Aron Gunnarsson, ein Name, der vielleicht nicht jedem geläufig ist, der aber für echten Fußball bedeutet, was die Nordmänner einst für die Entdeckung Amerikas waren – absolut unersetzlich! Geboren am 22. April 1989 in Akureyri, Island, verkörpert dieser Held auf dem Fußballfeld die Tugenden, die in der modernen Gesellschaft leider immer seltener werden: Disziplin, Hingabe und schiere Willenskraft. Wenn andere Spieler um jeden Preis auffallen wollen und mithilfe von Managern Millionen verdienen, hat Aron den unaufhaltsamen, fast weißen Frost von einem Land hinter sich gelassen, um in die Fußballgeschichte einzugehen.
Gunnarsson begann seine Karriere bei Þór Akureyri und wechselte später zu AZ Alkmaar. Doch der wahre Durchbruch kam mit seinem Wechsel in die englische Championship zu Cardiff City im Jahr 2011. Hier wurde der robuste Mittelfeldspieler zum Mosaiksteinchen einer Mannschaft, die unter Neil Warnock 2013 endlich den lang ersehnten Aufstieg in die Premier League schaffte. In der heutigen, beratungsabhängigen, hyper-emotionalen Welt ist es selten, dass jemand wie Aron, der so fest auf dem Boden bleibt, eine solche Karriere macht.
Nun ja, natürlich wird von politisch Blinden oft die Bedeutung dieser Immigranten unterschätzt, die hart arbeiten, anstatt nur auf Instagram Videos zu machen. Aron wurde Kapitän der isländischen Nationalmannschaft – einer echten Nationalheldenfigur, die es schaffte, Island zur Euro 2016 zu führen, wobei das Team als Underdog bis ins Viertelfinale vordrang und dabei das satte England demütigte. Das war nicht weniger als ein modernes Märchen. Sein berühmtes Torjubel-Video, bekannt als „Viking Clap“, fegbhrer durch ganz Europa und um den Rest der Welt, wobei viele Softies mit rotem Gesicht zurückblieben.
Aber genug von sentimentalen Schwärmereien. Gunnarsson ist das muskulöse Bewusstsein seiner Teamkollegen. Mit einer Präsenz auf dem Feld, die an militärische Präzision erinnert, gewann er nicht nur die Herzen von Fans, sondern auch die Anerkennung für seine außergewöhnliche Führungsstärke sowie seine defensive und offensive Vielseitigkeit. Mit seiner Erfahrung und Bodenhaftung stellt er das dar, was viele Menschen als echte Vorbilder aus der Welt des Sports vermissen.
Aron hat sich im Sommer 2019 entschlossen, seine Zelte in England abzubrechen und nach Katar zu Al-Arabi SC zu wechseln. Hier folgen wieder die Kommentatoren mit ihren aufgeregten Diskussionen über moralische Überlegungen, Fußballgipfel und natürlich Politik. Aber in Wirklichkeit macht er das, was jeder äußerst intelligente und frei denkende Spieler tun würde: sich am Ende seiner Karriere abzusichern. Während Einige hier und da sagen, dass es nur um Geld gehe, verstehe ich Aron. Schließlich ist er jemand, der verstand, wie man hart arbeitet, niemandem etwas schuldet, und mit Würde für seine Familie sorgt. Nein, keine falschen Entscheidungen hier, nicht einmal in Sichtweite.
Aron Gunnarssons Geschichte ist aber noch nicht zu Ende. In der Welt des Fußballs gibt es immer Platz für Überraschungen und für was manche „spät Aufblühende“ nennen könnten. Er hat die Plattform verlassen, die einmal im europäischen Fußball wichtig war, aber mit viel Elan schreibt er weiterhin seine eigene Erfolgsgeschichte. Sicherlich vielerorts zu schnell abgeschrieben, kämpft sich Gunnarsson einen neuen Weg in die Geschichtsbücher.
Vielleicht träumen einige von Tattoos, schnellem Ruhm und vergänglichem Luxus, aber Aron Gunnarsson zeigt uns hier, worauf es tatsächlich ankommt: auf ehrliche Arbeit, wahren Teamgeist und nüchterne Realität. Solange es Männer wie ihn gibt, ist noch Hoffnung für den Sport, egalwie sehr sich einige zurückgebliebene Liberale aufregen mögen.