Warum der grüne Traum zum Alptraum wird

Warum der grüne Traum zum Alptraum wird

Alles ist grün, oder? Zumindest, wenn man den aktuellen Umwelt-Trends glaubt. Doch was verbirgt sich wirklich hinter dieser grünen Fassade und was bedeutet das für unsere Gesellschaft und Wirtschaft?

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Alles ist grün, oder? Das jedenfalls liegt derzeit im Trend, vor allem bei den Menschen, die sich als Vorreiter der gesellschaftlichen Moral verstehen. Doch blicken wir einmal hinter die schillernde Fassade: Dieses grüne Traumschloss steht mittlerweile weltweit im Mittelpunkt von Diskussionen, sei es auf der politischen Bühne in Berlin oder in den Straßen von kleinen norddeutschen Dörfern. Politische Bewegungen, die sich der Umweltrettung verschrieben haben, sind in den letzten Jahren rapide gewachsen, doch die Versprechen lösen sich oft in Luft auf. Warum? Ganz einfach: Visionen, die auf utopischen Idealen basieren, und die Missachtung grundlegender ökonomischer Prinzipien haben uns in diese kniffligen Zeiten geführt.

Zunächst einmal: wann begann der ganze Hype? In Deutschland wohl spätestens mit der Gründung der Partei 'Die Grünen' in den 80er Jahren. Die Idee war prinzipiell nicht schlecht. Wer will denn schon gegen den Schutz unserer Umwelt sein? Doch mit dem Erstarken der Bewegung kamen neue Narrative ins Spiel – Narrative, die mehr mit ideologischen Sprüngen zu tun hatten als mit realistischen Lösungsansätzen.

Zweitens: Was bedeutet dieser grüne Schub eigentlich für uns und für die deutsche Wirtschaft? Während man uns erzählt, dass alles umweltfreundlicher und besser werden soll, sehen wir, wie riesige staatliche Subventionen an Projekte fließen, die sich als Luftschlösser entpuppen. Nehmen wir zum Beispiel die Energiewende. Eine schöne Vision, die in der Realität jedoch einer wirtschaftlichen Todesspirale gleichkommt. Die Kosten sind explodiert, und die vermeintlichen Jobs, die durch erneuerbare Energien geschaffen werden sollen, verschwinden genauso schnell wie sie gekommen sind.

Drittens: Was bedeutet dies für den Otto Normalverbraucher? Einfach gesagt, höhere Kosten für alles, von der Stromrechnung bis zum täglichen Lebensmitteleinkauf. Der Versuch, alle in Richtung Nachhaltigkeit zu zwingen, ist mehr ein staatlich verordneter Eingriff in den individuellen Lebensstil. Es ist eine Täuschung zu glauben, dass der Wechsel zu 'grüneren' Alternativen für den Durchschnittsbürger ohne Mehrkosten vonstattengeht.

Viertens: Warum funktioniert das nicht so einfach? Weil nicht alles in den hübschen Grün-Tönen, mit denen es verkauft wird, tatsächlich so nachhaltig ist. Die Lieferketten, die Ressourcen, die notwendig sind, um Windkraftanlagen, Solarpanels und Elektroautos herzustellen, sind in vielen Fällen genauso destruktiv wie die fossilen Brennstoffe, die sie ersetzen sollen. Wir versuchen, ein Loch mit einem anderen zu stopfen.

Fünftens: Warum dieses Missverhältnis? Es ist eine Kombination aus naivem Optimismus und politischer Eigeninteresse. Der Realitätssinn bleibt dabei durchaus auf der Strecke. Es ist einfacher, ideologische Hoffnungen zu schüren, als die harten Realitäten des Energiebedarfs und der wirtschaftlichen Machbarkeit zu akzeptieren. Mit viel Tamtam werden Gesetze verabschiedet, die wahrscheinlich mehr schaden als nutzen, wenn man den wahren Effekt auf die Wirtschaft und den Wohlstand der Bürger betrachtet.

Sechstens: Was passiert in der internationalen Arena? Länder wie China und Indien, große Verschmutzer, lachen sich ins Fäustchen, während sie sich auf die Schulter klopfen für halbherzige Bemühungen, die Umwelt zu 'schützen', während sie weiter ihre fossilen Brennstoffe nutzen. Währenddessen stürzt Europa sich in einen Wettlauf, bei dem das Ziel die Selbstzerfleischung scheint.

Siebtens: Wer profitiert eigentlich davon? Das ist die große Frage. Die Antwort scheint darauf hinzuweisen, dass insbesondere die, die sich in den Machtzentralen der Politik und der großen multinationalen Unternehmen befinden, diesen Hype ausnutzen. Grants, Subsidien, und Steuervorteile fließen in eine Richtung, die ein neues Netzwerk wirtschaftlicher Abhängigkeiten schafft.

Achtens: Ist damit alles schlecht? Nein, natürlich nicht. Aber es zeigt die Notwendigkeit, dass rationale Stimmen gehört werden müssen, Stimmen, die bereit sind, einen sachlichen Dialog zu führen und nicht gleich auf Verteidigung gehen. Statt Visionen zum höchsten Gut zu erklären, wäre es vielleicht klüger, wieder zu den Grundlagen des wissenschaftlich fundierten Entscheidens zurückzukehren.

Neue Industrien, die Arbeitsplätze schaffen können, sollten nicht auf der Basis von Euphorie oder blindem Idealismus aufgebaut werden. Das Sprichwort „Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert“ findet bei der Beschreibung dieser Situation seine Vollendung.

Die Grünen und ihre diversen Auslegungen haben unsere politische Landschaft dramatischer verändert, als manche wahrhaben wollen. Wer darüber hinaus Kritik wagt, sieht sich schnell diffamiert. Aber das ist der Preis der Meinungsfreiheit: Wir dürfen alle unsere Bedenken und Zweifel äußern. Ob gehört wird, steht auf einem anderen Blatt.