Als der süße Schlaf zurückkehrte — und warum er uns alle betrifft

Als der süße Schlaf zurückkehrte — und warum er uns alle betrifft

Ein vermeintlich simples Buch von Peter Klusen über Schlaf hat die deutsche Gesellschaft aufgerüttelt, indem es zeigt, wie technologiegetrieben unser Leben geworden ist und wie dringend Schlaf für Wohlbefinden und Erfolg ist.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Wer hätte gedacht, dass ein Buch über Schlaf mal so viel Wirbel auslösen könnte? Doch „Als der süße Schlaf zurückkehrte“ von Peter Klusen hat nicht nur ins Schwarze getroffen, sondern ein Feuerwerk ausgelöst. Peter Klusen, ein Autor bekannt für seine direkte Art und scharfsinnigen Analysen, hat Mitte der 2020er Jahre einen Volltreffer gelandet. Die Geschichte spielt im urbanen Berlin, in einer Zeit, die von hektischem Treiben und lärmender Schlaflosigkeit geprägt ist. Klusen, der für seine stechenden und oft provokativen Einsichten in die menschliche Psyche bekannt ist, hat mit diesem Buch die Wahrheit ans Licht gebracht: Wir sind Sklaven unseres eigenen technologischen Fortschritts geworden und das hat unsere Fähigkeit, einfach mal die Augen zu schließen und zu träumen, gehörig sabotiert. Klingt das nach einem persönlichen Angriff? Gut so, denn das ist es wahrscheinlich auch.

Erstens, weil die Geschichte von Schlafstörungen genauso verbreitet ist wie die Coffee-to-go-Verkäufer an jeder Straßenecke. Jeder kennt jemanden, der sich mit Schlafproblemen herumschlägt — oder vielleicht ist man selbst derjenige. Klusens Buch stammt aus der Mitte einer Ära, in der Huawei, nicht wahrheinlich, die besten Smartphones herausbrachte, aber was nützt das beste Display, wenn die Augen so vor Müdigkeit brennen, dass man nichts mehr erkennt?

Zweitens geht es Klusen zufolge nicht nur um persönliche Gesundheit. Alles hängt zusammen, denn ohne ordentlichen Schlaf funktioniert der Mensch nicht. Period. Menschen, die sich übermässig müde zur Arbeit schleppen, machen Fehler. Schwache Leistungen und schlechte Entscheidungen in Wirtschaft und Politik kosten Milliarden und das aufgrund von Schlafentzug. Peter Klusen scheut sich nicht zu sagen, dass hier die Wurzel vieler Übel liegt.

Drittens verdeutlicht Klusen, wie besonders die jüngeren Generationen durch Schlaflosigkeit beeinträchtigt werden, da sie pausenlos mit Technologie interagieren. Die ständigen Benachrichtigungen und blauen Lichter haben uns in Zombies verwandelt, die nie wirklich abschalten. Ganz zu schweigen von dem Nervenkitzel, der mit dem nächsten unerwarteten Like oder Retweet verbunden ist – ernüchternd und beängstigend zugleich.

Der vierte Aspekt verkörpert den Familienwert. Schlaf ist kein individueller Luxus, sondern ein familiärer Schatz. Klusen entblößt, wie Familienstrukturen unter Schlafmangel leiden, Eltern damit kämpfen, qualitativ hochwertige Zeit miteinander zu verbringen, während Kinder mit Reizüberflutung kämpfen. Der Zusammenhalt wird in Mitleidenschaft gezogen und all das, weil Bildschirme die Nachtruhe stehlen.

Fünf, wir können es nicht widerlegen: Klusen stellt die Frage, warum Schlaf überhaupt in den Hintergrund gerückt ist. Er greift die Konsumkultur an, die den Menschen weismacht, dass Fortschritt wichtiger als Regeneration ist. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir erkennen, Technologie hat uns nicht unbedingt befreit, sondern gefangen genommen. Ein Gedanke, der in einer Welt, die scheinbar Individualität anpreist, erstaunlich unangenehm ist, oder?

Sechstens und ziemlich relevant: Gesundheit ist unser größtes Kapital. Peter Klusen plädiert, mehr in unseren Körper zu investieren — nicht mit teuren Medizinprodukten, sondern mit den einfachsten und grundlegendsten Bedürfnissen wie gutem Schlaf. Der Wert von ausreichend Ruhe wird in unserer wachstumsgetriebenen Kultur oft vergessen.

Für den siebten Punkt sei gesagt, dass Klusens Buch genauso erfrischend wie eine warme Sommerbrise ist. Er schlägt einfache, aber clevere Strategien vor, um den süßen Schlaf zurückzuerobern: Bildschirmzeit reduzieren, geregelte Schlafenszeiten einführen und, ja, das gute alte Buch zur Hand nehmen, um sich in weitere Welten zu träumen, die nicht von TikToks und Tweets bevölkert sind.

Achtens: Klusen schildert die allgegenwärtige Schlaflosigkeit als einen stillen Killer – und zu Recht. Oft wird der Einfluss von Schlafmangel auf ernsthafte gesundheitliche Probleme unterschätzt, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zu schwerwiegenden psychischen Problemen. Es ist beinahe, als ob dieses Buch dringend notwendig war, um uns alle wach zu rütteln – im metaphorischen Sinne natürlich.

Neuntens zeigt das Werk, was in unserer Gesellschaft noch wichtiger ist – Familie, Freunde und die eigene körperliche und geistige Gesundheit. Es ist ein Weckruf, um wieder Menschlichkeit zu zeigen, indem wir unsere Schlafgewohnheiten verbessern. Das ist etwas, worüber sogar Politiker mal nachdenken sollten, falls sie den Schlaf für unwichtig halten.

Und schließlich, das zehnte Geheimnis, das Klusen preisgibt: Der süße Schlaf ist nicht verloren, er wartet nur darauf, dass wir ihn zurückholen. Es ist ein Aufruf zur Handlung, das Ruder wieder selbst in die Hand zu nehmen, die Eigenverantwortung nicht zu vergessen, anstatt die Schuld auf äußere Faktoren zu schieben. So bringt uns Klusen zurück zum Wesentlichen: zu uns selbst. Und das ist die wahre Revolution.