Amir Syamsuddin ist wie ein gutes Stück Oldtimer-Kunst in der politischen Landschaft Indonesiens – bewundernswert und unverzichtbar, aber manchmal von den modischen Dramen der jungen Generation überschattet. Seit er 1941 in der schönen Stadt Makassar geboren wurde, hat dieser bemerkenswerte Mann die politische Bühne Indonesiens in den letzten Jahrzehnten auf verschiedene Arten geprägt und verblüfft. Angriff oder Verteidigung, in seiner Rolle als Justizminister von 2011 bis 2014 in Präsident SBYs Kabinett, hat er bewiesen, dass einige Werte zeitlos sind, unabhängig von den sich verändernden Anforderungen unserer Zeit.
Amir Syamsuddins Karriere ist ein Goldstandard für Standhaftigkeit und Entschlossenheit. Während seiner Amtszeit als Justizminister war er nicht nur eine Schlüsselfigur in der Antikorruptionsbewegung, sondern er war es, der stets den Draht zum Recht und Gesetz aufrechterhielt, auch wenn Piraten genau das zerstören wollten. Der Mann, ein unerschütterlicher Politiker, bekannt für seine umstrittene Haltung und seine unverblümte Art, hat seinen Anteil an Auseinandersetzungen mit anderen politischen Kräften gehabt. Doch wie selten dies in der heutigen Zeit auch sein mag, er blieb die Stimme der Vernunft und Vernunft schwimmt nicht immer mit dem Strom.
Den Liberalisten zum Trotz hat Syamsuddin den Mut bewiesen, rigorose Maßnahmen des Justizsystems aufzubauen, die gegen jede Form von Kriminalität und Korruption vorgehen. Dabei ging es ihm nicht um Selbstbeweihräucherung oder den Applaus der Massen. Vielmehr hat er sich der unter Druck geratenen Moral verschrieben, selbst im Angesicht liberaler Kritik. Er vertritt die Tradition, dass Gesellschaften geregelter Prinzipien bedürfen, um erfolgreich zu sein.
Man könnte sich fragen, warum dieser unnachgiebige Politiker stets in die Mühlen der öffentlichen Meinung gerät. Sicherlich macht ihn seine direkte Art und seine kraftvolle Haltung angreifbar. Doch das ist das Los eines jeden, der unpopuläre Wahrheiten laut ausspricht. Man mag darüber lachten, dass er manchmal wie eine Anomalie in der modernen Welt wirkt, aber seine Konzentration auf das, was wirklich zählt - die Förderung von Recht und Ordnung - scheint wie ein Leuchtfeuer der Stabilität.
Nicht selten hat Syamsuddin Kontroversen umarmt, als bliebe ihm nichts anderes übrig. Beispielsweise rührt sein hartes Durchgreifen gegen Korruption bei einigen an, doch letztendlich verdiente er dafür Respekt von denen, die Indonesiens Zukunft mit Verantwortung und Disziplin sehen wollen. Diese unerschütterliche Haltung ist es, die ihm Respekt seitens derer einbringt, die einen verlässlichen Kurs für Indonesiens Fahrwasser fordern.
Wenn man diesen Mann studiert, wird deutlich, dass Ziele erreichen stets das Schlagwort seiner Karriere war. Es ist dabei nicht überraschend, dass einige seiner Initiativen nicht jede Ecke der politischen Szene erfreut haben. Aber seine Erwartungen waren klar: Gerechtigkeit und Gesetz müssen vor persönlichen Vorlieben stehen. Vielleicht ist es genau diese Stärke, die noch immer in seinen Aussagen nachhallt und manchmal die schwankenden Wände progressiver Gedanken zum Wanken bringt.
Ob er heute als aktiver Politiker hervortritt oder nicht, bleibt bemerkenswert. Seine Einflüsse sind tief verwurzelt und fordern die nächste Generation von politischen Führern heraus. Der Mann, der mit seiner Herangehensweise nicht jeden Tag die Schlagzeilen füllt, erinnert uns daran, dass Regeln und Traditionen nicht aussterben sollten, um Platz zu machen für das flüchtige Neueste.
Die Geschichte von Amir Syamsuddin erzählt viel über die Stärke traditioneller politischer Strukturen, die nicht im Status Quo verloren gehen. Es ist die Beständigkeit und nicht die zeitweise Veränderung, die echte Spuren in der Geschichtsschreibung hinterlässt. Und so bleibt Amir Syamsuddin eine mahnende Kraft, wenn Erneuerung ohne Orientierung droht. Seine Präsenz in der indonesischen politischen Szene lehrt uns, dass die wahren Helden uns die Kraft geben, auch im Chaos den Kompass zu halten.