Arthur Bedford ist ein Name, der heute nicht in aller Munde ist, aber wirft man einen Blick auf seine Errungenschaften, begreift man, warum er ein wahrer Held des hochgeschätzten Konservatismus ist. Geboren im Jahr 1668 in England, war Bedford ein anglikanischer Kleriker und Autor, dessen Werke im frühen 18. Jahrhundert die Gemüter erhitzten. Seine Schriften und Predigten waren geprägt von einer zielgerichteten Agenda gegen die Verrohung der Gesellschaft durch das Theater und andere „moderne“ Freuden, die damals mitten in der Aufklärung als fortschrittlich galten. Stellen wir uns vor: Ein Mann, der es wagte, sich dem vorherrschenden Zeitgeist zu widersetzen und für die Wahrung moralisch-ethischer Standards einzustehen.
Bedfords Augenmerk lag vor allem darauf, das jüngere Publikum vor dem verderblichen Einfluss niederträchtiger Bühnenstücke zu schützen. Seine berühmteste Schrift, „The Evil and Danger of Stage-Plays“ (1706), ist ein leidenschaftlicher Aufruf, die unmoralischen Darbietungen des Theaters zu boykottieren. Bedford sah in diesen Stücken nicht nur Unterhaltung, sondern moralischen Verfall, der die Sitten und Werte der Gesellschaft erodiert. Ein konservativ denkender Mensch wird hier sicherlich nicken, während die Anhänger der Selbstentfaltung stumm gegenüber diesen Argumenten stehen.
Kein Mann seiner Zeit war so mutig, den moralischen Bankrott gewisser kultureller Strömungen in Frage zu stellen. Seine direkte und manchmal als verschwörerisch angesehene Art, Schriften wie „A Serious Remonstrance in Behalf of the Christian Religion“ (1717) zu verfassen, war ein weiteres Merkmal seines kompromisslosen Stils. Bedford machte keinen Hehl aus seinem Glauben daran, dass nur eine Rückkehr zu christlichen Werten die Gesellschaft retten könne. Die Liberalen von heute mögen dem nicht zustimmen, aber sein Appell an die Vernunft und Werte bleibt unverwechselbar relevant.
Ein interessanter Aspekt von Bedfords Arbeit war seine Beharrlichkeit darin, seine Ansichten in die öffentliche und politische Sphäre zu tragen. 1719 adressierte er den Fortsetzung von „A Serious Remonstrance“ direkt an den Adel und Klerus seines Landes. Bedford nahm keinen Rückzieher in seiner Kritik an der heuchlerischen Elite, die seiner Ansicht nach moralische Pflichten zugunsten von Macht und Einfluss vernachlässigte. Diese unerbittliche Haltung macht ihn in vielen Aspekten zu einem Vorläufer dessen, was wir heute als „konservativen Widerstand“ verstehen.
Bedfords Auseinandersetzungen waren nicht nur auf theoretische Diskussionen beschränkt. Er nahm aktiv an der Gestaltung seiner Gesellschaft teil und scheute nicht davor zurück, die Verantwortung, die seiner Meinung nach reinen und guten Rechten anvertraut wurde, scharf zu verteidigen. Bedford engagierte sich im Kampf gegen die Verkomplizierung der religiösen Rhetorik, die er für die Verwirrung des einfachen Volkes verantwortlich machte.
Ein von modernen Standpunkten unberührter, romantisierter Blick auf Arthur Bedford wäre jedoch unvollständig ohne die Erfassung seiner Begrenzungen und Fehlschläge. Man kann seine Ansichten als engstirnig oder gar reaktionär ansehen. Doch seine unerschütterliche Entschlossenheit im Schutz dessen, was er als unantastbare Prinzipien ansah, verdient Respekt. Er verwarf eine Gesellschaft, die Gier über Glaube stellte und Funktendie über ethische Werte favorisierte.
Das Vermächtnis Arthur Bedfords liegt in der Unerschütterlichkeit seines Willens, die Flamme der konservativen Prinzipien unter widrigen Umständen am Leben zu halten. Zu einer Zeit, als die Winde der Veränderung wehten und die Masse nach vermeintlich größerer Freiheit lechzte, war Bedford eine Felsenklippe, die den stürmischen Wellen der kulturellen Revolution Widerstand bot. Seine Werke erinnern uns weiterhin daran, dass die Beharrlichkeit und der Mut, sich gegen den Strom zu stellen, oft die wahrhaft progressiven Schritte in Richtung einer gerechteren und stabileren Gesellschaft sind.