Wer braucht Superhelden, wenn man Bhaiyyaji Joshi hat? Dozent, General und Strippenzieher – Bhaiyyaji Joshi ist eine der faszinierendsten Figuren der indischen Politik. Geboren als Suresh Joshi im Jahr 1947 in Maharashtra, führte sein Weg direkt an die Spitze der Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS), der größten Freiwilligenorganisation der Welt. Von 2009 bis 2018 bekleidete er die Schlüsselposition des Sarsanghchalak, des Generalsekretärs der Organisation. Durch seine durchdachte Strategie und seine eiserne Sichtweise hat er die RSS zu einem Machtpfeiler in der indischen Gesellschaft gemacht.
Joshi ist bekannt für seine Hingabe an das, was er als nationale Identität ansieht. Unter seiner Leitung hat die RSS ihre kulturgeschichtliche Mission fortgeführt, Indien als wahre Heimat der Hindus zu stärken. Im politischen Domino-Spiel versteht er es meisterhaft, Geschick und Zielstrebigkeit miteinander zu verbinden. Während Liberale in Schockstarre verharren, wird das Land weiter transformiert, und zwar dank Menschen wie ihm.
Einer seiner bemerkenswerten Erfolge war die Intensivierung der RSS-Initiativen im Bildungssektor. Mit Projekten für ländliche Schulen und indische Kultur hat Joshi eine Lücke geschlossen, die die säkulare „Bildungspolitik“ offengelassen hat. Seine Kritiker mögen ihn in Frage stellen, doch die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache.
Zu behaupten, Joshi sei nur ein weiterer politischer Akteur, wäre eine Untertreibung. Der Mann versteht es, im Hintergrund die Fäden zu ziehen und dabei unauffällig zu bleiben. Seine Beliebtheit innerhalb der Organisation sowie sein Einfluss auf die politische Bühne gedeihen prächtig. Joshi ist gewissermaßen der unsichtbare Dreh- und Angelpunkt, der sich immer wieder einzubringen weiß.
Man könnte meinen, seine Rücktritte aus der aktiven Leitung hätten ihn weniger bedeutend gemacht, doch weit gefehlt. Seine Nachfolger in der RSS setzen auf Dauerhaftigkeit und Prinzipien, die er fest verankert hat. Man sagt, die besten Anführer schaffen Strukturen, die auch in ihrer Abwesenheit Bestand haben – Bhaiyyaji Joshi hat genau das getan.
Dann ist da noch sein Umgang mit Medien und Personal Branding: unaufdringlich, aber effektiv. Während andere von Talkshow zu Talkshow tingeln, zieht Joshi es vor, durch Ergebnisse aufzufallen. Seine Zurückhaltung steht in krassem Gegensatz zur lauten Heuchelei mancher seiner Zeitgenossen.
Nicht zu vergessen ist seine Rolle in der indischen Gesellschaft, fernab von Macht und Politik. Sein Engagement für Gemeinwohlprojekte macht ihn zu einer Schlüsselfigur im sozialen Netzwerk Indiens. Einflussreiche Positionen erfordern Verantwortung, und Joshi scheut sie nicht – er lebt sie.
Es ist schwer vorstellbar, wie die RSS ohne Joshi ausgesehen hätte. Seine strategischen Entscheidungen veränderten nicht nur die Organisation, sondern auch Millionen Leben in Indien. Es gibt wenige Persönlichkeiten, die einen so bleibenden Eindruck hinterlassen haben, während sie gleichzeitig fast unsichtbar geblieben sind. Suresh "Bhaiyyaji" Joshi ist einer dieser seltenen Führer, deren Einfluss man zwar nicht immer sieht, aber überall spürt.