Die turbulente „Affäre um den Franc“ – Ein Scheitern der linken Finanzpolitik

Die turbulente „Affäre um den Franc“ – Ein Scheitern der linken Finanzpolitik

Die „Affäre um den Franc“ Mitte der 1980er Jahre in Frankreich ist ein Paradebeispiel für gescheiterte linke Finanzpolitik, die das Land in eine wirtschaftliche Krise stürzte.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Als wäre es aus einem politischen Thriller entsprungen, ist die „Affäre um den Franc“ ein Paradebeispiel für das Scheitern von linker Wirtschaftsideologie. Mitte der 1980er Jahre schwelte das damalige Frankreich unter der Präsidentschaft von François Mitterrand in einer fiskalischen Krise, die ihren Höhepunkt im Jahr 1983 fand. Der Ort dieses politischen Dramas? Paris, das Herz und Hirn der französischen Wirtschaftspolitik. Warum passierte das? Frankreichs Regierungskoalition aus Sozialisten und Kommunisten führte eine zu dieser Zeit „fortschrittliche“ Finanzpolitik, die sich letztlich als ein folgenschwerer Griff ins Klo erwies.

Nun, das Lehren aus den Fehlern der Vergangenheit könnte so einfach sein, wenn gewisse politische Kreise nicht so resistent gegen die Wahrheit wären. Mitterrands Parteien-Bande, besessen von der Idee eines groß angelegten Wirtschaftsexperiments, entfachten eine katastrophale Inflation und steigende Arbeitslosigkeit durch ihre rigiden Etatismen und unkontrollierte Staatsausgaben. Man könnte meinen, dass die Befürwortung solcher riskanter politischer Programme aus Unwissenheit oder Naivität geboren sei, aber die Realität sieht anders aus. Eine Mischung aus ideologischer Verbohrtheit und politischem Starrsinn führte hier zu einem Staatsfiasko, das die wirtschaftlichen Grundfesten Frankreichs erschütterte.

Den Personen, die damals das Ruder führten, fehlte das Gespür für eine ausgewogene Finanzpolitik. In einer Überreaktion auf Kapitalflucht und schwächelnden Franc entschied sich die Mitterrand-Regierung für schwindelerregend hohe Zinssätze und drastische Sparmaßnahmen – ein Richtungswechsel, der spät, aber nötig war. Doch anstatt der gesunden liberalen Marktwirtschaft das Steuer zu überlassen und auf ausufernde Staatsinterventionen zu verzichten, plante man weiterhin in der linken Fantasiewelt einer dominierenden Staatsherrschaft.

„Die Affäre um den Franc“ zeigt eindeutige Spuren einer inkompetenten Wirtschaftspolitik – und das ist keine Kleinigkeit. Der französische Franc, schwer angeschlagen, musste dreimal abgewertet werden, ein vernichtendes Indiz für das Versagen der staatlichen Haushaltspolitik. Eine Achterbahnfahrt, bei der die Fahrgäste keinen Spaß hatten, aber wenigstens eine Lektion lernten: Die Verführungskraft der Wirtschaftsillusion. Fragen wir uns doch einmal, was die Alternativen in dieser Lage gewesen wären.

Hätte man Reformer wie Ludwig Erhard, Vater des deutschen Wirtschaftswunders, ans Ruder gelassen, wären die Spielregeln womöglich anders gewesen. Die Märkte, verkörpert im Glauben an Unternehmertum und Wettbewerb, hätten Frankreich guttun können. Anstatt blindlings auf staatliche Kontrolle und Enteignung zu setzen, hätte man dem Bürger die Freiheit und Verantwortung überlassen können. Es bleibt also der Eindruck, dass Mitterrands Sozialisten tief im Meer der eigenen Prinzipien ertranken, unfähig, den Kurs zu verändern als das „rote“ Schiff begann, Schlagseite zu bekommen.

In Frankreich der damaligen Zeit traf die freimütige Unterschätzung des Marktes auf eine schleichende Einsicht, dass linke Politik mehr Probleme verursachen kann, als sie zu lösen vermag. Der Glaube an die große Rolle des Staates, die stark subventionierte Wirtschaft und das Paradigma der Umverteilung stürzten in sich zusammen, ebenso wie der Franc selbst, der wie ein Symbol für die Unstimmigkeit dieser politischen Schule zu sehen ist. Die stetige Suche nach mehr Einfluss und Kontrolle erwies sich als Sackgasse und als Mahnung dessen, wo übermäßiger Interventionismus enden kann.

Vergessen wir also nicht die Lehre dieser bemerkenswerten Fehlkalkulation. In der Retrospektive wird die „Affäre um den Franc“ zu einem Lehrstück der Geschichte, wie gefährlich es ist, die Realität mit einer rein ideologischen Sicht zu verzerren. Hätte man dem vernünftigen fiskalischen Kurs getreue Aufmerksamkeit geschenkt, hätte sich Frankreich vielleicht dieser Tortur erspart. Wenn der Drang zur sozialen Gerechtigkeit das wirtschaftliche Fundament zerrüttet, dann bleibt nicht viel mehr als eine marode Kulisse. Es stellt sich also die Frage: Wann werden weitere Regierungen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen?