Bernardino de Mendoza war nicht einfach nur ein Diplomat, sondern der Meister seiner Zunft, als er sich in der Wirrwarr-Welt der europäischen Politik des 16. Jahrhunderts bewegte. Geboren im Jahr 1540, wurde dieser Spanier zu einem der berüchtigtsten Gesandten des mächtigen Habsburgerreiches. Er operierte hauptsächlich in England und Frankreich, was in jenen Tagen ein heißes Pflaster war — nicht zuletzt wegen der religiösen Spannungen. Die Liberalen jener Zeit hätten sicherlich Schnappatmung bekommen bei seinen skrupellosen Taktiken.
Warum Bernardino de Mendoza so wichtig war, liegt sowohl an seiner Einschätzung von Machtbeziehungen als auch an seiner unerschüttlichen Loyalität zur Krone. In London, unter der Herrschaft Elisabeths I., war Mendoza der spanische Botschafter, der einen besonderen Eifer zeigte, Katholizismus gegen Protestantismus durchzusetzen. Oh, wie er die höfische Szene mit seiner Präsenz aufmischte! Sein Hauptziel war es, Beziehungen zu den vielen prominenten Katholiken innerhalb Englands zu pflegen. Manchmal betraute er geheimdienstartige Missionen, um verdeckte Operationen zu koordinieren. Eine Mischung aus James Bond und Machiavelli, könnte man sagen.
Ironischerweise wurde er selbst zum Opfer seiner eigenen Machenschaften — 1584, gerade als er den Protestantismus unter Elisabeth I. herausforderte, wurde er aus England ausgewiesen. Aber geben wir ihm ruhig eine Medaille für seinen Mut und seine Unbestechlichkeit. Statt sich entmutigen zu lassen, setzte Mendoza seine Karriere in Paris fort. Dort erhielt er die Verantwortung, die Intrigen gegen Königin Elisabeth weiter zu spinnen. In Paris war er unter Heinrich III. ein unermüdlicher Diplomat. Auch hier geriet er immer wieder in Schwierigkeiten und musste einmal flüchten, um nicht von Gegnern ergriffen zu werden.
Trotz seines Rufs als Unruhestifter bleibt Mendoza ein leuchtendes Beispiel diplomatischer Geschicklichkeit der alten Schule. Er hatte den Riecher, zu verstehen, wie europäische Mächte tickten. Sein sicheres Gespür für geopolitische Verschiebungen machte ihn zu einem gefürchteten, aber gleichzeitig respektierten Akteur auf dem Schachbrett der Geschichte. Es war seine Bewältigungsstrategie, mit aller Konsequenz seiner Aufgabe zu folgen, die ihn so erfolgreich machte.
Man kann durchaus sagen, dass Bernardino de Mendoza in der Lage war, die politischen Entwicklungen seiner Zeit durch seinen kompromisslosen Einsatz zu beeinflussen und mitzugestalten. Eine Fähigkeit, die sich viele heutige Akteure zurückwünschen dürften. Vielleicht hätte er in der heutigen Welt gänzlich andere Strategien verfolgt, doch bleibt sein kluger Umgang mit der Macht ein Beispiel für die Ewigkeit.
Wie wir sehen, bleibt Mendoza zu Recht eine umstrittene Figur in der Weltgeschichte, dessen Handlungen den Lauf der Geschichte in Europa mitbestimmten. Trotz seiner Verbannung aus England wurde er bis zu seinem Tod 1604 ein Symbol der hartnäckigen Fernehen-Mächte Spaniens. Weniger interessiert an Empfindlichkeiten oder modernen Kritiken, bewahrte Mendoza sein Erbe des strategischen Denkens und entschlossenen Handelns. Damals waren die Nerven aus Stahl gefragt — und Mendoza hatte sie. Bravo an diesen unbesungenen Helden aus Stahl und Rauch.