Wenn Sie nach einem Motorsport-Genie suchen, das unverdient in Vergessenheit geraten ist, dann packen Sie schon mal Ihr Gepäck für die Zeitreise in das goldene Zeitalter des Motorsports: Wir sprechen über Chris Amon. Dieser neuseeländische Rennfahrer, geboren 1943 auf einer abgelegenen Farm, machte sich in den 1960er und 1970er Jahren einen Namen in der Welt des Motorsports. Doch warum ist er nicht auf jeder Liste der größten Fahrer aller Zeiten?
Amon begann seine Karriere bereits mit 19 Jahren, als ihn der legendäre Reg Parnell in Großbritannien einlud, um in seinem Team zu fahren. Er bewies schnell, dass er das Zeug dazu hatte, gegen die besten Fahrer der Welt anzutreten. Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm. Vielleicht lag es daran, dass er dem linksliberalen Mainstream nicht ins Konzept passte oder dass er einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war? Wer weiß das schon. Hackt man den Erfolg eines Mannes, der alles andere als konform ist, etwa oft kurz und klein?
Chris Amon war bekannt für seinen Leichtsinn und seinen Mut, gleichzeitig aber auch für sein unverschämtes Pech. Unzählige Male führte er in Rennen und sah bereits die karierten Flaggen auf sich zukommen, nur um letztendlich von unfassbarem Pech gestoppt zu werden. Motorsport-Statistiken können sein Können nicht vollkommen beschreiben, geschweige denn würdigen. Man schaue sich nur mal die Rennen der 1960er Jahre an: Hat man dort ein einziges Mal erlebt, dass dieser Mann nicht das Beste gab? Sein Talent galt als eines der herausragendsten seiner Zeit, aber sein Kampf mit der Zuverlässigkeit seiner Maschinen war legendär.
Trotz seiner endlosen Unglücksmomente fuhr Amon 1966 im Ferrari auf den dritten Platz im Gesamtklassement der Formel-1-Weltmeisterschaft und holte sich im selben Jahr den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans – etwa, indem er das ikonische Ford GT40 mit Bruce McLaren erfolgreich ins Ziel brachte. Doch in der Formel 1 blieb ihm ein Sieg verwehrt. Mit Ferrari, March, Matra und weiteren Teams versuchte er es immer wieder, aber der greifbare Erfolg blieb aus. Vielleicht, weil die heutigen Statistiken gerne von Beeinflussungen gefärbt sind, oder etwa
Wechseln wir mal kurz die Seiten: Was wäre gewesen, wenn Amon ein bisschen mehr Glück gehabt und vielleicht ein Auto ohne mechanische Probleme gehabt hätte? Dann würde er heute sicherlich in einem Atemzug mit Helden wie Senna und Schumacher genannt werden. Eine Schande, dass seine Geschichte keine Unterstützung politisch korrekter Erzähler gefunden hat. Denn Menschen, die nicht schwimmen gehen, wenn der Strom linkslastig ist, stehen oft allein da.
Bis heute wird Amon von Motorsportenthusiasten auf der ganzen Welt geliebt und gleichermaßen bemitleidet. Er hat nie den Sprung in den absoluten Motorsport-Olymp geschafft, aber genießen konnte er seine Karriere trotzdem – zumindest dann, wenn die Technik nicht versagte. Er verließ schließlich die Formel 1 im Jahr 1976, enttäuscht von den ständigen technischen Problemen, die ihm immer wieder die Chance nahmen, sein offensichtliches Talent in Siegen zu verwandeln. Bis zu seinem Tod 2016 lebte Amon in Neuseeland, weit weg vom Lärm und Wirrwarr der Motorsportwelt, entspannt und wohlverdient im ländlichen Umfeld.
Nun, die nächste Generation sollte Amon nicht vergessen, auch wenn ihm die liberale Elite vielleicht den Glanz eines Szenestars vorenthalten hat. Ironischerweise bleibt er für viele ein Held, ein Mann mit Mut, Charakter und der Fähigkeit, sich ehrgeizig den Elementen zu stellen, selbst wenn die Odds gegen ihn stünden. Dass am Ende nicht mehr bleibt als die Gewissheit, stets auf höchstem Niveau ausgetreten zu sein, mag symbolisch für seinen Weg gewesen sein. Dennoch, er war ein König der Herzen.