CFS Bilbao: Der konservative Aufschrei gegen das linke Establishment

CFS Bilbao: Der konservative Aufschrei gegen das linke Establishment

CFS Bilbao ist nicht nur ein Treffpunkt für Künstler in Spanien, sondern ein unfreiwilliges Schlachtfeld zwischen progressiven Ideen und konservativen Werten. Ein Hotspot der Provokation, der jeden Denkanstoß bietet, um das linkspolitische Establishment zu hinterfragen.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

CFS Bilbao, das Zentrum für visuelles Experimentieren in der pulsierenden Stadt Bilbao in Spanien, ist weit mehr als ein einfacher Veranstaltungsort für jene, die auf der liberalen Seite der Kunst und Kultur stehen. Dieser Veranstaltungsort zieht seit seiner Eröffnung im Jahr 2010 Künstler, Kreative und Meinungsverschiedenheiten an sich wie Parolen bei einer linkspolitischen Demo. Dieser Ort bietet nicht nur Platz für Kunst, sondern hat sich zu einem physischen Manifest linkspolitischer Meinungsbildung entwickelt, das vor nichts Halt macht, um die Fundamente dessen zu hinterfragen, was viele von uns für fest in Stein gemeißelt halten. Wer hätte gedacht, dass ein solcher Hort linker Ideen auch gleichzeitig eine Keimzelle für Widerstand und eine eigene Bühne für konservative Stimmen werden könnte?

Natürlich trifft sich bei CFS Bilbao die übliche Mischung aus progressiven Künstlern und Aktivisten, die jeden Funken der Tradition hinterfragen möchten. Doch der Witz liegt darin, dass man in einem scheinbar liberalen Hafen eben keinen hehren Hering sondern oft einen wahren Haifisch antreffen kann. Während Workshops und Ausstellungen als fruchtbarer Boden für den Austausch dienen sollen, stellen sie zugleich für unangepasste Denker eine Herausforderung dar, sich gegen den von linken Idealen diktierten Mainstream zu behaupten.

Aber was passiert da wirklich hinter den Kulissen? Es beginnt mit dem fröhlichen Zusammentreffen der Künste und endet oft in einer gewagten Politshow, die einen konservativen Bürger ins Staunen versetzen kann. Wer glaubt, dass diese Kunst im Elfenbeinturm ohne Wirkung auf unsere Gesellschaft bleibt, sollte dem Treiben einmal selbst beiwohnen. CFS Bilbao beschränkt sich nicht auf herkömmliche Ausstellungsräume. Es bietet provokante Performances, die mit allen Mitteln versuchen, bestehende Ordnungssysteme zu durchbohren und ein Spiegelbild dessen zu zeichnen, was viele als die "friedliche Koexistenz" zwischen Tradition und Moderne betrachten.

Und sollten Sie im Glauben sein, dass solch künstlerische Höhenflüge reine Geschmackssache seien und das einfache Leben unberührt lassen, sollten Sie nochmals nachdenken. Was in Bilbao passiert, knallt mit voller Wucht in die diskursiven Arenen und setzt als dominanter Taktgeber einer immer progressiver werdenden Gesellschaft neue Rahmenbedingungen. Für jene, die konservative Werte hochhalten, ist das eine Provokation ohnegleichen. Doch gerade hierin liegt der Reiz des CFS Bilbao: Es wird gezeigt, dass man auch in einer Umgebung, die scheinbar von liberalen Geisteshaltungen dominiert wird, durchaus standhaft bleiben und für die eigene Sache argumentieren kann.

Das CFS Bilbao ist ferner ein Paradebeispiel dafür, wie Kunst als Werkzeug zur sozialen Veränderung missbraucht werden kann. Künstlerische Freiheit hin oder her, wenn hier klare politische Statements von der Bühne schallen, ist dies mehr als nur Kunst um der Kunst willen. Vielmehr wird versucht, mittels kreativem Ausdruck eine Art Bewusstseinsrevolution auszulösen und die liberalen Glaubenssätze einmal mehr zu hinterfragen.

Doch wäre es ungerecht, nur die künstlerischen Outputs des CFS Bilbao zu bewerten. Es ist ebenso der unwirtliche Gestaltungsrahmen, der konservativen Geistern eine neue Bühne liefert, um ihre Botschaften zu kommunizieren. Es ist der Widerspruch selbst, der diese Stätte ausmacht und gerade durch seine Reibungen eine unfreiwillige Allianz von links und rechts hervorrufen kann.

Biennale, Ausstellungen, Diskussionsrunden und Skulpturenprojekte, insbesondere jene, die auf alte Traditionen zurückgreifen und sie in neuem Licht darstellen, erweisen sich als bedeutende Stimmen in einem ohnehin schon vielstimmigen Gesang. Die Ironie dabei? CFS Bilbao kann somit indirekt zu einer Verteidigungsplattform für konservative Grundwerte werden, die sich gegen die Erosion durch unreflektierte Modernismen zur Wehr setzen.

Wenn der kluge, konservative Bürger also am Horizont von CFS Bilbao einen Hoffnungsschimmer erblickt, sollten die linken Hetzer sich womöglich in Acht nehmen. Möge dies der Platz sein, an dem Tradition nicht zugunsten einer launenhaften Moderne zugrunde geht, sondern durch sein beständiges Aufbäumen zu neuem Leben erwacht.