Anthropozän: Das Zeitalter, das es gar nicht gibt

Anthropozän: Das Zeitalter, das es gar nicht gibt

Das vermeintliche Zeitalter Anthropozän behauptet, Menschen hätten so viel Einfluss auf die Erde, dass es eine eigene Epoche verdient. Aber haben wir wirklich eine neue Ära oder ist das nur ein weiteres übertriebenes Narrativ?

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Ist das nicht lustig? Die Linken haben ein neues Zeitalter erfunden! Sie nennen es das Anthropozän und behaupten, es sei das 'Zeitalter des Menschen', in dem wir so ziemlich alles vermasselt haben. Aber was ist das eigentlich? Der Begriff wurde erstmals in den 1980er Jahren in Wissenschaftskreisen diskutiert und dann von einem Geologen namens Paul Crutzen populär gemacht. Man könnte meinen, er sei arbeitslos gewesen und brauchte etwas, über das er grübeln konnte. Die Vorstellung ist, dass wir Menschen so großen Einfluss auf die Erde hatten, dass wir eine neue geologische Epoche beginnen. Aber mal ehrlich, ist das wirklich der Fall?

Zunächst einmal, warum soll das Anthropozän jetzt beginnen? Menschen gibt es schon seit Millionen von Jahren. Ja, wir sind ziemlich gut darin, die Welt zu verändern – wir haben Straßen, Gebäude und Internet, wie Sie gerade sehen – aber das heißt nicht, dass wir deshalb gleich ein neues Zeitalter starten! Sollen Dinosaurier jetzt das Dinoreizeitalter fordern, weil sie auch mal groß und cool waren? Der Mensch hat schon immer in seine Umgebung eingegriffen und sie mitgestaltet. Diese dramatische 'Alles-ist-kaputt'-Haltung ist nur eine weitere überzogene Reaktion auf den Fortschritt.

Lassen wir uns nicht von den Jammerern hinter's Licht führen, die Versagen als neuen Modus erfinden. Wir sollten stolz auf unsere Leistungen im Industriezeitalter sein – Motoren, Maschinen und Märkte. Die Erdsystemwissenschaftler, die uns erzählen wollen, dass alles vor die Hunde geht, kratzen nur an der Oberfläche. Sie blenden all die positiven Entwicklungen aus: längere Lebenszeiten, bessere Nahrungsmittelproduktion, verbesserter Zugang zu Bildung. Wir haben das Wissen in diesem Bereich exponentiell gesteigert – und dafür braucht es kein fadenscheiniges neues Label.

Und warum erzählen sie uns, das Anthropozän sei „schlecht“? Vielleicht sind sie nicht bequem in ihrem luftgefüllten SUV und genießen frei verfügbares Wi-Fi auf ihrem Smartphone, während sie über die Apokalypse twittern. Was wir haben, ist ein System, das Freiheit, Innovation und Handel erlaubt. Da hat der schnöde Windpark keinerlei Reiz. Es zeugt von einer Doppelmoral epischen Ausmaßes.

Natürlich, wir sollen doch einmal ein Klimanachmittag machen, von mir aus. Aber dabei darf man nicht vergessen: Die Inder und Chinesen stehen Schlange, um diesen „schlechten Lebensstil“ anzunehmen. Sie haben die unverfrorene Freiheit, ihren eigenen Wohlstand zu suchen. Sollen wir sie belehren und zurück in die „gute alte Zeit“ verbannen? Das Kollaps-Narrativ des Anthropozäns ignoriert die menschliche Innovationskraft und den ausgeklügelten Erfindergeist.

Schon mal drüber nachgedacht, warum der Mensch auf dem Höhepunkt dieser epochalen Diskussion steht? Weil wir es können! Wir gestalten die Erde nach unserem Bild, weil wir müssen und weil wir es wollen. Unsere Vorfahren haben gewildert und gesammelt – jetzt sind wir Jäger der Innovation. Während der Rest jammert, schaffen wir weiter. Will man uns ernsthaft sagen, wir sollten aufhören – weil der Klimakommunismus an unsere Tür klopft? Wohl kaum.

Es ist klar, dass die Verkündung des Anthropozäns ein Versuch ist, das Alte zu zerstören und durch eine neue gesellschaftliche Ordnung zu ersetzen. Die Progressiven – wie sie sich selbst genannt haben – sind Meister darin, alte Strukturen niederzureißen, ohne zu wissen, was sie danach aufbauen sollten. In der simplen Welt des Wissenschaftsaktivismus soll die Uhr zurückgestellt werden. Was für ein trauriger Versuch, Relevanz zu finden!

Das „menschliche Zeitalter“ ist eine lächerliche Farce, die der Menschheit die falsche Fährte legt. Statt in Angst vor einem unsichtbaren Schlagwort zurückzuschrecken, sollten wir uns weiterhin auf den Fortschritt konzentrieren. Zukunft ist das, was wir daraus machen – nicht was uns vorgegeben wird, und schon gar nicht unter einem pseudowissenschaftlichen Banner.