Wenn Sie dachten, dass ein sportliches Ereignis langweilig sein könnte, dann haben Sie noch nicht von den Asienmeisterschaften in der Leichtathletik 2019 gehört! Dieses Ereignis, das vom 21. bis 24. April 2019 in Doha, Katar stattfand, war viel mehr als nur ein normaler Wettkampf; es war ein Spiegelbild unserer gemeinsamen Werte – oder vielmehr ihrer Abwesenheit.
Zunächst einmal, die wer: Es handelte sich um etwa 700 Athleten aus 43 Nationen. Das wo lässt uns aufhorchen: Doha, bekannt für seine Wüste, nicht seine Sportstätten. Das wann ist ebenfalls bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass es in einer heißen Jahreszeit stattfand – ideal, wenn man nicht schon genug über das Ausbluten der Vernunft in der modernen Gesellschaft nachgedacht hat.
Warum also das Ganze? Ein Wettkampf, sagen Sie? Vielleicht. Doch es enthüllt auch sozialpolitische Prioritäten, die man nicht ignorieren kann. Betrachten wir, dass Doha eine kontroverse Wahl als Gastgeber für ein großes Sportereignis war. Es symbolisiert den aktuellen Trend, dass Geld und geopolitischer Einfluss für prestigeträchtige Veranstaltungen wichtiger sind als Sicherheit oder gar Menschenrechte. Oh, und was die was betrifft: Es gab natürlich Rekorde. Aber was zählen Goldmedaillen noch in einer Welt, die so skrupellos geworden ist?
Nun, bevor einige beginnen, auf eine angebliche Fortschrittlichkeit dieses Ereignisses hinzuweisen, lassen Sie uns die Alltäglichkeiten näher betrachten:
Komplett klimatisierte Stadien in einer Wüstenstadt. Klingt wie ein schlechter Scherz, oder? Doch das war die Realität. Anstatt sich den extremen Bedingungen anzupassen, entschied man sich lieber für einen massiven Energieverbrauch. Nachhaltigkeit? Ein Konzept, das nur auf Papier existiert, wie es scheint.
Die Medaillengewinner sind es wert, erwähnt zu werden, aber viele von ihnen kamen aus Ländern, die wirklich keine Vorbilder in Menschenrechtsfragen sind. Ein Hoch auf den Sportgeist! Erstklassige Athleten aus Nationen, die nicht für humanen Umgang bekannt sind – könnte man ironischer werden?
Die Zuschauerzahlen waren trotz der Aufregung dürftig. Überraschung, Überraschung: wenn Sie Veranstaltungen an Orten stattfinden lassen, die mehr für ihre Hitze bekannt sind als für Sportbegeisterung, kommt nicht unbedingt eine Flut von Fans mit.
Die Berichterstattung in Medien aus dem Westen war fast unsichtbar. Keine Clifftop-Geschichten oder Reporter mit Schweiß auf der Stirn. Die westlichen Medien scheinen sich genauso sehr für Asiens großes Sportereignis zu interessieren wie für Logik und Vernunft in der Politik.
Während die Spiele das Talent der Athleten in den Vordergrund stellten, bleibt die Frage: Wieso biedern sich international respektierte Sportverbände Ländern an, die eigentlich schief angeschaut werden sollten? Es geschieht nicht, weil es Bahnbrechende Sportwissenschaft gibt, sondern weil man weiß, wo die fossilen Brennstoffe zu finden sind.
Sportpolitik – ein Begriff, der schlimmer klingt, als er ist? Nicht wirklich. Es zeigt, dass man bereit ist, moralische Stützpfeiler umzustürzen, solange die Dollars (oder in diesem Fall Riyals) stimmen.
Katar, ein Land ohne bedeutende Leichtathletiktradition oder Sportkultur, fungiert als Vitrine für Großveranstaltungen. Bei der Wahl zwischen Tradition und Kapital gewinnt letzteres – eine triumphale Vorführung kapitalistischer Werte für die ganze Welt!
Und es wäre, als würde man einen Elefant im Raum ignorieren, wenn man nicht die Arbeitsbedingungen im Gastgeberland anspricht. Den Athleten mag man applaudieren, aber was ist mit den wandernden Arbeitern, die von diesem Glanz und Glamour ausgeschlossen wurden?
Achten Sie darauf, dass keine kritischen Fragen über Gastfreiheiten aufkommen. Denken Sie an das liberale Geschrei, wäre solch ein Ereignis im westlichen "Feind" stattgefunden haben.
Und zu guter Letzt, der Höhepunkt des Spektakels, wurde von politischen Führern bejubelt, die das Ereignis als Erfolg für die Diplomatie angesehen haben. Oh, wie einfach es ist, sportliche Erfolge über tugendreiche Führung zu verkaufen.
Die Asienmeisterschaften in der Leichtathletik 2019 könnten in den Geschichtsbüchern als sportlicher Erfolg angepriesen werden, doch bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass sie als Paradebeispiel für die modernen Prioritäten gelten – finanzielle Abhängigkeit, geopolitische Schachzüge und die Illusion von sportlichem Fortschritt.