Ali Fawzi Rebaine: Der Mann mit einer Mission, die keiner versteht

Ali Fawzi Rebaine: Der Mann mit einer Mission, die keiner versteht

Ali Fawzi Rebaine ist ein politischer Akteur, der Algeriens Kurs mit Leidenschaft verändern will. Trotz seiner kontroversen Ansätze bleibt er ein eindrucksvolles Rätsel der algerischen Politik.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Wenn es darum geht, politische Handlungsreisende zu erkennen, die ihr Land prägen, aber irgendwie immer wieder unterhalb des Radars bleiben, steht Ali Fawzi Rebaine ganz oben auf der Liste. Er ist der Mann, der 1955 in Algerien geboren wurde, und das Land hat seither nicht mehr die Ruhe gefunden, die es vielleicht gerne hätte. Als Gründer der Partei Ahd 54 hat er versucht, die politische Landschaft Algeriens aufzumischen, aber wie so oft, verstehen viele nicht, was er wirklich will.

Ali Fawzi Rebaine sticht heraus – aber nicht wegen seiner Erfolge, sondern wegen seiner Beharrlichkeit und seines jugendlichen Idealismus, der ihn noch immer zu treiben scheint. Nach seinem Studium der politischen Wissenschaften war es, als hätte man einen Sturm entfesselt. Er glaubte, Algerien einen anderen politischen Kurs bieten zu können, was für manche eine willkommene Abwechslung war, für andere jedoch unnötiges Aufheizen der Gemüter. Er war es, der 1999 die im selben Jahr gegründete Partei Ahd 54 ins Leben rief und sich seither als glühender Verfechter von Veränderung in Algerien versteht.

Seine politische Reise ist eine Erzählung des ausdauernden Versuches, aus Algerien ein modernes, sich selbst regierendes Land zu machen. Doch wie bei vielen nicht-konventionellen politischen Akteuren gehen die Meinungen auseinander, ob seine Methoden und Visionen nachvollziehbar oder sogar umsetzbar sind. Rebaine läuft gerne mal gegen den Strom, dass ihm sogar seine Partei selbst manchmal nicht mehr folgt. Charmant oder irritierend? Das liegt ganz in der Sichtweise des Betrachters.

Die vergangenen Jahrzehnte hat er unaufhörlich damit verbracht, als eine hartnäckige Figur des algerischen politischen Spektrums umherzustreifen. Aber was hat er erreicht? Die Unerschütterliche Entschlossenheit dieses Mannes soll man nicht unterschätzen. Ob sein Ansatz der Richtige ist, ist allerdings umstritten. Doch eines ist klar, er hat eine Vision von Algerien, die er sein ganzes politisches Leben lang nicht aufgegeben hat.

Es ist schon fast anekdotisch, dass seine leidenschaftlichen Reden oft mehr Verwirrung als Klarheit hinterlassen. Einige finden, dass der Mann eine Erfrischung für die algerische Politik darstellt – ein Echo wehmütiger Träume, die in einer Demokratie verankert sind –, während andere in ihm eher eine nervige Nebenerscheinung sehen, die das Land festhält, statt voranzutreiben.

Warum aber sollte man sich um Ali Fawzi Rebaine kümmern? Vielleicht, weil er konsequent für kleinere politische Einheiten und mehr regionale Mitbestimmung eintritt. Oder vielleicht, weil sein Beharren darauf, Ahd 54 im politischen Wettrennen zu halten, so beständig bleibt. Vielleicht aber auch, weil er einer dieser Figuren ist, die die Macht der Hartnäckigkeit verkörpern, auch wenn andere aufgeben.

Sein Kapitel in der Geschichte, so scheint es, ist noch ungeschrieben. Was Rebaine hinterlässt, ist eine denkwürdige Erinnerung daran, dass Politik nicht immer logisch oder gar vorhersehbar ist. Ein wild entschlossener Politiker, der es wagt, zu träumen, selbst wenn seine Träume dafür kritisiert werden. In einer Welt, in der viele die Segel streichen, sticht Rebaine aus Gerechtigkeitssinn in See, kommt, was wolle.

Die Meinungen darüber, inwieweit Ali Fawzi Rebaine wirklich etwas für Algerien erreicht hat, variieren stark je nach politischem Standpunkt und Vereinbarkeit seines Idealismus mit realpolitischen Gegebenheiten. Aber Fakt ist: Ali Fawzi Rebaine ist schwer zu ignorieren, egal ob als emsiger Visionär oder störender Aktivposten.

Die Welt der Politik ist reich an ungeschliffenen Persönlichkeiten, die sich in die Annalen der Geschichte einschreiben wollen. Ob er es jemals als Held oder Antiheld in die Geschichtsbücher schaffen wird, ist ungewiss; sicher ist, dass seine Entschlossenheit für sein Land weiter das politische Wasser Algeriens trüben wird.