Warum 'Alex Strangelove' nichts für konservative Zuschauer ist

Warum 'Alex Strangelove' nichts für konservative Zuschauer ist

In der bizarren Welt des Netflix-Films 'Alex Strangelove' wird der konservative Zuschauer unweigerlich herausgefordert, während eine Agenda-getriebene Erzählung ihm vor den Augen entfaltet wird.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Die Katastrophe in 'Alex Strangelove' beginnt, wenn der Titelheld, Alex Truelove, von dem Streben nach romantischem Glück in eine wahrhafte Identitätskrise gezogen wird. Dieser Netflix-Film aus dem Jahr 2018, der in Amerikas linker Unterhaltungsschmiede kreiert wurde, erzählt die Geschichte eines Highschool-Schülers, gespielt von Daniel Doheny, der mit der Entdeckung seiner Sexualität kämpft. Der Film spielt in der scheinbar weltoffenen und diversifizierten Umgebung der amerikanischen Highschool. Jeder, der auf konservative Werte setzt, wird das Drehbuch als problematisch empfinden, da es darum geht, dass Alex zwischen seiner Freundin Claire (gespielt von Madeline Weinstein) und seiner unverhofften Liebe zu einem Jungen namens Elliot (gespielt von Antonio Marziale) schwankt.

Was einst als Komödie verkündet wurde, entpuppt sich als weitere Agenda-getriebene Erzählung, die die Ahnungslosen in ihre Fänge zieht. Übertriebene Dialoge und unübersehbare Klischees strömen aus den Lautsprechern. Die liberalen Filmemacher glauben wohl, durch eine witzelnde Fassade Annäherung an ernsthafte Themen zu finden. Alex durchlebt chaotische Gefühle, während eine ganze Generation zusieht und am Ende wieder einmal geschickt in eine Richtung gelenkt wird.

Der Film gaukelt Toleranz vor, doch eigentlich wird hier nur ein vollkommen einseitiges Bild aufrechterhalten. Eltern werden beim Zuschauen kaum begreifen können, warum das Sozialgefüge plötzlich auf den Kopf gestellt wird. Wenn Alex in einer Szene seine Freundin Claire küsst und in der nächsten mit verwirrtem Gesicht nach Elliot Ausschau hält, fragt man sich, wie realistisch die Darstellung der Jugend tatsächlich ist.

Interessanterweise wird Alex' verwirrter Zustand als normal angesehen, wobei kritische Stimmen keinerlei Gehör finden. Die Moral der Geschichte scheint klar: Alles geht, alles ist akzeptabel. Doch für diejenigen, die an Tradition und klare Rollenverteilungen glauben, ist der Verlust offensichtlicher Werte höchst alarmierend. Indem die Filmmacher die gesellschaftlichen Leitplanken umreißen, leugnen sie tatsächlich den Wert der Nähe, die in traditionellen Beziehungen liegt.

Ein weiteres bemerkenswertes Element ist die Darstellung der Eltern und Lehrer. Sie scheinen in eine naive Rolle gedrängt zu werden, fast schon als Randfiguren in ihrer Bedeutungslosigkeit dargestellt. Die Perspektive bleibt jung und rebellisch, und die Erwachsenen dürfen das Chaos bestenfalls hilflos miterleben. Statt Dissonanzen aufzulösen und Jugendlichen einen Weg zu zeigen, verstärkt der Film stereotypes Denken und Vorurteile gegenüber konservativer Kritik.

Kann man dann Alex Strangelove überhaupt ernst nehmen? Während einige die Komplexität menschlicher Beziehungen und das Wachstum der Identität bejubeln mögen, wäre es falsch zu übersehen, wie genau dieser Film von der Moderne verschlungen und von den „progressiven“ Kräften instrumentalisiert wurde, um eine breitere politische Botschaft zu transportieren. Man könnte fast annehmen, dass es hier nicht wirklich um die Suche nach Identität geht, sondern vielmehr darum, eine Agenda zu verkaufen.

Obwohl der Film in bunten Farben daherkommt und mit Lebendigkeit überbordet, bleibt er letztendlich nicht mehr als Augenwischerei für die Massen, die auf der Suche nach Echtheit und traditionellen Werten enttäuscht nach der Fernbedienung greifen dürften. Man könnte fast sagen, dass Alex' Strangelove folgendes als Lehre bereit hält: Verwirrung sei gut, klare Linien passé. Und wer ist hier letztlich der Strangestlove? Vielleicht gerade diejenigen, die sich in einer zunehmend unverständlichen Welt noch auf althergebrachte Werte berufen möchten.

Mit dem schalen Nachgeschmack eines Films, der zwar laut tönt, aber wenig Gehalt bietet, bleibt nur die Schlussfolgerung, dass Alex Strangelove ein weiteres Beispiel für jene Art von Kinokreation ist, die niemals darauf abzielt, eine ehrliche Konversation zu fördern, sondern eher verstärkt jene wolkige Nische, die Moderne schamlos glorifiziert.