Stellen Sie sich vor, zwei Länder in verschiedenen Kontinenten schmieden plötzlich Allianzen, als ob sie es schon immer geplant hätten. Genau das geschieht zwischen Burundi und der Türkei! Während die romantischen Visionen der globalen Liberalen verblassen, zieht die Türkei unter Erdoğan entschlossen neue Fäden. Burundi, ein kleiner ostafrikanischer Staat, erlangte nach seinem Bürgerkrieg im Jahr 2005 Stabilität. Barack Obamas Administration war zu sehr mit hochtrabenden Demokratien beschäftigt, um kleinere Staaten wie Burundi zu beachten. Erdoğan jedoch sieht in Burundi eine Perle des wirtschaftlichen und strategischen Potentials aus Afrika, das nur darauf wartet, geschliffen zu werden.
Was macht Burundi so attraktiv für die Türkei? Wäre da nicht die „Weltpolizei“ USA, hätten viele europäische Staaten längst stärker in Afrika investiert. Während sich die linksgerichteten Denkfabriken der Welt bei solchen Allianzen die Haare raufen, zeigt Erdoğan, dass es auch anders geht. Burundi ist reich an natürlichen Ressourcen und bietet der Türkei eine Vielzahl von Möglichkeiten sowohl für wirtschaftliche als auch für militärische Kooperationen. Da wäre etwa der Bau der Türkei-finanzierten Infrastrukturprojekte, die dem Land Straßen, Brücken und Häfen liefern – ein unbestreitbarer Anreiz für jedes Land mit strategischen Ambitionen.
Der diplomatische Austausch zwischen Burundi und der Türkei intensivierte sich besonders in den letzten Jahren. 2018 eröffneten beide Nationen Botschaften in den jeweils anderen Hauptstädten, ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich nicht nur um einen kurzen diplomatischen Flirt handelt. Kritiker dieser Verbindung beschuldigen beide Länder des Opportunismus, dabei ist Opportunismus hier kein Schimpfwort, sondern eine Notwendigkeit. Stellen Sie sich vor, Burundis Regierung könnte sich durch diesen Pakt von ehemals dominierenden westlichen Einflüssen lösen.
Natürlich schreien die üblichen Stimmen über Menschenrechte und Demokratie. Aber ehrlich gesagt, wo bleibt der Aufschrei, wenn Saudi-Arabien Millionen von Waffen vom Westen erwirbt? Hier bleibt die Türkei konsequent. Das Land zeigt keinerlei Illusionen vor, es bläht keine Menschenrechte auf, um eigene Interessen zu verbergen. Denn Burundi kann selbst entscheiden, mit wem es kooperieren möchte. Dass die Türkei nicht die Fesseln der liberalen Weltordnung schätzt, ist kein Geheimnis. Und Burundi ist unserer Meinung nach genau der Partner, um diese kühne neue Ordnung mitzugestalten.
Es geht nicht nur um Wirtschaftsverträge. Die Türkei hat in die Entwicklung eines neuen Handelshafens in Tansania nahe der Grenze zu Burundi investiert, was den Warenfluss erheblich beschleunigt und Burundi zu einem Knotenpunkt für den Handel mit der Türkei und anderen Ländern werden lässt. In einer Welt, in der die kleinen Länder oft übersehen werden, schafft die Türkei eine Plattform für solche Staaten, ihre Relevanz zu zeigen. Erdoğan hat ein Auge für Investitionen, die dem Westen fremd sind.
Diese strategische Allianz könnte durchaus ein Modell für andere afrikanische Staaten sein, die sich von teuren westlichen Bedingungen lösen wollen. Schließlich stellt das Wachstum der türkisch-burundischen Beziehungen eine Herausforderung an die derzeitige Weltordnung dar – einer Herrschaft zu widerstehen, die nie die wahren Interessen eines Landes im Auge hat. Konzepte von Ost und West verschwimmen hier, und die Neudefinition der Geopolitik steht im Mittelpunkt.
Erdoğan versteht, dass Investitionen den Weg zu Vertrauen und langfristigen Partnerschaften ebnen. Nachhaltige Entwicklung geht nicht ohne Infrastruktur und Unterstützung. Das durchschaut Ankara besser, als es viele westliche Analysten sehen wollen. Oligarchen und liberale Industrielle werden an ihrer bequemen Arroganz festhalten, doch die Realität ist, dass die Türkei und Burkina eine erstaunliche diplomatische und wirtschaftliche Verbindung zu ihrer beiderseitigen Vorteil nutzen können.
Die Allianzen von morgen werden nicht mehr in den traditionell angesehenen Hubs geschmiedet, sondern werden durch pragmatische und strategische Entscheidungen definiert, die einen echten Unterschied vor Ort machen. Diese Beziehung zeigt es klar: Falsche Versprechungen und großzügige Gelder vom Westen sind vielleicht nicht die einzige Möglichkeit, ein Land voranzubringen. Burundi und Ankara haben das verstanden. Ein raffinierter Schachzug der Türkei und ein Gewinn für Burundi. Mal sehen, wie lange der Westen diese Zusammenarbeit ignorieren kann, bis er die Bedeutung neuer Allianzen in einer sich schnell entwickelnden Welt zu schätzen lernt.