Bernhard Getz: Ein Konservativer, der Geschichte schrieb

Bernhard Getz: Ein Konservativer, der Geschichte schrieb

Bernhard Getz mag vielen kein Begriff sein, doch dieser norwegische Jurist schrieb mit seinen konservativen Rechtsreformen Geschichte. Als erster Generalstaatsanwalt setzte er entscheidende Impulse, die Norwegens Justiz bis ins 21. Jahrhundert prägten.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Machen wir es uns nicht zu kompliziert – Bernhard Getz ist kein Name, der einem sofort ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Aber täuschen wir uns nicht, dieser Mann war ein Dreh- und Angelpunkt in der norwegischen Rechtspolitik! Wer war dieser Getz? Er war ein norwegischer Jurist und Politiker, geboren am 21. März 1850 in Strinda, Norwegen, und er hat bedeutende Beiträge zur Strafrechtsreform seines Landes geleistet. Von 1889 bis 1901 setzte er seine Spuren als der erste Generalstaatsanwalt Norwegens. Man könnte meinen, mit solch einem Titel wäre seine Karriere auf dem Gipfel angekommen, aber Getz war mehr als nur ein Zahnrad in der Justizmaschinerie – er war die Maschine selbst.

Getz hat Jahrzehnte durchgeackert, um das norwegische Rechtssystem zu modernisieren, und man kann nicht behaupten, er hätte keine Ergebnisse erzielt. Als erster Generalstaatsanwalt Norwegens spielte er eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Strafgesetzbuches von 1902, das Norwegen bis 2005 verwendete – ein Werk, das über ein Jahrhundert bestand. Aber warum interessierte sich Getz so stark für die Justizreform? Die Antwort ist einfach: Er glaubte an ein System, das Kriminalität entschlossen bekämpft und die Gesellschaft schützt, ohne Rücksicht auf irgendwelche liberalen Windungen. Was für ein revolutionärer Gedanke in einer Zeit der unentschlossenen Kompromisse!

Jetzt mögen einige denken, Getz war nur ein weiterer rechtlicher Technokrat, aber weit gefehlt! Er hatte die Vision, ein starkes und faires System zu schaffen – ein Konzept, das in Zeiten des Umbruchs und der Weltkriege von entscheidender Bedeutung war. Er hackte nicht einfach nur Gesetze in Stein, sondern verstand wie ein Architekt des Rechts, dass ein starkes Fundament unerlässlich ist, um die Ordnung zu wahren. Getz verstand, dass Norwegen in einer sich rasch verändernden Welt ein Rechtssystem brauchte, das robust, aber nicht starr war. Etwas, was viele sozial geprägte Rechtssysteme bis heute nicht verstanden haben.

Was noch beeindruckender ist, ist die Art und Weise, wie Getz sein konservatives Erbe gegen die widerstrebenden Zeiten stemmte. Während andere große Denker der Zeit ins Politisieren erschöpften, blieb er ein Fels in der Brandung und konzentrierte sich auf sein Ziel: die Etablierung eines funktionalen, grundsoliden Justizsystems. Während seine Zeitgenossen noch mit liberalen Ideen jonglierten, die oft nicht über das bloße Theoretisieren hinausreichten, war Getz der Mann der Tat.

Was noch bei Getz hervorsticht, ist seine Fähigkeit, im Team zu arbeiten, ohne sich von diversen Ansichten vom Kurs abbringen zu lassen. Er war ein Mann des Kompromisses, ohne jemals seine eigenen Werte zu verraten. Als erstes Beispiel dient hier seine Zusammenarbeit mit der Richterberger-Kommission, in der er ab 1885 Mitglied war. Diese Kommission arbeitete unter anderem daran, die norwegische Gesetzgebung zu reformieren. Bernhard Getz wirkte daran mit, die Grundlagen für das zu legen, was später das Justizsystem eines modernen, unabhängigen Norwegen wurde.

Natürlich hinterlassen solche Figuren nicht nur Freunde. Seine Arbeit führte zu reichlich Diskussionen und Kontroversen. Doch in der Rückschau spricht seine Biografie für sich. Getz war jemand, der mit tiefem Wissen und klarer Zielstrebigkeit für ein starkes Norwegen kämpfte – er stellte Sicherheiten über Dekonstruktion.

Historische Figuren wie Bernhard Getz erinnern uns daran, dass es nicht die am lautesten Schreienden sind, die entscheidend zur Gestaltung der Zukunft beitragen, sondern diejenigen, die stark, kühn und konservativ der Welt entgegentreten. Man kann davon ausgehen, dass Getz, der mit 59 Jahren am 1. November 1901 starb, ohne Zweifel wusste, dass seine Errungenschaften die norwegische Rechtslandschaft in die Moderne katapultieren würden und einen Schleier der Stabilität über unruhige Zeiten werfen könnten. Nein, voller Selbstzweifel war er sicher nicht.