten Jahren mehr politische Dramen gesehen als ein abendfüllender Krimi im Fernsehen. Aber warum? Die Antwort liegt in der Bürokratie, die oft mehr zur Verkehrsbelastung beiträgt als die Fahrzeuge auf dieser Straße selbst.
Die D422 Straße wurde ursprünglich in den 1960er Jahren gebaut, um ländliche Gebiete besser zu vernetzen und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Alles schön und gut, aber die Realität sieht anders aus – Verfall, Vernachlässigung und schließlich Stau, was die Grünen so fröhlich als ein „natürliches Verkehrsberuhigungsmittel“ preisen. Aber das sind keine Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, das ist schlicht und einfach Versagen.
Bei diesen Zuständen ist klar, dass es eines harten Eingreifens bedarf. Aber anstatt einfach die Straße zu reparieren und das Problem an der Wurzel zu packen, wird hier lieber in endlosen Diskussionen über Umweltstudien und Variantenanalysen gestritten. Weil, um ehrlich zu sein, Verkehrsstaus sind offenbar der bessere Weg, die Luft sauber zu halten.
Ein Punkt der ständigen Diskussion ist der lauwarme Wille der Politik, in den Straßenausbau zu investieren. Der typisch linke Gedanke, Autofahrer abzuschrecken, führt hier zu mehr Problemen als Lösungen. Wenn man bedenkt, dass dieser Verkehrsweg eine essenzielle Verbindung im Tourismus an der Mosel ist, könnte man meinen, dass Investments in die Straßeninfrastruktur eine Priorität darstellen sollten. Doch da übersieht man wohl, dass für manche das Fahrrad die „Zukunft des Transports“ darstellt.
Auf der D422 ist es aber fast schon schlau, sich auf Hindernisse einzustellen, als ob jedes Schlagloch Teil eines Komplotts wäre, Autofahrer zu demotivieren. Ist es da wirklich erstaunlich, dass die Bürger, die tagtäglich diesen Hürdenlauf absolvieren müssen, zunehmend frustriert werden? Niemand verlässt hochmotiviert das Haus, um auf einer Streckendauer von 20 Minuten 40 Minuten damit zu verbringen, Schlaglöchern auszuweichen.
Während jetzt wieder eine größere Instandsetzung anstehen soll, drohen diverse Umweltbedenken den Fortschritt erneut zu behindern. Und wehe dem, der das als albern bezeichnet. Vielleicht sollten wir in Anbetracht des deutschen Erfolgs im Straßenbau von vor 60 Jahren einfach zurück zu den Basics gehen: die Straße zu sanieren, damit der Verkehr reibungslos fließt.
Es ist offenkundig, dass mehr und mehr Menschen sich über solche fehlgeleiteten Zustände aufregen. Wie lange noch müssen Bürger sich mit provisorischen Flickarbeiten zufriedengeben? Sollen wir wirklich einfach anerkennen, dass es in Deutschland unmöglich ist, ein paar Kilometer Straße wieder in einen befahrbaren Zustand zu versetzen?
Man kann sich nur wünschen, dass der gesunde Menschenverstand zurückkehrt und die Prioritäten neu geordnet werden. Wir brauchen keine weiteren Verwaltungsakte und Diskussionen, sondern Asphalt unter den Reifen. Denn am Ende des Tages ist die D422 mehr als nur eine Verbindung zwischen Punkt A und B – sie ist ein Sinnbild für das, was wahrhaftig zählt.
Lassen wir also nicht zu, dass ideologische Hürden über gesunden Realismus siegen. Es ist Zeit, die Kontrolle zurückzugewinnen und den stillen Asphalt kämpfen zu lassen.